"Corona Care": So hilft sich Deutschland in der Krise

In einer Krise zeigt sich, wer an die Gemeinschaft denkt und wer nur die eigenen Vorteile im Kopf hat. Die Initiative “Corona Care: Deutschland hilft sich“ unterstützt Menschen, die aufgrund des Coronavirus zu den Risikogruppen zählen und in ihrem Alltag eingeschränkt sind. Mit Erfolg!

Andern zu helfen, hilft auch einem selbst dabei, nicht untätig zu sein. (Bild: Getty Images)

“Gemeinsam sind wir stark“ ist als Sprichwort wohl selten so angebracht wie jetzt. Man liest in den Nachrichten von groß angelegten Hamsterkäufen, bei denen sich die Menschen um das Klopapier streiten und von Diebstählen in Krankenhäusern, in denen das so dringend benötigte medizinische Schutzmaterial entwendet wurde.

Erfolgsgeschichten spenden Hoffnung

Es gibt aber auch ermutigende Geschichten. Von Menschen, die in der Krise zusammenhalten – wie bei “CoronaCare: Deutschland hilft sich“. Das ist eine Initiative von “Focus Online“ in Zusammenarbeit mit “watson“ und “t-online.de“, die Helfer und Bedürftige miteinander koordiniert. Freiwillige können Einkäufe tätigen, bei Online-Bestellungen helfen oder einfach nur zum Reden da sein.

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Aufruf nach Desinfektionsmittel für Risikopatientin

So werden regelmäßig Erfolgsgeschichten veröffentlicht, wie zum Beispiel die Situation der schwerkranken Christine Gorth, die auf der “CoronaCare“-Facebookseite einen Aufruf nach dringend benötigtem Desinfektionsmittel startete. Als chronisch Kranke sei sie aufgrund einer dauerhaft künstlichen Ernährung und Allergien auf ein spezielles Desinfektionsmittel angewiesen, das aber gerade kaum noch zu bekommen sei.

Zwei Tage nach ihrem Post kann Gorth die Resonanz kaum fassen. Bereits das erste Paket mit Desinfektionsmittel ist bei ihr angekommen. “Es ist der absolute Hammer. Ich bin komplett platt. Wow! Ich bin wirklich ununterbrochen online und erhalte Nachrichten. (…) Mir bedeutet das sehr viel!"

Risikopatientin Christine Gorth bekam durch "CoronaCare" Desinfektionsmittel. (Bild: Facebook/Christine Gorth)

Von Hilfsgruppe bis Hilfsplattform

Neben der schwerkranken Risikopatientin Gorth gibt es auch weitere Erfolgsgeschichten. Wie etwa die syrischen Brüder Ibo und Mostapha Mohamed aus Bamberg, die 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen und jetzt in einer Hilfsgruppe mit anderen ältere Menschen beim Alltag unterstützen. Oder der 15-jährige Noah Adler, der mit seiner Webseite “Coronaport.net” eine riesige neue Hilfsplattform geschaffen hat.

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