Cannabis für den Hund: Wie gefährlich ist es?

Im Laufe der Jahre haben mehr und mehr Länder den Konsum von Cannabis legalisiert. Seitdem geschieht es immer häufiger, dass Hunde aus Versehen mit der weichen Droge in Kontakt kommen. In Amerika hat die Pet Poison Hotline in den letzten sechs Jahren einen Anstieg von Zwischenfällen mit Gras um 448% verzeichnet. Was macht man, wenn sich der Hund aus Versehen mit Gras vergiftet? Die folgenden Ratschläge geben die Tierärzte meistens:

1. Erkennen Sie die Anzeichen:
Wenn Sie direkt dabei sind, wenn Ihr Hund das Cannabis frisst, können Sie schnell reagieren, aber manchmal findet das Tier das Gras auch, wenn Sie gerade nicht hinschauen. Laut Gary Weitzmann, Präsident und CEO der San Diego Humane Society, hängen die Symptome davon ab, wie viel Gras das Tier zu sich genommen hat. Die häufigsten Anzeichen sind: Gleichgewichtsverlust, Sensibilität gegenüber Bewegungen und Geräuschen, Orientierungsverlust, Hyperaktivität, unkontrolliertes Urinieren, Speichelfluss, ungewöhnliches Bellen, Muskelzucken, Bewusstlosigkeit oder sogar Koma.

2. Reagieren Sie schnell
Gras kann für die Tiere giftig sein, aber in Kombination mit Schokolade oder Süßigkeiten, wie bei sogenannten Edibles, kann es sogar tödlich sein. Manche Menschen glauben, dass Gras auf die Tiere denselben Effekt hat wie auf Menschen, aber dem ist nicht so. Haustiere haben viel sensibleren Cannabisrezeptoren als Menschen, dementsprechend ist der Konsum ungleich gefährlicher für die Tiere. Es gab schon Todesfälle nach der Einnahme einer hohen Menge THC, dem Stimulans im Gras, das Sie high werden lässt.

3. Stimulieren Sie Erbrechen
Versuchen Sie Ihren Hund innerhalb von 15 Minuten nach der Einnahme zum Erbrechen zu bringen. Laut Gary Weitzman kann Wasserstoffperoxid helfen. "Verabreichen Sie einen Teelöffel 3%iges Wasserstoffperoxid pro 4,5 Kilogramm Hund. Ihr Hund sollte sich innerhalb von 15 Minuten übergeben", sagt er.







4. Gehen Sie zum Tierarzt
Wenn Sie es nicht schaffen, Ihren Hund zum Erbrechen zu bringen, müssen Sie zum Tierarzt. Dort haben Sie die Mittel, um das Tier alles Gras wieder von sich geben zu lassen. Gray rät sowieso, in jedem Fall zum Tierarzt zu gehen, wenn ein solcher Unfall geschieht.

5. Prävention ist besser als Heilung
Am Besten ist es natürlich, wenn Ihr Hund gar nicht erst mit Gras oder irgendwelchen Dingen, die Gras enthalten, in Berührung kommt. Behandeln Sie Ihren Vorrat wie Medikamente: Bewahren Sie das Gras an einem sicheren Ort auf, an dem Kinder und Tiere es nicht erreichen können.

Quelle: The Huffington Post, jetzt.de