Nicht nur Toilettenpapier: Was die Deutschen in Coronazeiten am meisten einkaufen

Seit das Coronavirus ausgebrochen ist, kaufen die Deutschen die Regale leer. Aber was landet tatsächlich am meisten im Einkaufswagen? So viel sei gesagt: Verkaufsschlager ist nicht etwa das Toilettenpapier…

Hamsterkäufe sind seit dem Ausbruch des Coronavirus ein fast tägliches Bild. (Bild: Getty Images)

Nudeln, Mehl und natürlich die Rollen für das stille Örtchen: Die deutschen Verbraucher kaufen, als gäbe es kein Morgen mehr. Bilder leerer Supermarkt-Regale machen seit Wochen die Runde in den sozialen Netzwerken. Doch wird wirklich so viel mehr Toilettenpapier gekauft als sonst? Die Einkaufs-App Bring! hat das Einkaufsverhalten bei Artikeln des täglichen Bedarfs in den vergangenen Wochen analysiert. Mit erstaunlichen Ergebnissen.

Was die Deutschen besonders oft kaufen

Generell wird deutlich mehr eingekauft – und zwar nicht nur die “Hamster“-Produkte, wie Seife, Mehl oder Nudeln. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht aber nicht etwa das oft ausverkaufte Toilettenpapier. Am allermeisten kaufen die Verbraucher Konserven aller Art. Deren Absatz stieg in den letzten fünf Wochen laut Bring! um satte 2497 Prozent.

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Dicht gefolgt von einem Underdog, den wohl die wenigsten bei dem Shoppingwahn auf dem Schirm hatten: Blumenerde! Ihr Verkauf versechsfachte sich und stieg um ganze 515 Prozent. Seit in vielen Bundesländern Ausgangsbeschränkungen gelten wächst der Absatz besonders stark. Die Zeit zu Hause nutzen offenbar viele Verbraucher zum Verschönern von Balkon und Garten.

Mehr Alkohol und Süßigkeiten – aber auch Obst

Neben Gärtnern rüsten sich wohl auch viele für einen Streaming-Abend. Denn deutlich häufiger griffen die Deutschen auch zu Alkohol (36 Prozent mehr Bier und 61 Prozent mehr Wein) sowie Keksen (77 Prozent) und Schokolade (79 Prozent). Immerhin: Auch bei Obst und Gemüse gibt es einen Anstieg, besonders bei Äpfeln (36 Prozent), Bananen (28 Prozent) und Tomaten (33 Prozent).

Toilettenpapier wird nur moderat mehr gekauft

Und das so begehrte Toilettenpapier? Hier war der Absatz laut Bring! nur moderat gestiegen. Die Rollen landeten lediglich 33 Prozent häufiger im Einkaufswagen.

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