Carolin Kebekus: Begeistert von der OutInChurch-Initiative

Komikerin Carolin Kebekus (41), die oft Seitenhiebe gegen die katholische Kirche in ihrem Programm einfließen lässt, unterstützt die OutInChurch-Initiative und hofft, dass sich damit etwas in der Kirche ändert.

"Ins Herz getroffen"

Die Rheinländerin freut sich darüber, dass 125 Menschen den Mut gefunden haben, sich öffentlich zu outen, auch wenn sie für die katholische Kirche arbeiten. "Diese tolle Initiative hat mich so ins Herz getroffen", freute sich die Comedienne gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Es sei deshalb mutig, weil die Beteiligten im schlimmsten Fall ihren Job verlieren könnten, denn das katholische Arbeitsrecht sieht gleichgeschlechtliche Partnerschaften in einem negativen Licht. "Wie viele Menschen für die Kirche tätig sind und in ständiger Angst leben müssen, von ihr sanktioniert zu werden, lässt einen erneut fassungslos zurück." Zumindest haben sich mit den Bischöfen Heiner Wilmer und Franz-Josef Bode schon zwei gewichtige Unterstützer für eine Änderung des Arbeitsrechts ausgesprochen.

Carolin Kebekus zieht es weiterhin in die Kirche

Carolin Kebekus ist aus politischen Gründen schon längst aus der Kirche ausgetreten, sieht sich aber immer noch als Katholikin. "Ich habe als Kind viele schöne Seiten von Kirche und Gemeinde­leben mitbekommen, die Gemeinschaft an Weihnachten." Aber dann wäre da die Kirchenpolitik, die sie einfach nicht unterstützen kann. "Diese Zweigleisigkeit der Kirche die Moral so hochzuhalten, auf der anderen Seite die vielen Dinge, die da schieflaufen, angefangen beim Missbrauchs­skandal – das kriege ich einfach nicht zusammen." Das dürfte vielen so gehen und wie Carolin Kebekus hoffen sie, dass die Initiative OutInChurch Erfolg haben wird und die katholische Kirche zum Handeln zwingt.

Bild: Oliver Berg/picture-alliance/Cover Images

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