Chemisch oder natürlich: Welches Peeling ist besser für die Haut?

Ein Peeling macht unsere Haut wieder rein, klar und zart. Doch Vorsicht: Wer die Produkte falsch benutzt, riskiert das genaue Gegenteil. Dermatologen warnen vor einer dauerhaften Schädigung der Haut.

Ein Peeling wirkt wie eine Tiefenreinigung für die Haut. Wenn man es richtig benutzt. (Symbolbild: Getty Images)

Der Sinn eines Peelings ist es, abgestorbene Hautzellen und andere Unreinheiten zu entfernen, um der Haut durch eine Tiefenreinigung Erholung zu gönnen. Man kann ein Peeling selber vornehmen oder professionell durch eine Kosmetikerin machen lassen. Auf dem schier unerschöpflichen Beauty-Markt gibt es endlos viele Produkte und sogar DIY-Rezepte, um der Haut wieder mehr Glanz zu verleihen.

Grob oder fein: Mechanisches Peeling

Das, was viele Frauen im Badezimmer stehen haben, ist ein sogenanntes mechanisches Peeling in Form einer Paste oder Gel. Es fühlt sich an, als würde man die Haut mit Sandpapier abschleifen. Und so funktionieren die Produkte auch: Sie tragen durch feine Putzpartikel die oberste Hautschicht ab. Die Partikel sind oft aus Ton- oder Heilerde, Nussschalen, Kernen oder Meersalz. Die pflanzlich basierten Putzkörper sind aber auch das Problem dieser Sorte Peeling.

Auch in Peelings: In diesen Kosmetikprodukten versteckt sich Mikroplastik

Nicht jedes Peeling ist gut für die Haut (Symbolbild: Getty Images)

Hautexpertin Susanne Kaufmann meint gegenüber Yahoo Style: “Stellen Sie sich Ihre Haut unter einem Mikroskop vor. Sie sehen, wie die Partikel die Haut straffen und Teile davon abtragen. Aber nach einer Weile sehen Sie, wie die Partikel, je nachdem, wie scharf diese sind, anfangen, die Haut zu zerstören. Fast wie ein Puder aus Glasscherben.“

Neben den mechanischen gibt es auch noch chemische Peelings.

Mit Säure: Chemisches Peeling

Statt natürlicher Putzkörper verwenden chemisch-basierte Peeling-Produkte bestimmte Säuren, wie etwa AHA (Fruchtsäure) und BHA (Beta-Hydroxysäure). Sie werden gern für von Akne geplagte Haut verwendet, da die Säuren tiefer in die Haut eindringen. Die sogenannten chemischen Fruchtsäure-Peelings werden dagegen nur von geschulten Kosmetikerinnen angeboten.

Egal ob natürlich oder chemisch: Richtig peelen ist das A und O

Natürliche Produkte oder doch lieber die Chemiekeule? Tatsächlich kommt es weniger auf das Produkt an, als vielmehr, wie man es benutzt. Wie so oft, gilt auch bei Beauty-Helfern: Viel hilft nicht immer viel. Wer denkt, dass er seiner Haut mit einem täglichen Peeling Gutes tut, irrt sich gewaltig. Und bezahlt die Prozedur mit gereizter, geschädigter Haut, die ihre natürliche Feuchtigkeitsbalance verloren hat. Ein Peeling sollte maximal zweimal die Woche angewendet werden, je nach Hautbeschaffenheit.

Schädlicher Schutzschild? Sonnencreme und Umwelt

“Bei jedem Peeling ist eine richtige Anwendung sehr wichtig, um eine Überreizung und Entzündung der Haut zu vermeiden. Nicht jedes Peeling ist für jede Haut geeignet“, erklärt Hautklinik-Besitzer Rahi Chadda Yahoo Style.

Wer sensible Haut hat, verträgt oft überhaupt kein Peeling, egal ob natürlich oder chemisch. Auch sollte ein Gesichtspeeling möglichst fein sein, da die Haut dort relativ dünn ist. Am Körper darf es dann ruhig etwas grobkörniger sein. Aber auch da gilt: Maßvoll anwenden ist der Schlüssel zu tiefenreiner Haut.

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