Chair Challenge & Käse, der gerne Hip-Hop hört: Skurrile Geschichten, die uns 2019 zum Lachen gebracht haben

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Umfragen, Challenges, Studien und Erfindungen können ziemlich erhellend sein, lustig, enttäuschend, hilfreich oder auch komplett überflüssig. In jedem Fall aber sind sie unterhaltsam. Das sind die 10 Highlights der skurrilsten Geschichten, über die unsere Yahoo Style-Redaktion 2019 berichtet hat.

Viele Männer scheitern an der vermeintlich einfachen Übung, mit dem Stuhl aufzustehen. (Screenshots: TikTok)

1. Frauen können (noch) etwas, das Männer nicht können

Für Frauen ist die Chair Challenge, die 2019 viral ging, gar keine wirkliche Challenge. Dabei stellt man sich mit dem Gesicht nach vorne so nah wie möglich an eine Wand, geht drei Fußlängen zurück, beugt den Oberkörper so weit nach vorne, bis er im 90-Grad-Winkel zu den Oberschenkeln steht und der Kopf die Wand berührt. Dann hebt man einen bereit gestellten Stuhl an seine Brust und richtet den Oberkörper auf. Was für Frauen ein Leichtes ist, ist für Männer nicht zu schaffen und auf den ersten Blick kann man sich nicht erklären, worin denn nun genau das Problem besteht.

Laut Wissenschaftlern könnte das an zwei Punkten liegen: Erstens daran, dass der Körperschwerpunkt bei Frauen tiefer liegt als bei Männern. Und zweitens an den längeren Füßen von Männern, die deshalb weiter von der Wand entfernt stehen und sich auch weiter nach vorne lehnen müssen. In Zeiten, in denen eine neue Studie des Weltwirtschaftsforums gerade erst berechnet hat, dass Frauen auf der ganzen Welt erst in 100 Jahren gleichberechtigt sein werden, immerhin ein Grund, sich zu freuen, oder?

2. Hip-Hop hörender Käse schmeckt besser

In einem von einem Käsehersteller und der Hochschule der Künste in Bern durchgeführten Experiment kam heraus, dass Käse musikalisch heikel ist. Verschiedene Käselaibe der Sorte Emmentaler wurden während des Reifungsprozesses mit klassischer Musik, Ambiental, Rock, Techno und Hip-Hop beschallt und danach einem Geschmackstest unterzogen. Zugegebenermaßen sollen die Unterschiede relativ klein gewesen sein, wobei der Hip-Hop-Käse durch eine besonders fruchtige Note auffiel. Yo, man!

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3. Du bist deutsch und findest dich sexy? Haha!

Der Online-Travelguide “Big 7” fragte bei seinen 1,5 Millionen Social-Media-Fans nach, in welchen Ländern die Menschen besonders sexy seien. In den Top 50 landete Deutschland gerade einmal auf dem 44. Platz! Einzig Amerikaner, Norweger, Slowenen, Belgier, Kroaten und Iren wurden als noch weniger attraktiv eingeschätzt. Unser Vorschlag: Vielleicht verpasst du dir beim nächsten Flirt einfach einen Akzent, der nach einer der 13 auf den Philippinen gesprochenen Sprachen klingt, noch besser nach dänisch und am allerbesten nach ukrainisch – das sind nämlich die Top 3-Länder.

4. So werden auch Männer mit angeblich nicht hungriger Begleitung satt

Der Besitzers des Restaurants “Mama D’s” hat auf einen Schlag ein Problem gelöst, das fast alle Pärchen kennen dürften. Am Ende futtert die Frau, die sich im Restaurant nur eine Kleinigkeit oder einen Salat bestellt hat, dem Mann sein Essen weg, der mit sehnsüchtigem Blick dessen Weg in den Rachen der Frau oder Freundin beobachtet und hungrig zurückbleibt. Bei “Mama D’s” kann man deshalb die Option “Meine Freundin hat eigentlich gar keinen Hunger” auswählen und bekommt dann eine extra Portion Pommes und entweder Chicken Wings oder Käse-Sticks zur eigenen Bestellung.

5. So kommt man auch bei der Arbeit zu seinem Bier

Es soll ja Menschen geben, die Bier nicht etwa trinken, weil es irgendwann auch scheppert, sondern wirklich und echt ganz alleine wegen des Geschmacks. Blöd, wenn man dann gerade noch im Büro sitzt oder beim Blick auf die Uhr feststellt, dass es noch nicht einmal Mittag ist. Die Lösung, auf die man schon viel früher hätte kommen können: Tee der australischen Brauerei Carlton & United, der genauso schmecken soll, wie ein erfrischendes kaltes Bier. Ganz ohne Alkohol und trinkbar übrigens mit oder ohne Milch. Mhm, alles klar.

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6. Niemand guckt so fies wie Kater Juno

Wer in den sozialen Netzwerken wahrgenommen werden will, liegt mit einem Katzenfoto zumindest nicht verkehrt. Auf Youtube, Instagram und Facebook bringen Katzen Millionen von Klicks, wobei in puncto Miesepetrigkeit lange Zeit Grumpy Cat niemand die Tatze reichen konnte. Doch auf Grumpy, Gott habe ihn selig, folgte 2019 Juno: Ein Kater aus New Jersey, der ständig guckt, als hätte man ihm gerade seine Mäusehirne in Aspik weggeklaut. Sein “Resting Bitch Face” mit den spooky gelben Augen ist mittlerweile legendär und erinnert so manchen User an andere, fiese Gestalten, wie sie etwa auf dem Eisernen Thron von “Game of Thrones” sitzen könnten:

Juno hat mittlerweile 188.000 Abonnenten und ist damit der ultimative Beweis für Social-Media-Nutzer, dass ein “Resting Bitch Face” weit besser ankommen kann als ein “Duckface”.

7. Glitzer verschönert wirklich ALLES

Abgesehen von Kindern erfreuen sich die meisten Menschen eher weniger am Endprodukt ihres Stuhlgangs, aber halt: Hiermit wird sogar das zum feierwürdigen Erlebnis. 2019 hat der Nahrungsergänzungshersteller WeAreFeel aus London Vitamin-Kapseln mit essbarem Glitzer auf den Markt gebracht, auf dass es in der Toilette schon funkeln möge.

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8. Hier finden trauernde Eisfans endlich Frieden

Wir alle kennen das Gefühl der Leere, wenn der heißgeliebte Lieblings-Joghurt, die Schokolade oder die beste Eissorte der Welt auf einmal nicht mehr produziert wird und uns vor dem Platz, auf dem er oder sie immer stand, in stiller Verzweiflung trauern lässt. Zumindest für Eis-Fans, speziell der Kreationen von Ben & Jerry‘s, gibt es aber einen Ort, an den sie mit all ihrem Gram kommen können: Der “Flavor Graveyard”, also der Friedhof der von uns gegangenen Eissorten, liegt im amerikanischen Waterbury und grenzt direkt an die Produktionsstätte des Eiscreme-Herstellers an.

An den rund 30 Grabsteinen kann man seine “verstorbenen” Lieblingssorten wie “Chocolate Chip Cookie Dough Frozen Yogurt”, oder “Crème Brulée” betrauern und sogar auf eine Wiederauferstehung hoffen: Fordern genug Fans über ein Online-Kontaktformular die Wiederbelebung, könnte die Sorte erneut ins Sortiment aufgenommen werden.

9. Klugscheißer leiden am Dunning-Kruger-Effekt

Sie reden ewig, halten sich für die Schlausten und sind quasi immun gegen die Argumente anderer. Egal, wie wenig Plan sie in Wirklichkeit haben – Klugscheißer denken immer, dass sie im Recht sind. Genau hier greift der Dunning-Kruger-Effekt, der nach den Psychologen David Dunning und Justin Kruger benannt ist. In einer Studie stellten sie fest, dass jene Probanden, die in einem Test besonders schlecht abschnitten, sich sogar als überdurchschnittlich gut einschätzten.

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10. Kiffer haben mehr Sex

Von wegen, Kiffer hängen nur kichernd in der Gegend herum und futtern haufenweise Schokoriegel. Forscher der University of Stanford haben herausgefunden, dass Cannabis-Konsumenten im Bett besonders aktiv sind. Wer regelmäßig zum Joint greift, hat nach Studienkentnissen 20 Prozent mehr Sex als Menschen, die ohne THC durchs Leben gehen. Das mehr an Sex erklären sich die Forscher dadurch, dass Cannabis Gehirnregionen stimuliert, die mit Aktivität und sexueller Erregung assoziiert sind.