Coronavirus SARS-CoV-2: Die aktuellen Informationen im Liveblog

ACHTUNG: Dieser Liveblog wird nicht mehr aktualisiert. Den aktuellen Liveblog finden Sie unter diesem Link.

Die aktuellen Informationen zur Corona-Krise im Liveblog. (Bild: Getty)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Knapp 8600 (Todesfälle: 23)

  • Bayern verschiebt den Start der Abiturprüfungen

  • Bundes- und Landesregierungen reagieren mit Schließungen und Einschränkungen von Geschäften, Lokalen, Bildungseinrichtungen und Versammlungsorten

  • Offen bleiben Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte und andere Geschäfte für den täglichen Bedarf

  • Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus und holt gestrandete Deutsche zurück

  • EU einigt sich auf sofortigen Einreisestopp

  • Deutschland schließt Grenzen zu Österreich, Frankreich, Dänemark und der Schweiz

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+++ Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die wichtigsten Meldungen des Vortages +++ (Dienstag, den 17. März 2020) +++

+++ Merkel: Verfügbarkeit von Geld gewährleistet +++

(17.03.2020, 23:00 Uhr)

In der Corona-Krise ist die Verfügbarkeit von Geld nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewährleistet. Merkel sagte am Dienstagabend auf eine Frage, ob sich Menschen Sorgen machen müssten, dass Geld knapp werden könnte: "Es gibt keinerlei Anzeichen dafür." Sie wolle die Bürger aufrufen, sich an die offiziellen Mitteilungen zu halten. Man solle nicht den vielen Gerüchten Glauben schenken, die im Umlauf seien. "Wir tun alles, um wirklich transparent zu informieren. Und deshalb ist das gegenstandslos, was da an Befürchtungen ist."

Zuvor hatte auch die Bundesbank erklärt, die Versorgung der Menschen mit Scheinen und Münzen sei auch in der Coronavirus-Krise gesichert. "Das Bargeld wird in Deutschland nicht ausgehen", sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann am Dienstag in Frankfurt.

+++ Von der Leyen hofft auf Covid-19-Impfstoff vor Herbst +++

(17.03.2020, 21:41 Uhr)

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hofft EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen noch vor Herbst auf einen wirksamen Impfstoff gegen die Krankheit Covid-19. Die EU werde die Tübinger Firma CureVac bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen, bestätigte die CDU-Politikerin in einem am Dienstag auf Twitter verbreiteten Video. "Und ich hoffe sehr, dass wir so vor Herbst Impfstoffe auf dem Markt haben." Diese könnten viele Leben in Europa und dem Rest der Welt retten.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, und weitere Experten rechnen mit einem marktfähigen Impfstoff frühestens nächsten Frühling. Von der Leyen betonte am Dienstagabend auf Nachfrage einer Journalistin, CureVac sei sehr spezialisiert und weltweit führend auf dem Feld. Das Unternehmen selbst habe die Vorhersage gemacht, dass es bis zum Herbst eine wirksame Impfung haben könne. Von der Leyen betonte zudem, es gebe die Möglichkeit, bürokratische Prozesse, die normalerweise lange dauerten, zu beschleunigen.

Am Wochenende hatte es Berichte gegeben, wonach die USA exklusiv die Rechte an einem Impfstoff gegen das Coronavirus von CureVac erwerben wollten. Die finanzielle Unterstützung der EU könnte in Form einer EU-Garantie für ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank kommen, wie die EU-Kommission bereits am Montag mitgeteilt hatte.

Das Biotech-Unternehmen hatte der "Schwäbischen Zeitung" mitgeteilt, eine Übernahme durch ein amerikanisches Unternehmen oder durch die USA stehe nicht im Raum. Seit Januar forscht CureVac an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. (dpa)

+++ Coronavirus: Erster Todesfall in Schleswig-Holstein +++

(17.03.2020, 21:29 Uhr)

Erstmals ist in Schleswig-Holstein ein Mensch an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen 78-Jährigen, der im Universitätsklinikum in Lübeck starb. Dies teilte das Klinikum am Dienstag mit.

Update: Der Patient habe an Speiseröhrenkrebs gelitten, teilte das Klinikum in einer späteren Mitteilung mit. “Man kann nicht sagen, welche Rolle das Virus im Geschehen des Sterbens gespielt hat”, sagte der Sprecher des Klinikums. Alle engen Kontaktpersonen seien identifiziert und alle Isolierungsmaßnahmen eingeleitet, hieß es. (dpa)

+++ Bundesregierung setzt Rückholaktion für Zehntausende Deutsche fort +++

(17.03.2020, 21:22 Uhr)

Die Bundesregierung setzt am Mittwoch ihre Rückholaktion für Zehntausende deutsche Touristen fort, die wegen der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Die erste von der Bundesregierung dafür gemietete Chartermaschine der Lufthansa war bereits am Dienstagnachmittag nach Manila gestartet, der zweite Abflug in die philippinische Hauptstadt war für den Dienstagabend geplant. Insgesamt will die Regierung so schnell wie möglich 30 bis 40 Maschinen auf den Weg in die Urlaubsgebiete bringen. Es ist die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

Betroffen sind vor allem Urlauber in Marokko, der Dominikanischen Republik, auf den Philippinen, in Ägypten, auf den Malediven, Malta und in Argentinien. Nach Schätzungen des Auswärtigen Amts sind noch weit mehr als 100 000 Deutsche im Ausland unterwegs. Die "Luftbrücke" soll bis weit in die nächste Woche dauern. Für die Flüge will die Regierung bis zu 50 Millionen Euro ausgeben. (dpa)

+++ Paris applaudiert Ärzten und Pflegepersonal +++

(17.03.2020, 21:15 Uhr)

Um sich bei Ärzten und Pflegepersonal in ihrem Kampf gegen das Coronavirus zu bedanken, haben am Dienstagabend die Pariser applaudiert. Um 20 Uhr war für einige Minuten Klatschen und Rufen von den Balkonen und aus den offenen Fenstern der französischen Hauptstadt zu hören. Zu der Aktion war zuvor in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #OnApplaudit (auf Deutsch “Wir applaudieren”) aufgerufen worden.

In Frankreich gilt seit Dienstagmittag eine landesweite 15-tägige Ausgangssperre. In den vergangenen Tagen hatte es bereits ähnliche Aktionen in Spanien, Italien und Griechenland gegeben. (dpa)

+++ Belgien beschließt fast dreiwöchige Ausgangssperre +++

(17.03.2020, 20:52 Uhr)

In Belgien gilt von Mittwochmittag an eine fast dreiwöchige Ausgangssperre. Ausnahmen gebe es nur für unbedingt nötige Dinge, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer stundenlangen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Dienstagabend in der Hauptstadt Brüssel, wo auch zahlreiche EU-Institutionen ihren Sitz haben. (dpa)

Für Nicht-EU-Bürger gilt ab sofort ein Einreiseverbot. Betroffene werden an den Flughäfen abgewiesen. (Bild: dpa)

+++ Deutschland wird Einreiseverbot in EU sofort umsetzen +++

(17.03.2020, 20:44 Uhr)

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat zur Eindämmung der Infektionsgefahr durch das Coronavirus ein faktisches Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger angeordnet. Es soll zunächst für 30 Tage gelten. Wie das Innenministerium am Dienstagabend mitteilte, betrifft das Verbot alle Flüge und Schiffsreisen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben.

Zuvor hatten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten auf zusätzliche Einreisebeschränkungen für den Schengenraum verständigt. Kanzlerin Angela Merkel sagte am Abend, bis auf ganz wenige Ausnahmen würden das alle Länder nun so in Kraft setzen. "Deutschland wird das sofort umsetzen."

Ausnahmen gibt es laut Bundesinnenministerium für Drittstaatangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat. Wer einen dringenden Einreisegrund hat - beispielsweise eine Beerdigung oder einen Gerichtstermin - muss dafür die entsprechenden Nachweise mitführen.

Staatsangehörigen von EU-Staaten und ihren Angehörigen wird die Durchreise durch Deutschland gestattet. Das gilt auch für Bürger aus Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz.

Deutschland und die anderen EU-Staaten reagieren damit auch auf eine am Montag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gegebene Empfehlung.

Seit Montagfrüh gelten bereits Einreisesperren an den Grenzen zu fünf Nachbarländern Deutschlands: Österreich, Luxemburg, Frankreich, Dänemark und die Schweiz.

Seehofer hatte schon Ende Februar darauf gedrungen, den Reiseverkehr nach Deutschland einzuschränken, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland einzudämmen. (dpa)

+++ EU-Gipfel verspricht jede verfügbare Hilfe für die Wirtschaft +++

(17.03.2020, 20:27)

In der Corona-Krise haben die EU-Staats- und Regierungschefs der europäischen Wirtschaft jede verfügbare Hilfe zugesagt. “Was immer nötig” sei, werde gegen die Folgen der Krise getan, sagte EU-Ratschef Charles Michel am Dienstagabend. (dpa)

+++ Merkel: EU stemmt sich gegen wirtschaftliche Corona-Folgen +++

(17.03.2020, 20:10 Uhr)

Die EU will sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel “entschieden” gegen wirtschaftliche Folgen der Corona-Krise stemmen. Dazu gehöre entscheidend die Bewegungsfreiheit für Güter und Waren im Binnenmarkt, sagte Merkel am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs zur Coronakrise. Dies sei wichtig, damit die Zulieferung von Teilen etwa für die Autoindustrie gewährleistet sei. Man müsse generell mit “sehr ernsten” Konsequenzen für die Wirtschaft durch die Epidemie rechnen.

Merkel sagte mit Blick auf Grenzkontrollen, derzeit gebe es einige Schwierigkeiten, deswegen sollten nun spezielle Spuren für den Güter- und Warenverkehr eingerichtet werden. (dpa)

+++ Notfallplan für Kliniken - Mehr Betten durch Umbau von Hallen +++

(17.03.2020, 18:39 Uhr)

Angesichts steigender Zahlen an Corona-Infizierten wollen Bund und Länder die stationäre Krankenhausversorgung ausweiten. Um Kliniken zu entlasten, die sich auf den Aufbau von Intensivkapazitäten konzentrieren, müssten an anderen Kliniken und gegebenenfalls provisorischen weiteren Standorten wie Hotels oder umgerüsteten Hallen zusätzliche Betten- und Behandlungskapazitäten - bis hin zur Verdoppelung - aufgebaut werden. Das geht aus einem “Grobkonzept Infrastruktur Krankenhaus” hervor, auf das sich Bund und Länder am Dienstag verständigt haben.

Danach sollen unter anderem Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größere Hallen umgerüstet werden, um dort die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zu versorgen. Notfalls sollen dazu Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk oder auch andere Dienste herangezogen werden. “Dies entlastet dann die Krankenhäuser für schwerere Verläufe”, heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zur Steigerung der Beatmungskapazität plane das Bundesgesundheitsministerium mit den Gesundheitsministern der Länder bis Anfang nächster Woche, wann die vom Bund beschafften Beatmungsgeräte unterschiedlicher Kategorien wo eingesetzt werden können. “Weitere Beschaffungen seitens der Länder und Kliniken sind davon ausdrücklich unbenommen.”

Die Länder sollten mit ihren Kliniken, die über Intensivkapazitäten verfügen, Pläne erarbeiten, um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen. Alle Kliniken und Einrichtungen des Gesundheitswesens sollten “ihre Lagerbestände, Altbestände und "Keller" durchforsten” nach Betten, Liegen oder Beatmungsgeräten, die zusätzlich genutzt werden könnten, heißt es weiter.

Jede Klinik sollte auch vorausschauende Personalplanung betreiben: vorhandenes Personal zusätzlich für einen etwaigen Einsatz im Intensivbereich schulen. Auch sollten Konzepte entwickelt werden für den Einsatz von Medizinstudenten höherer Semester, sowie für den Einsatz von Ärzten und Pflegekräften, die sich aus dem Ruhestand oder anderen Bereichen zur Unterstützung zur Verfügung stellen.

Die Länder sollten zudem Kontakt zu den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung aufnehmen und gemeinsame Konzepte entwickeln, wie dort beschäftigte Ärzte und Pflegekräfte in der akuten Versorgung unterstützen könnten. (dpa)

+++ Experten gehen von bereits 55 000 Infizierten in Großbritannien aus +++

(17.03.2020, 18:17 Uhr)

In Großbritannien haben sich nach offiziellen Schätzungen bereits 55 000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Nachgewiesen wurde die Infektion aber erst bei 1950 Menschen bis Dienstagmorgen. Dies entspreche einem Anstieg von 26 Prozent binnen 24 Stunden, berichteten Regierungsberater aus der Forschung in London. Ziel sei es, die Zahl der Toten unter 20 000 zu halten, sagte der Mediziner Patrick Vallance im Parlament. «Das wäre ein gutes Ergebnis.» Dennoch sei auch das immer noch schrecklich.

Kritiker hatten Premierminister Boris Johnson zuvor vorgeworfen, mit zu laschen Maßnahmen auf das grassierende Coronavirus zu reagieren. Verschiedene Prognosen gingen von etwa 200 000 bis 500 000 Toten aus. Die Regierung wollte mit kleineren Schritten verhindern, dass der Ausbruch zu stark unterdrückt wird und im Herbst mit voller Wucht zurückkehrt. Am Montag legte Johnson dann nach und rief die Briten auf, unter anderem unnötige soziale Kontakte und Reisen zu vermeiden. Besuche von Pubs, Restaurants und Theater sollten unterbleiben.

«Wir sind in einen Krieg gegen diese Krankheit verwickelt, den wir gewinnen müssen», sagte Johnson am Dienstag im Kabinett. In den kommenden Wochen erwarten die Experten jedoch einen gewaltigen Anstieg der Ansteckungen. Das Problem: Der staatliche Gesundheitsdienst NHS ist seit vielen Jahren überlastet und marode. Es mangelt an Personal, Betten und vor allem an Beatmungsgeräten, die vielen Lungenkranken das Leben retten könnten. «Die nächsten Wochen und Monate werden außerordentlich schwer für den NHS in allen vier Landesteilen», hatte Regierungsberater Professor Chris Whitty betont.

+++ Mehr als 8000 Krankenhausmitarbeiter in Norwegen in Quarantäne +++

(17.03.2020, 18:17 Uhr)

In Norwegen sind tausende Mitarbeiter der Krankenhäuser in Quarantäne. Allein in der Region Südost, die die Hauptstadt Oslo einschließt, können 4000 Angestellte nicht zur Arbeit kommen, weil sie sich mit dem Virus Covid-19 angesteckt haben könnten. Bei 62 Mitarbeitern war das Virus festgestellt worden, teilte die zuständige Gesundheitsverwaltung am Dienstag mit. Nach Recherchen des norwegischen Fernsehsenders TV2 sind landesweit mehr als 8000 der insgesamt rund 120 000 Krankenhausangestellten zurzeit isoliert. In Norwegen waren am Dienstag 1308 Fälle von Covid-19 registriert, drei Menschen starben.  

+++ Coronavirus-Pandemie erwischt Flaggschiffe der Industrie +++

(17.03.2020, 18:00 Uhr)

Von Volkswagen und Audi über Daimler, Ford und Opel bis zu Airbus: Die Coronavirus-Pandemie erwischt nun auch mit Wucht Flaggschiffe der Industrie. Bänder stehen für Tage oder Wochen still. Begründet wird das teils mit sinkender Nachfrage und Störungen in Lieferketten, aber auch mit dem Schutz der Belegschaften vor Infektionen. “Oberstes Ziel ist es, die Ausbreitung des Coronavirus so stark wie möglich zu verlangsamen”, sagte etwa VW-Chef Herbert Diess.

Produktionsstopps dürften auch Folgen für die Zulieferer der Industrieriesen etwa im Maschinenbau und der Chemie haben - und für den Geldbeutel der Beschäftigten, auf die nun in großem Stil Kurzarbeit zukommt. Die IG Metall verlangt für Arbeiter finanzielle Zuschüsse. “Andernfalls drohen den Produktionsbeschäftigten bei Kurzarbeit Verluste beim Nettoentgelt bis zu 40 Prozent”, sagte Gewerkschaftschef Jörg Hofmann am Dienstag. (dpa)

+++ Touristen dürfen ab Mittwoch nicht mehr nach Schleswig-Holstein +++

(17.03.2020, 17:28 Uhr)

Aus Angst vor Ausbreitung des Coronavirus dürfen Touristen Schleswig-Holstein von diesem Mittwoch an nicht mehr betreten. Das beschloss die Landesregierung am Dienstag, wie Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) berichtete. Zuvor hatte NDR Schleswig-Holstein berichtet. Zugleich schließt das Küstenland, das traditionell von vielen Touristen besucht wird, auch alle Restaurants. Diese dürfen nur noch außer Haus verkaufen, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Sondersitzung seines Kabinetts mitteilte. (dpa)

+++ Fast 8600 Coronavirus-Nachweise in Deutschland - 23 Tote +++

(17.03.2020, 17:11 Uhr)

In Deutschland sind bislang knapp 8600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 3300, Bayern mit mehr als 1300 und Baden-Württemberg mit mehr als 1100 Fällen. 23 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten. (dpa)

+++ Daimler stoppt Großteil der Produktion in Europa +++

(17.03.2020, 17:11)

Der Autobauer Daimler stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus einen Großteil seiner Produktion in Europa. Die Maßnahme beginne noch in dieser Woche und dauere zunächst zwei Wochen, teilte der Konzern am Dienstag mit. (dpa)

+++ Bundesweit zahlreiche Kinos ab sofort geschlossen +++

(17.03.2020, 16:44 Uhr)

Immer mehr Kinos in Deutschland bleiben wegen der aktuellen Coronavirus-Situation ab sofort geschlossen. So teilten unter anderem die Ketten Cinemaxx und Cinestar am Dienstag mit, dass alle ihre Kinos von der sofortigen Schließung betroffen sind. Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Kino, sagte der Nachrichtenagentur dpa: “Möglicherweise gibt es einige Kinos, die noch geöffnet haben. Aber ich gehe davon aus, dass in ein bis zwei Tagen bundesweit wirklich alle geschlossen sind.”

Wie lange die neue Regelung in Kraft bleiben soll, ist nicht einheitlich geregelt. Die Ansagen seien sehr unterschiedlich, sagte Bräuer. In Berlin sei angekündigt, dass die Kinos bis Mitte April geschlossen bleiben, in Baden-Württemberg sei sogar die Rede von Schließungen bis Mitte Juni. Genau könne das derzeit aber niemand sagen. Cinemaxx erklärte, dass die Schließungen “basierend auf den Vorgaben der lokalen Behörden” erfolgen. Danach richteten sich auch die Zeiträume der Schließungen. Cinestar, wo 52 Standorte betroffen sind, teilte das ebenfalls mit: “Die Dauer der Schließung ist uneinheitlich – je nach Auflage des Bundeslandes.” In Deutschland gibt es den Angaben zufolge rund 4000 Leinwände in mehr als 700 Kinos.

Viele Kinos bieten ihren Besuchern schon Ersatz. “Bereits gekaufte Tickets werden selbstverständlich erstattet”, hieß es bei Cinestar. Gäste, die Tickets im Vorverkauf erworben haben, sollen sich per Mail melden unter info@cinestar.de. Die Yorck-Kinogruppe in Berlin hingegen bietet ihren Dauerkarten-Besitzern einen kostenlosen, dreimonatigen Zugang für den Streamingdienst Mubi an. Auch die Kinokette UCI hat ihre Abo-Inhaber im Blick. “Unlimited Card-Besitzer werden in den nächsten Tagen automatisch per Mail über den weiteren Vorgang benachrichtigt”, erfahren Anrufer dort durch eine Band-Ansage.

+++ Bosnien verhängt Ausnahmezustand +++

(17.03.2020, 16:26 Uhr)

Bosnien-Herzegowina hat am Dienstag zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie den Ausnahmezustand verhängt. Das Kabinett von Ministerpräsident Zoran Tegeltija entschied dies auf Grundlage des geltenden Katastrophenschutzgesetzes. Der Ausnahmezustand gibt Regierung und Behörden zusätzliche Rechte, um Schaden von Bürgern und ihrem Eigentum abzuwenden.

Die weitgehend autonome serbische Landeshälfte hatte für sich bereits am Montag den Ausnahmezustand verhängt. Bosnien ist seit dem Krieg in den 1990er-Jahren in die muslimisch-kroatische Föderation und die Serbische Republik unterteilt. Bis zum Dienstag waren in dem Land nach offiziellen Angaben bis zum Dienstag 21 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. (dpa)

+++ Luxemburgs Regierungschef ruft Notstand aus +++

(17.03.2020, 16:25 Uhr)

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hat Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel am Dienstag den nationalen Notstand ausgerufen. “Das ist ein außergewöhnliches Instrument, aber es ist nötig, um die Krise schnellstmöglich in den Griff zu bekommen”, sagte er vor dem Abgeordnetenhaus in Luxemburg. Er berief sich auf einen bisher noch nie angewendeten Artikel der luxemburgischen Verfassung, wonach der Großherzog im Fall einer “internationalen Krise” für maximal drei Monate auch Maßnahmen anordnen kann, die bestehendem Recht widersprechen.

“Bleibt so viel es geht und so lang es geht daheim”, sagte Bettel an die gut 600.000 Bewohner des Großherzogtums gerichtet. “Habt keinen Kontakt mit anderen Leuten.” Er wisse, dass viele Luxemburger Lust hätten, gemeinsam in die Natur zu gehen oder mit anderen ein Picknick zu machen: “Das ist alles falsch. Sie müssen verstehen, dass die direkten sozialen Kontakte auf ein Minimum reduziert werden müssen.” Ausnahmen von der Aufforderung, daheim zu bleiben, gelten für den Weg zur Arbeit, dringende medizinische Termine, den Einkauf von Lebensmitteln oder andere wichtige Angelegenheiten. Bettel versicherte: “Der Staat und die Institutionen funktionieren weiterhin.”

Derzeit gibt es nach Angaben von Gesundheitsministerin Paulette Lenert 140 Corona-Infizierte im Land, von denen sechs in Krankenhäusern behandelt werden. Am Montag waren es noch 81 Infizierte. Die Ministerin sagte, Gesundheitsmaterial sei in großem Umfang gestohlen worden: “So schnell kann man gar nicht gucken.” Deshalb sei jetzt die Armee eingesetzt worden, um Lager mit wichtigem Material «bis zu dem Zeitpunkt, an dem es gebraucht wird, zu sichern». Nähere Angaben machte sie nicht. (dpa)

+++ Putin: Russische Behörden haben die Coronakrise im Griff +++

(17.03.2020, 15:53 Uhr)

Die Ausbreitung des hochansteckenden Coronavirus ist in Russland nach Darstellung von Kremlchef Wladimir Putin unter Kontrolle. “Trotz des hohen Risikos ist die Situation im Großen und Ganzen unter Kontrolle”, sagte Putin am Dienstag bei einer Sitzung seines Krisenstabes in Moskau. Krankenhäuser, Ärzte und medizinisches Personal seien aber in hoher Alarmbereitschaft. In Russland sind nach offiziellen Zahlen bislang erst 114 Fälle (Stand Dienstagnachmittag) bekannt.

Grund für die relativ geringe Infektionszahl im größten Land der Erde seien die strengen vorbeugenden Maßnahmen in den Regionen und auch landesweit, sagte der Kremlchef. “In den ersten Wochen der weltweiten Pandemie haben wir es noch geschafft, die Massenausbreitung in Russland einzudämmen.” Die Vize-Regierungschefin warnte jedoch davor, jetzt zu entspannen und die Maßnahmen zu lockern.

Eine Quarantäne für die Millionenstadt Moskau - mit schätzungsweise rund 15 Millionen Einwohnern - sei bislang nicht geplant, hieß es von der Stadtverwaltung. Russland hatte bereits vor Wochen die mehr als 4000 Kilometer lange Grenze zum Nachbarland China geschlossen; auch die Grenze für alle einreisenden Ausländer sollte dicht gemacht werden. Alle Sportveranstaltungen wurden abgesagt, und in Moskau sollen die Schüler zu Hause bleiben.

Gleichzeitig gibt es Berichte, dass die eigentliche Zahl der Infektionen in Russland wegen fehlender Tests deutlich höher sein könnte. Zudem könnten die russischen Tests nicht sicher sein. Putin betonte, man solle nicht auf Spekulationen und Gerüchte hören. (dpa)

+++ Auch VW-Tochter Skoda stoppt vorübergehend Produktion +++

(17.03.2020, 15:42 Uhr)

Nach der Konzernmutter Volkswagen hat auch das tschechische Tochterunternehmen Skoda einen vorübergehenden Produktionsstopp beschlossen. Die Werke Mlada Boleslav, Kvasiny und Vrchlabi werden am Mittwoch um 22.00 Uhr heruntergefahren, wie aus einem Brief der Firmenleitung an die Mitarbeiter vom Dienstag hervorgeht. Die Maßnahme gilt zunächst für rund zwei Wochen. Die Beschäftigten erhalten zu Beginn des Produktionsstopps 70 Prozent ihres Durchschnittseinkommens, in der zweiten Woche 75 Prozent. Skoda finanziert dies zunächst aus eigenen Mitteln.

Grund sind die Sorgen wegen einer möglichen weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und den wirtschaftlichen Folgen für die Absatzmärkte. In den tschechischen Skoda-Fabriken arbeiten rund 37.000 Beschäftigte. Damit ist der Autobauer der größte Arbeitgeber in dem EU-Mitgliedstaat. In Tschechien gibt es nach Behördenangaben 396 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. (dpa)

+++ Queen sagt Gartenpartys ab +++

(17.03.2020, 15:35 Uhr)

Die Garten-Partys der Queen (93) im Buckingham-Palast sind wegen der Coronavirus-Krise abgesagt worden. Etwa 8000 Gäste wurden zu jedem Treffen auf dem Rasen ihrer offiziellen Residenz in London erwartet. Die jährlichen Partys, zu denen auch viele Senioren kommen, finden zwischen Mai und Juli statt. Bei jeder Veranstaltung werden etwa 27.000 Tassen Tee getrunken sowie 20.000 kleine Sandwiches und 20.000 Stück Kuchen verputzt.

Bei drei Partys ist Königin Elizabeth II. die Gastgeberin, bei zwei sind es Wohltätigkeitsorganisationen. Die Queen wird ihre Osterferien nun eine Woche früher beginnen und ins Schloss Windsor zurückkehren, wie der Buckingham-Palast am Dienstag mitteilte. Bereits zuvor waren Reisen der Monarchin in England und ihres Thronfolgers Prinz Charles (71) mit seiner Frau Camilla (72) ins Ausland abgesagt worden. (dpa)

+++ Berlin plant Krankenhaus für Coronavirus-Patienten auf Messegelände +++

(17.03.2020, 15:14 Uhr)

Berlin soll ein eigenes Krankenhaus für Covid-19-Patienten bekommen. Es soll auf dem Gelände der Messe Berlin Platz für bis zu 1000 Patienten bieten und in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr entstehen, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag nach der Sitzung des Senats mitteilte. (dpa)

+++ Deutscher Alpenverein: Berghütten sollen schließen +++

(17.03.2020, 15:02 Uhr)

Alle Berghütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) sollen wegen des Coronavirus den Betrieb einstellen. “Wir empfehlen allen Hüttenwirten, zu schließen”, sagte DAV-Sprecher Thomas Bucher am Dienstag. Zuständig seien aber die einzelnen Sektionen. “Wir haben sehr viele Anfragen bekommen von Wirten, wie sie mit der Situation umgehen sollen”, so Bucher. Nun gebe es die behördliche Anweisung zu Hotels und Gastronomiebetrieben, die auch die DAV-Hütten in Bayern betreffe. Die Häuser des DAV in Österreich sind schon seit einigen Tagen geschlossen. (dpa)

+++ Hilfsorganisationen: Flüchtlingslager wegen Coronakrise räumen +++

(17.03.2020, 15:01 Uhr)

Angesichts der Coronakrise hat ein Bündnis aus Hilfsorganisationen die Europäische Union zum Handeln in der Flüchtlingspolitik aufgefordert. “Die Flüchtlingslager müssen sofort evakuiert werden und der Schutz und die medizinische Versorgung der Menschen sichergestellt werden”, sagte die Referentin für Flucht und Migration der Hilfsorganisation Medico International, Ramona Lenz, am Dienstag in Frankfurt. Die Organisation veröffentlichte den Appell auf ihrer Webseite.

Das Bündnis warf der EU vor, dafür verantwortlich zu sein, dass Zehntausende Menschen in Flüchtlingslagern schutzlos der Pandemie ausgeliefert seien. “Die Verantwortlichen müssen jetzt sofort handeln”, sagte Lenz. Bei einem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 in den Lagern drohe eine Katastrophe. Die Initiatoren riefen auch dazu auf, den Flüchtlingspakt von EU und Türkei zu beenden. (dpa)

+++ Corona-Tarifvertrag für McDonalds, Burger King und Co +++

(17.03.2020, 14:58 Uhr)

Die Beschäftigten bei McDonalds, Burger King und Co. bekommen während der Coronavirus-Krise mehr Geld im Fall von Kurzarbeit. Die Entgelte werden über das normale Kurzarbeitergeld hinaus auf 90 Prozent des alten Nettoeinkommens aufgestockt, zudem verzichten die Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen, wie der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Dienstag mitteilten. Das sei der Inhalt einer Zusatzvereinbarung zum erst kürzlich geschlossenen Tarifvertrag für die rund 120.000 Beschäftigten der Systemgastronomie-Branche.

“Uns war es wichtig, dass wir den drohenden Einkommensverlust bei Kurzarbeit für die Beschäftigten mit der Regelung etwas abfedern können”, sagte der stellvertretende NGG-Vorsitzende Freddy Adjan. “Vor allem haben wir es geschafft, einen Kündigungsschutz zwei Monate über die Laufzeit der Kurzarbeit hinaus zu vereinbaren.” Das sichere das Einkommen für Tausende Beschäftigte. (dpa)

+++ Urlauber-Exodus von den Inseln +++

(17.03.2020, 14:56 Uhr)

Auf den nordfriesischen Inseln hat am Dienstag nach der angeordneten Sperrung für Touristen wegen des Coronavirus die Zahl der Urlauber weiter abgenommen. “Es ist schon deutlich leerer geworden”, sagte Ann-Kathrin Meyerhof von Föhr Tourismus. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.), die zu den Inseln Föhr und Amrum fährt, sei am Montag mit drei Zusatzfähren gefahren, sagte W.D.R.-Betriebsleiter Nick Obert am Dienstag. “Heute ist es ähnlich.”

Auch von Sylt waren viele Gäste bereits am Montag abgereist. “Das wird sich heute und morgen fortsetzen”, sagte Jutta Vielberg von Sylt Marketing. Die überwiegende Anzahl der Gäste finde die Anordnung richtig. Nach Angaben der Polizei ist der Rückreiseverkehr von den Inseln bisher unauffällig. Die Beamten kontrollieren unter anderem an den Fähranlegern, der Autoverladestation in Niebüll sowie an den Bahnhöfen in Westerland und Niebüll, ob sich Urlauber unter die Reisenden mischen. Auch die Anreise per Flugzeug nach Sylt wird kontrolliert. (dpa)

+++ Deutsche Urlauber sitzen in Kapstadt auf Kreuzfahrtschiff fest +++

(17.03.2020, 14:40 Uhr)

Rund 1300 Urlauber vor allem aus Deutschland und Österreich sitzen im Hafen der südafrikanischen Stadt Kapstadt auf dem Kreuzfahrtschiff “Aida Mira” fest. Für sie sind nach Angaben der Reederei Rückflüge gebucht, die jetzt allerdings zu verfallen drohen. Das Schiff war am Vortag in den Hafen gelassen worden, nachdem am Wochenende laut Reederei schlechtes Wetter ein Einlaufen verhindert hatte. Im Hafen wurden sechs Passagiere von den lokalen Gesundheitsbehörden gebeten, sich “zur Abklärung eines Sachverhaltes” an Land zu begeben. Dabei war es “um die Überprüfung von möglichen früheren Kontaktfällen” gegangen. Die übrigen Passagiere dürfen nun das Schiff nicht verlassen, bis die Ergebnisse der sechs Verdachtsfälle vorliegen. Das kann zwei bis drei Tage dauern.

Laut Reederei hatten die sechs Personen in der vergangenen Woche keinerlei Symptome gezeigt. Wie andere afrikanische Länder will auch Südafrika angesichts der Ausbreitung des Coronavirus seine Häfen künftig für Kreuzfahrtschiffe sperren. Der Kap-Staat gilt mit jährlich knapp 350.000 deutschen Urlaubern als beliebte Destination. (dpa)

+++ Erste Anfragen von Unternehmen nach staatlicher Liquiditätshilfe +++

(17.03.2020, 14:37 Uhr)

Geschäftsbanken und die staatliche Förderbank KfW bereiten sich auf die Umsetzung des unbegrenzten Kreditprogramms für Unternehmen in der Coronavirus-Krise vor. Die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, sagte am Dienstag in Frankfurt, erste Kunden hätten nach den Programmen gefragt. Weitere Informationen werden für Freitag erwartet.

Die Bundesregierung will in der Coronavirus-Krise Unternehmen mit unbegrenzten Kreditprogrammen helfen. Firmen müssen die Unterstützung über ihre Bank beantragen. Informationen dazu gibt es auf der KfW-Homepage. Die Förderbank bietet den Geschäftsbanken je nach Programm an, 70 bis 80 Prozent des Kreditrisikos zu übernehmen. Das soll den Finanzinstituten die Vergabe von Darlehen erleichtern. Die Förderbank erhält dafür staatliche Garantien. (dpa)

+++ Nach Flixbus stellt auch Blablabus den Verkehr ein +++

(17.03.2020, 14:23 Uhr)

Das Fernbusunternehmen Blablabus stellt den Betrieb aufgrund des neuartigen Coronavirus ab Mittwochmorgen ein. Zuvor hatte schon Konkurrent Flixbus angekündigt, ab Mitternacht keine Busse mehr in, von und nach Deutschland fahren zu lassen. “Blablabus setzt aufgrund der aktuellen Situation alle innerdeutschen und internationalen Linien mit Wirkung ab dem 18. März um 7:00 Uhr aus”, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. “Danach wird bis auf Weiteres kein Blablabus mehr verkehren.”

Der Mitfahrdienst Blablacar, über den Kunden Mitfahrgelegenheiten bilden können, bleibt davon unberührt. Die Blablacar-Plattform werde “weiterhin für diejenigen zur Verfügung stehen, die unbedingt reisen müssen”, hieß es. (dpa)

+++ Bundesbank: Versorgung mit Bargeld ist sichergestellt +++

(17.03.2020, 14:18 Uhr)

Die Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld ist nach Angaben der Deutschen Bundesbank auch in der Coronavirus-Krise gesichert. “Das Bargeld wird in Deutschland nicht ausgehen, unsere Tresore sind prall gefüllt, die Logistik stimmt”, sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann am Dienstag in Frankfurt. Das gelte auch für den Fall, dass sich das Virus weiter ausbreite und zusätzliche Maßnahmen deswegen getroffen würden. Beermann betonte zugleich, von Scheinen und Münzen gehe kein besonderes Ansteckungsrisiko aus.

Hauptübertragungsweg des Corona-Virus seien Tröpfcheninfektionen durch Husten, Niesen, aber auch Sprechen, ergänzte der Infektiologe und Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk. Wenn das Virus über Geldscheine oder Lappen übertragen würde, wären die Fallzahlen höher, sagte Gottschalk.

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hatte bereits versichert, die Bevölkerung könne darauf vertrauen, dass sie “mit Bankdienstleistungen wie gewohnt versorgt wird”: Der Zahlungsverkehr mit allen Bezahlmöglichkeiten werde unverändert aufrecht gehalten, Geldautomaten würden ausreichend mit Bargeld bestückt. Die Bankmitarbeiter sollen für ihre Kunden weiter erreichbar seien - gegebenenfalls im Home Office. (dpa)

+++ Friedrich Merz mit Coronavirus infiziert +++

(17.03.2020, 14:05 Uhr)

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. «Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen», sagte Merz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. (dpa)

+++ Spahn: Corona-Ausbreitung hat mit Rückkehrern aus Skiurlaub zu tun +++

(17.03.2020, 14:05 Uhr)

Die aktuelle Verbreitung des Coronavirus geht nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auch auf Kontakte in Skigebieten zurück. “Das Ausbruchsgeschehen, das wir im Moment haben, hat viel zu tun mit den Rückkehrern aus dem Skiurlaub”, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in München. Er verwies etwa auf Südtirol, Österreich und die Schweiz.

Das Risiko, das aus dem regen Austausch in Skigebieten entstanden sei, solle man nicht unterschätzen. Etwa auch das Ausbruchsgeschehen in Dänemark habe damit zu tun. Spahn bekräftigte daher den Aufruf an Heimkehrer aus diesen Skigebieten, möglichst zwei Wochen zu Hause zu bleiben. (dpa)

+++ Coronavirus-Update von Armin Laschet +++

(17.03.2020, 13:55 Uhr)

Die heutige Pressekonferenz von Ministerpräsident Armin Laschet und der NRW-Landesregierung zum Nachschauen:

+++ EM wird auf Sommer 2021 verschoben +++

(17.03.2020, 13:52 Uhr)

Die Fußball-EM 2020 soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge in den Sommer 2021 verlegt werden. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union haben am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt, wie unter anderem das ZDF berichtete. In einer weiteren Videokonferenz müssen die 55 UEFA-Mitgliedsverbände die Verlegung aufgrund der Coronavirus-Pandemie absegnen, ehe das UEFA-Exekutivkomitee die endgültige Entscheidung treffen kann. Ursprünglich sollte das paneuropäische Turnier in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli ausgetragen werden. (dpa)

+++ UN: Humanitäre Hilfe durch Coronavirus-Ausbreitung bedroht +++

(17.03.2020, 13:49 Uhr)

Die humanitäre Hilfe für Millionen Menschen auf der Welt ist nach Angaben der Vereinten Nationen durch die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 bedroht. “Mehr als 100 Millionen Menschen verlassen sich auf die Hilfe der humanitären UN-Organisationen”, sagte der Sprecher des UN-Nothilfebüros (OCHA), Jens Laerke, am Dienstag in Genf. Die Organisationen arbeiteten mit Hochdruck an Plänen, wie deren Versorgung sichergestellt werden könne.

Dazu gehöre, medizinisches Material in Länder zu bringen, die durch Naturkatastrophen, Konflikte oder Klimawandel in besonders prekärer Lage seien, sagte Laerke. “Die Situation wird stündlich schwieriger.” Die weltweiten Reisebeschränkungen und die Empfehlungen, von anderen Menschen Abstand zu halten, seien eine große Herausforderung. Die Krisen weltweit dürften über den Coronavirus-Ausbruch nicht in Vergessenheit geraten.

Besonders besorgt ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die Lage von mehr als 950.000 Vertriebenen in der bis vor Kurzem von Kämpfen erschütterten Region Idlib im Nordwesten Syriens. Viele Menschen lebten dort in sehr beengten Verhältnissen und seien ohnehin gesundheitlich angeschlagen. Die Gesundheitsversorgung sei im ganzen Land sehr eingeschränkt. Syrien hat noch keinen Coronavirusfall gemeldet. In der Hauptstadt Damaskus wurden nach WHO-Angaben 34 Tests gemacht - alle negativ. (dpa)

+++ Flixbus stellt um Mitternacht Betrieb bis auf weiteres ein +++

(17.03.2020, 13:33 Uhr)

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt den Betrieb bis auf weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht ein. FlixBus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020 24 Uhr aussetzen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. (dpa)

+++ Hunderte Bergsteiger verlassen Mount Everest +++

(17.03.2020, 13:21 Uhr)

Aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus geben mehrere Hundert Bergsteiger ihre Versuche auf, den Mount Everest zu besteigen. Nepal hatte vergangene Woche entschieden, bereits erteilte Genehmigungen zur Besteigung in der Hauptklettersaison im Frühling zu streichen. Die Bergsteiger seien aber noch in der Region unterwegs gewesen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mehreren Reiseveranstaltern.

Nun rufe etwa die Trekkingfirma Himalayan Encounter ihre rund 150 hauptsächlich europäischen und australischen Touristen nach und nach aus der Region zurück, wie Manager Balaram Shrestha sagte. Sie wollten sie nach Hause schicken, bevor Flüge massenhaft gestrichen würden. Touristenführer Nima Dawa von der Firma Global Challenge sagte, dass eine Bergsteigergruppe nach der anderen aus Panik wegen des neuartigen Coronavirus ihre Routen verließe.

Die Hauptsaison des 8848 Meter hohen Mount Everests dauert von April bis Ende Mai und der Tourismus ist für Nepal eine der wichtigsten Einnahmequellen. Eine Genehmigung zur Besteigung des Berges kostet dort 11.000 US-Dollar (rund 9800 Euro). Wegen des Coronavirus gibt es bis Ende April aber keine Visa direkt bei der Ankunft mehr. (dpa)

+++ Drohnen zur Überwachung der Ausgangssperre in Spanien +++

(17.03.2020, 13:19 Uhr)

Zur Überwachung der seit Sonntag geltenden Ausgangssperre setzt die spanische Polizei unter anderem auch Drohnen ein. So zum Beispiel in Madrid, der in Spanien von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffenen Region des Landes. Die kleinen Fluggeräte tragen unter anderem Lautsprecher, mit denen die Menschen aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben.

“Wir werden nicht zögern, alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um deine Sicherheit und die Sicherheit aller zu schützen”, schrieb die städtische Polizei in ihrem Twitter-Account, auf dem auch Videoaufnahmen des Drohneneinsatzes zu sehen sind.

Seit Inkrafttreten der Ausgangssperre sind die Straßen in Madrid und ganz Spanien nahezu leer. Die Menschen dürfen nur noch aus dem Haus, um Lebensmittel einzukaufen oder zur Apotheke, zum Arzt und zur Arbeit zu gehen. Oder den Hund auszuführen. Zudem darf man nach draußen, um Kinder, Ältere oder Hilfsbedürftige betreuen. (dpa)

+++ Polizei beendet zwei “Corona-Partys” in Franken +++

(17.03.2020, 13:16 Uhr)

Zwei sogenannte “Corona-Partys” hat die Polizei in Franken beendet. Rund 100 junge Menschen hatten sich am Montagabend in einem Nürnberger Stadtpark zum Feiern getroffen und dazu eine mit Generatoren betriebene Musik- und Lichtanlage laufen lassen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. In Schwabach trafen sich den Angaben zufolge 50 Jugendliche in einem Skater-Park und feierten ebenfalls lautstark mit einer Musikanlage. Sie hatten sich offenbar über soziale Medien zu der Feier verabredet.

Hier wie dort stellten Beamte die Anlage sicher und erteilten Platzverweise. Die Polizei appelliere eindringlich, derartige Zusammenkünfte zu unterlassen. Es liege in der Verantwortung jedes Bürgers, die Coronavirus-Infektionsrate so gering wie möglich zu halten und damit lebensbedrohliche Erkrankungen vor allem in Risikogruppen zu vermeiden. Eltern sollten ihre Kinder entsprechend sensibilisieren. Wegen des Coronavirus sind in Bayern bis einschließlich 19. April öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen landesweit untersagt. (dpa)

+++ Balearen-Regierung ruft Touristen zum Verlassen der Inseln auf +++

(17.03.2020, 13:16 Uhr)

Wegen der Coronavirus-Krise hat die Regionalregierung der Balearen alle rund 25 000 auf Mallorca und den anderen spanischen Inseln noch verbliebenen Touristen dazu aufgerufen, schnellstmöglich in ihre Heimat zurückzukehren. Es mache keinen Sinn, dass die Menschen in den Hotels eingesperrt blieben, sagte Regionalpräsidentin Francina Armengol am Dienstag in einem Interview des Radiosenders “Cadena Ser”.

Man arbeite an einer “Operation Rückkehr” für alle ausländischen und spanischen Besucher der Inseln, sagte sie. Wie andere Regionen Spaniens erwägen auch die Balearen, einige Hotels zu Krankenhäusern umzufunktionieren. Armengol appellierte außerdem erneut an die Zentralregierung, die Schließung aller Häfen und Flughäfen der Balearen anzuordnen. Mit dieser Maßnahme wäre es “viel einfacher”, die Coronavirus-Epidemie zu bekämpfen, beteuerte sie. Die Behörden zählten auf den Balearen bisher bereits mehr als 70 Menschen, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert haben.

Am Montag waren bereits 25 Sonderflüge von den Balearen-Flughäfen vor allem Richtung Deutschland und England gestartet. Gleichzeitig wurden aber nach Behördenangaben auch 67 reguläre Flüge storniert. Die Streichungen und Überbuchungen hätten vor allem auf dem Flughafen von Palma de Mallorca beträchtliche Sorge und Unruhe unter Touristen ausgelöst, die zurück in die Heimat wollten, berichtete die Regionalzeitung “Diario de Mallorca”. (dpa)

+++ Flüchtlingsamt beschränkt Anhörung von Migranten +++

(17.03.2020, 13:14 Uhr)

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) schränkt seine Arbeit wegen der Ausbreitung des Coronavirus stark ein. Schutzsuchende dürfen nur noch dann einen Asylantrag stellen, wenn sie entweder negativ auf das Virus getestet wurden oder eine 14-tägige Quarantäne nachweisen können. Das Gleiche gilt für Anhörungen im Asylverfahren. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Dienstag auf Anfrage mitteilte, wurden zudem die Befragungen im Widerrufsverfahren bis zum 29. März ausgesetzt.

Bei der sogenannten Widerrufs- und Rücknahmeprüfung wird nach maximal fünf Jahren geprüft, ob womöglich Schutzgründe weggefallen sind - etwa weil sich die Situation im Herkunftsland grundlegend geändert hat. Außerdem soll festgestellt werden, ob Erkenntnisse aufgetaucht sind, dass der anerkannte Flüchtling bei der Antragstellung womöglich falsche Angaben zu seiner Identität gemacht hatte.

Die Bundesregierung hat noch nicht entschieden, ob Ausländern, die in Deutschland Asyl beantragen wollen, unter dem seit Montag geltenden Grenzregime noch die Einreise gestattet werden soll. Die Beratungen dazu laufen nach dpa-Informationen noch. (dpa)

+++ Weitere Gemeinden am Arlberg in Österreich unter Quarantäne +++

(17.03.2020, 13:10 Uhr)

In Österreich sind wegen der Verbreitung des Coronavirus weitere Gemeinden unter Quarantäne gestellt worden. Betroffen ist die gesamte Vorarlberger Arlbergregion mit den Gemeinden Lech, Klösterle, Stuben, Warth und Schröcken. Die Region sei am Dienstagmittag abgeriegelt worden, sagte Landeschef Markus Wallner (ÖVP). Bis zum 3. April dürfe niemand mehr in das Gebiet fahren oder es verlassen. Dies gelte auch für alle Gäste.

Die Versorgung sei sichergestellt, betonte Wallner. Alle Menschen, die sich in den vergangenen zwei Wochen in der Region aufgehalten hätten, müssten sich selbst in Quarantäne begeben. “Das ist nicht freiwillig.” Als Grund nannte Wallner den Umstand, dass am Montag fünf Fälle in Lech bekannt geworden seien und man mit einer hohen Dunkelziffer rechne. Bisher waren in Österreich die Gemeinde St. Anton auf der Tiroler Seite des Arlbergs sowie das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür unter Quarantäne. (dpa)

+++ Bayern schließt Hotels für Touristen +++

(17.03.2020, 12:56 Uhr)

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränkt Bayern nun auch den Betrieb von Hotels ein: Diese dürfen nur noch notwendige Übernachtungen anbieten und keine Touristen mehr beherbergen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München mitteilte. Damit setzt der Freistaat in diesem Punkt eine Verabredung von Bund und Ländern vom Montagabend um. (dpa)

+++ Zahl der Toten und Infizierten im Iran steigt weiter +++

(17.03.2020, 12:53 Uhr)

Die Zahl der Coronavirus-Opfer im Iran ist erneut gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 853 auf 988 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kianush Dschahanpur, am Dienstag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 stieg im gleichen Zeitraum von fast 15 000 auf 16 169. Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran. Derzeit seien fast 5400 infizierte Patienten gesund aus den Krankenhäusern entlassen worden, sagte der Sprecher im Staatsfernsehen. (dpa)

+++ Pressekonferenz mit Spahn und Söder +++

(17.03.2020, 12:50 Uhr)

Zum Nachschauen: Die heutige Pressekonferenz der bayerischen Landesregierung mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

+++ In Frankreich beginnt 15-tägige Ausgangssperre +++

(17.03.2020, 12:22 Uhr)

In Frankreich hat im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie eine landesweite Ausgangssperre begonnen. Seit Dienstag um 12 Uhr dürfen die Menschen für zunächst 15 Tage nur noch das Haus verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist. Das hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache angekündigt. Wer vor die Tür will, muss nun ein entsprechendes Formular bei sich tragen.

Erlaubt ist nun nur noch: Lebensmittel einkaufen, zur Arbeit fahren, zum Arzt gehen, Kinder zur Betreuung bringen, Hilfsbededürftigen helfen oder allein Sport machen. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss eine Geldstrafe zahlen. Die Einhaltung der Ausgangssperre wird von mehr als 100.000 Sicherheitskräften im Land überwacht.

Um Punkt 12 Uhr waren in Paris immer noch Menschen auf der Straße unterwegs, vor einer Bäckerei im 12. Arrondissement standen zahlreiche Menschen an. Auch Busse, Rollerfahrer und Autos waren noch noch auf der Straße. Allerdings war es deutlich leerer als normal. Am Vormittag hatten noch zahlreiche Französinnen und Franzosen eingekauft, vor den Supermärkten bildeten sich lange Schlangen. Zuvor hatten bereits Italien und Spanien eine Ausgangssperre verhängt, auch in Österreich ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt worden. (dpa)

+++ WHO: Bei Coronavirusverdacht ohne ärztlichen Rat kein Ibuprofen +++

(17.03.2020, 12:03 Uhr)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen. Es gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit höher Sterblichkeit verbunden sei, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag in Genf. Aber die Experten prüften die Lage zur Zeit. “Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen”, sagte Lindmeier. Dies beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betonte er.

Der französische Gesundheitsminister hatte am Wochenende mit einem Tweet, in dem er vor Entzündungshemmern wie Ibuprofen warnte, Aufsehen erregt. Der nationale Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon hatte sich ähnlich geäußert und von der Einnahme sogenannter nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) abgeraten. Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen neben Ibuprofen auch Acetylsalicylsäure (ASS; Aspirin) und Diclofenac. Es gibt einen Beitrag im Fachjournal “Lancet”, in dem eine mögliche unerwünschte Wirkung von Ibuprofen erwähnt wird. Die Fallzahl der Studie ist aber äußerst gering.

In Frankreich steht Ibuprofen seit 15. Januar nicht mehr frei vorne in der Apotheke, sondern nur noch hinter dem Schalter. Die Apotheker verkaufen es weitgehend ohne Rezept. Damit soll jedoch eine entsprechende Beratung sichergestellt sein. Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) schloss am Wochenende nicht aus, dass insbesondere ASS, aber auch Ibuprofen, bei der Lungenerkrankung Covid-19 nicht hilfreich sein könnten. “Ibuprofen hemmt die Blutgerinnung, das wäre ein möglicher Hinweis”, erläutert der Virologe. Damit steige das Risiko für innere Blutungen. “Bei Paracetamol ist das nicht der Fall.” (dpa)

+++ Arbeitsagenturen gehen in Flut von Anrufen unter +++

(17.03.2020, 11:53 Uhr)

Die Arbeitsagenturen in Deutschland werden in der Coronavirus-Krise von telefonischen Anfragen überrollt. “Aufgrund des hohen Anrufaufkommens sind die Arbeitsagenturen und Jobcenter derzeit telefonisch nur eingeschränkt erreichbar”, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mit. “Das Telefonnetz unseres Providers ist derzeit überlastet.”

Die Zahl der Anrufe sei auf das Zehnfache des üblichen Niveaus gestiegen. Die Bundesagentur bittet deshalb darum, Anrufe in den Jobcentern und Arbeitsagenturen auf das Nötigste zu beschränken.

Es gelte für alle Terminsachen: Termine müssen nicht abgesagt werden. “Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen.” Fristen in Leistungsfragen würden vorerst ausgesetzt. Die Arbeitsagenturen hatten von Montag an die Pflicht zur persönlichen Vorsprache, etwa bei Anträgen auf Hartz-IV-Leistungen, wegen der Ausbreitung des Coronavirus ausgesetzt. (dpa)

+++ Altmaier rechnet mit mehrmonatiger Krise +++

(17.03.2020, 11:36 Uhr)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet wegen des Coronavirus mit einer länger anhaltenden Krise. “Ich gehe davon aus, dass wir sicherlich den ganzen Monat April und den ganzen Monat Mai mit den Folgen zu tun haben”, sagte der CDU-Politiker am Dienstag der RTL/ntv-Redaktion. Es werde in dieser Zeit noch eine “erhebliche Zahl von Neuinfektionen” geben. “Deshalb würde ich niemandem raten, darauf zu setzen, dass das in acht Tagen wieder vorbei ist.” Japan und Südkorea hätten bemerkenswerte Erfolge im Kampf gegen das Virus erzielt. “Das zeigt, man kann diese Krise in den Griff bekommen, aber das ist auch eine Geduldsfrage.”

Gelder, Kredite und Bürgschaften müssten jetzt schnell und praxisorientiert bereitgestellt werden. «Wir haben nicht Wochen, wir haben Tage, damit das alles steht», sagte Altmaier. “Ich hoffe und erwarte mir auch, dass alle ihren Beitrag leisten, dass wir so schnell wie möglich Geld auch überweisen können”, sagte Altmaier. Die Bundesregierung hatte ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um Jobs und Firmen zu schützen. Dazu gehören Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld, die Stundung von Steuern und Abgaben sowie unbegrenzte Kreditprogramme. (dpa)

+++ Audi stoppt Produktion ab Montag +++

(17.03.2020, 11:31 Uhr)

Die VW-Tochter Audi fährt ihre Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn bis Ende dieser Woche schrittweise komplett herunter. Angesichts der deutlich verschlechterten Absatzlage und der sich abzeichnenden Unsicherheit der Teileversorgung der Werke “wird es an den meisten Standorten des Volkswagen-Konzerns zu Produktionsunterbrechungen kommen”, teilte Audi am Dienstag mit.

Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler sagte: “Die aktuelle Lage zwingt uns nun zu den angekündigten Maßnahmen und wird uns weiterhin viel Flexibilität und Solidarität abverlangen.” Ab kommendem Montag solle die Produktion in diesen Werken stehen, denn das Coronavirus breite sich in Europa und vielen Ländern der Welt aus. Der Schritt sei mit dem Betriebsrat und dem Volkswagen-Konzern abgestimmt. In den deutschen Audi-Fabriken arbeiten rund 60.000 Beschäftigte. (dpa)

+++ Kliniken im Elsass teils ausgelastet - Armee unterstützt +++

(17.03.2020, 11:31 Uhr)

Die Intensivstationen der Krankenhäuser im südlichen Elsass (Département Haut-Rhin) sind nach Angaben der zuständigen Präfektur wegen der Coronavirus-Infektionen komplett belegt. Auch die Kliniken im angrenzenden Département Bas-Rhin seien bereits stark ausgelastet, sagte die Präfektin der an Deutschland grenzenden Region Grand Est, Josiane Chevalier, dem Radiosender France Inter am Dienstag. In den elsässischen Krankenhäusern fehle es an Betten mit Beatmungsgeräten, Material und Personal, sagte Chevalier. Die Zahl der Menschen, die mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert seien, steige weiter.

Die Region Grand Est ist einer der Epidemie-Brennpunkte in Frankreich. Staatschef Emmanuel Macron hatte am Montagabend in einer TV-Ansprache die Einrichtung eines Armeekrankenhauses im Elsass “in den kommenden Tagen” angekündigt. Die Armee solle auch dabei helfen, Kranke aus stark betroffenen Regionen zu verlagern, um die Überlastung der Krankenhäuser in bestimmten Gebieten zu verringern, sagte Macron. Wo genau das Armeekrankenhaus genau eingerichtet wird, war zunächst nicht bekannt.

Der Präsident der Region Grand Est, Jean Rottner, begrüßte die Entscheidung. Das Elsass sei bei der Entwicklung der Coronavirus-Epidemie dem Rest Frankreichs ein paar Tage voraus, sagte Rottner in einem Interview mit dem Fernsehsender LCI. Nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde waren bis Dienstag zunächst mehr als 1500 Infektionen in Grand Est registriert, mehr als 680 davon allein im Département Haut-Rhin. 30 Menschen starben. (dpa)

+++ Rolex schließt für 10 Tage die Produktion +++

(17.03.2020, 11:26 Uhr)

Der Schweizer Luxusuhrenhersteller Rolex schließt von diesem Dienstag bis zum 27. März seine Produktionsstätten in Genf, Biel und Crissier. Der Konzern will so seine Angestellten und ihre Familien vor der Coronavirus-Pandemie schützen, wie ein Rolex-Sprecher der Nachrichtenagentur AWP sagte.

Das Unternehmen habe die Entscheidung im Anschluss an die vom Schweizer Bundesrat angekündigten Maßnahmen getroffen, “um die Verbreitung des Coronavirus in der Schweiz zu stoppen”. Die Dauer der Schließung könne je nach Entwicklung der Pandemie noch verlängert werden. Wie viele Mitarbeiter von den Maßnahmen genau betroffen sind, wollte Rolex nicht sagen. Auf seiner Website schreibt das Unternehmen aber, dass an den Schweizer Standorten mehr als 6000 Mitarbeiter arbeiten. (dpa)

+++ Grenzkontrollen im Südwesten - weiter auf Staus einstellen +++

(17.03.2020, 11:25 Uhr)

Einen Tag nach dem Beginn der Grenzkontrollen hat sich die Lage im deutschen Südwesten nach Angaben der Bundespolizei stabilisiert. Die Beamten stießen bei den Überprüfungen weitgehend auf Verständnis, sagte ein Sprecher am Dienstag in Stuttgart. Die Menschen, die an der Grenze kontrolliert werden, seien kooperativ. “Die Rückmeldung war insgesamt durchweg positiv”, sagte der Sprecher über die bisherigen Kontrollen. Seinen Angaben zufolge müssen Reisende weiterhin damit rechnen, dass sich an den Grenzen Staus bilden.

Bei den Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich und zur Schweiz hat die Bundespolizei demnach schon zahlreiche Menschen zurückgewiesen. Einige zeigten mögliche Symptome des Coronavirus. Andere wollten die Grenze zum Einkaufen in Deutschland passieren. “Die haben wir aufgrund des Fehlens eines triftigen Einreisegrundes zurückgeschickt”, hieß es. Zahlen nannte die Bundespolizei vorerst nicht. Die Mehrheit der Reisenden habe jedoch einen Grund zum Einreisen und durfte bislang die Grenze passieren - etwa weil sie Berufspendler sind oder Waren transportierten.

Wegen der Coronakrise kontrolliert Deutschland an den Übergängen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark sowie zur Schweiz nun wieder die Grenzen. Damit soll eine rasante Ausbreitung des Virus verhindert und die Zahl der Infizierten und Toten kleingehalten werden. (dpa)

+++ Experte: Zahl der Corona-Klinikpatienten kann sich bald verdreifachen +++

(17.03.2020, 11:10 Uhr)

Zurzeit liegen nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) rund 500 Menschen mit einer Corona-Infektion in deutschen Kliniken. Nach Meinung von DKG-Präsident Gerald Gaß könnte es sein, dass sich diese Zahl in den nächsten Tagen etwa verdreifacht. “Experten rechnen damit, dass die Zahl der Infizierten in den nächsten Tagen deutlich steigt. Wenn wir Ende der Woche 20.000 bestätigte Infektionsfälle in Deutschland haben, müssen wir davon ausgehen, dass dann auch bis zu 1500 Infizierte in den Krankenhäusern behandelt werden müssen”, sagte Gaß den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Kliniken wären damit nicht überfordert.

Die Zahl der Intensivbetten solle laut Gaß aufgestockt werden. “Es gibt derzeit 28.000 Intensivbetten in den deutschen Kliniken”, sagte Gaß in dem Interview. “In zwei oder drei Monaten ist es möglich, die Zahl der Betten um bis zu 20 Prozent aufzustocken – dann würden wir rund 34.000 Betten haben.” Die Zahl der Beatmungsgeräte von derzeit 20.000 Stück müsse ebenfalls erhöht werden. Nur ein Teil der Patienten, die wegen des Coronavirus ins Krankenhaus kommen, brauchen eine Intensivbetreuung. (dpa)

+++ Europa-Park bleibt mehrere Wochen geschlossen +++

(17.03.2020, 10:43 Uhr)

Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park in Rust bei Freiburg, verschiebt wegen des Coronavirus den Start in die diesjährige Saison. Der Vergnügungspark werde die kommenden Wochen geschlossen bleiben und nicht wie geplant am 28. März öffnen, teilte er am Dienstag mit. Als Grund nannte er die von Behörden angeordneten Zwangsschließungen von Freizeiteinrichtungen.

Der Park werde nun frühestens am 19. April öffnen. Dies hänge jedoch von der weiteren Corona-Entwicklung ab. Auch die zum Park gehörende Indoor-Wasserwelt “Rulantica” bleibt den Angaben zufolge bis dahin geschlossen. Sie hatte wegen der Coronavirus-Gefahr am Montag den Betrieb vorerst eingestellt.

Neben Rust blieben nach Angaben des Verbandes Deutscher Freizeitparks in Berlin auch andere Vergnügungsparks und Einrichtungen vorübergehend geschlossen. Der US-Unterhaltungsriese Walt Disney hatte bereits am Freitag angekündigt, alle seine Freizeitparks weltweit für mehrere Wochen zu schließen. (dpa)

+++ RKI: Jetzt “hohe” Gefährdung durch Coronavirus in Deutschland +++

(17.03.2020, 10:36 Uhr)

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nun als “hoch” ein. Das sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Als Gründe nannte Wieler steigende Fallzahlen sowie Alarmsignale aus öffentlichen Gesundheitsdiensten und von Kliniken. Zudem gebe es immer mehr Fälle, die nicht mehr auf bekannte Fälle zurückgeführt werden könnten. Wieler appellierte an die Krankenhäuser, ihre Kapazitäten auf Intensivstationen auszubauen. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer “mäßigen” Gefährdung in Deutschland gesprochen. (dpa)

+++ Telekom-Provider: Netze in Deutschland halten dem Ansturm stand +++

(17.03.2020, 10:26 Uhr)

Die Telekommunikationsprovider in Deutschland sehen sich für eine deutlich höhere Auslastung der Kommunikations- und Datennetze in der Coronavirus-Krise gut gerüstet. “Aus jetziger Sicht wird die Zunahme von Homeoffice und Streamingdiensten zu keiner Situation führen, in der die Netzkapazitäten an ihre Grenzen geraten”, sagte ein Sprecher der Deutschen Telekom auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Ähnlich wie die Telekom registrierte auch Vodafone Deutschland “keine deutliche Steigerung des Datenverkehrs in den Netzen”. “Wir gehen aber von einer erhöhten Nutzung in nächster Zeit aus”, sagte Vodafone-Sprecher Volker Petendor. Mehr Homeoffice und Schüler, die zu Hause bleiben, würden vor allem zu einer stärkeren Festnetznutzung führen. “Hier sehen wir uns gut gerüstet, insbesondere für die klassischen Anwendungen.” Allerdings zeigen Nachbarländer, wie eine massive Gaming- und Streaming-Nutzung zusätzliche Last auf Netze bringen kann. “Spezielle Teams beobachten daher die Situation Tag und Nacht sehr genau und können zeitnah Maßnahmen auf den Weg bringen, um bei Bedarf gegenzusteuern.”

Zuvor hatte die spanische Telefónica zusammen mit anderen europäischen Providern wie Movistar, Orange und Vodafone die Anwender vor einer Überlastung der Netze gewarnt und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Netzkapazitäten aufgefordert. Der Telekom-Sprecher meinte dagegen, durch die Auslagerung der Arbeit in ein Homeoffice bleibe die Datenmenge in etwa erhalten, sie werde nur verlagert. Allerdings könnten mehr Streaming & Online-Gaming das Datenvolumen in die Höhe treiben. “Oberstes Ziel bleibt, die kritische Infrastruktur sicherzustellen.” (dpa)

+++ Ungarn schließt die Grenzen für Ausländer +++

(17.03.2020, 09:57 Uhr)

In Ungarn sind seit Dienstag wegen der Coronavirus-Pandemie die Grenzen für den Personenverkehr geschlossen. Ausgenommen sind lediglich Tagespendler in den grenznahen Regionen und heimkehrende ungarische Staatsbürger. Auch Lastwagen sollen die Grenzen weiterhin ungehindert passieren können. Veranstaltungen sind grundsätzlich verboten. Gaststätten, Caféhäuser und Geschäfte - ausgenommen Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerieläden und Tankstellen - müssen um 15.00 Uhr schließen. Schon seit Montag sind in Ungarn die Schulen und Kindergärten geschlossen.

In Ungarn wurde bis Dienstag morgen bei 50 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen. Am Tag zuvor waren es 39 gewesen. Bisher starb ein Mann an Covid-19. Experten kritisieren, dass zu wenige Coronavirus-Tests durchgeführt würden. Auch gibt es in Ungarn keine öffentlich zugängliche Daten darüber, wie sich die nachweislich Angesteckten über das Land verteilen. (dpa)

+++ Pistorius: Verbreitung von “Fake News” zum Coronavirus bestrafen +++

(17.03.2020, 09:54 Uhr)

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius fordert ein härteres Vorgehen gegen Falschnachrichten und Halbwahrheiten in der Coronakrise. “Fake News zur Versorgungslage in Zeiten der Coronakrise sind brandgefährlich”, sagte der SPD-Politiker dem “Spiegel”. “Sie können Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen und sind daher auf das Schärfste zu verurteilen. Daher müssen wir mit Bußgeldern oder sogar Strafandrohungen abschrecken”, verlangte Pistorius.

Er rief die Bundesregierung auf, dafür entweder Möglichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz aufzuzeigen oder schnellstmöglich das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten beziehungsweise das Strafgesetzbuch anzupassen. Es müsse verboten werden, öffentlich unwahre Behauptungen die Versorgungslage der Bevölkerung, die medizinische Versorgung oder Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie der Erkrankung Covid-19 zu verbreiten, sagte Pistorius. (dpa)

Über die am weitesten verbreiteten Falschmeldungen zum Coronavirus informieren wir hier

+++ Maas startet Rückholaktion - Weltweite Reisewarnung +++

(17.03.2020, 09:37 Uhr)

Das Auswärtige Amt hat eine Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Außenminister Heiko Maas kündigte am Dienstag in Berlin an, bis zu 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung zu stellen. Vor allem gehe es um Urlauber in Marokko, der Dominikanischen Republik, den Philippinen, Ägypten und den Malediven. Der SPD-Politiker sprach von einer “Luftbrücke”.

In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Länder wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Da Deutschland inzwischen zu den Hauptrisikoländern gehört, sind deutsche Reisende besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

Heiko Maas bei einer Kabinettssitzung am 11. März (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Das Auswärtige Amt hatte deswegen bereits am Sonntag generell von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten. Jetzt hat die Bundesregierung sogar eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Ein solcher Schritt erfolgt nur bei einer Gefahr für Leib und Leben. In der Corona-Krise gab es bisher nur für die chinesische Ursprungsregion des Virus eine solche Warnung.

“Wir müssen verhindern, dass weitere Deutsche im Ausland stranden”, begründete Maas den ungewöhnlichen Schritt. “Bitte bleiben sie zu Hause.”

Die deutschen Reiseveranstalter hatten bereits am Montag erklärt, dass sie Pauschalurlauber zusammen mit dem Auswärtigen Amt zurückholen wollten, hatten aber noch keine Details genannt. (dpa)

+++ Moskau baut Krankenhaus für Corona-Patienten +++

(17.03.2020, 09:33 Uhr)

Die russische Hauptstadt Moskau baut im Eiltempo ein Krankenhaus für die Behandlung von Patienten mit dem Coronavirus. Derzeit seien mehr als 2000 Arbeiter auf der Baustelle am Stadtrand im Einsatz, sagte der für Stadtplanung zuständige Vize-Bürgermeister Andrej Botschkarjow der Regierungszeitung “Rossijskaja Gaseta”. In dem künftigen Zentrum für Infektionskrankheiten sollen demnach bis zu 500 Menschen behandelt werden können.

Wann die aus zwölf Gebäuden bestehende Klinik in Betrieb gehen soll, war zunächst unklar. “Unsere Aufgabe ist es, so schnell wie möglich das Krankenhaus zu bauen”, sagte Botschkarjow. “Wir zählen jede Sekunde.” In Russland gibt es derzeit offiziell mehr als 90 nachgewiesene Corona-Fälle. Experten rechnen aber mit höheren Zahlen. Das schwer vom Coronavirus gezeichnete Land China hatte vor mehr als einem Monat Kliniken für Corona-Patienten innerhalb kürzester Zeit gebaut. (dpa)

+++ Ikea schließt alle Märkte in Deutschland +++

(17.03.2020, 09:12 Uhr)

Der Möbelhändler Ikea schließt ab Dienstag alle 53 Einrichtungshäuser in Deutschland. Man wolle damit die Ausbreitung des Coronavirus hemmen und die Mitarbeiter schützen, erklärte das Unternehmen in Hofheim bei Frankfurt. Man komme der Verantwortung als großer Einzelhändler nach, erklärte Deutschland-Geschäftsführer Dennis Balslev laut einer Mitteilung. Die Maßnahme gilt bis auf Weiteres. Der Online-Shop soll ebenso wie das Kunden-Servicecenter weiter geführt werden. Ikea ist Deutschlands größter Möbelhändler. (dpa)

+++ Volkswagen tritt massiv auf die Bremse +++

(17.03.2020, 09:05 Uhr)

Der VW-Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag aus dem Betriebsrat in Wolfsburg.

Mit Blick auf den weiteren Verlauf 2020 rechnet der weltgrößte Autokonzern mit deutlichen Folgen der Viruskrise. Konzernchef Herbert Diess warnte: "Die Corona-Pandemie stellt uns vor ungekannte operative und finanzielle Herausforderungen."

Die Kernmarke des VW-Konzerns hat im vergangenen Jahr trotz eines durchwachsenen Geschäfts noch einmal einen höheren Gewinn eingefahren. Auch die Töchter Audi und Porsche konnten sich verbessern.

Weitere Infos gibt es hier

+++ Israel setzt Überwachungstechnologie ein +++

(17.03.2020, 8:57 Uhr)

Israel will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Überwachungstechnologie einsetzen, die sonst zur Terrorbekämpfung dient. Dies teilte der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Dienstag mit. Nach Medienberichten handelt es sich vor allem um Handyüberwachung von Erkrankten. “Die israelische Regierung hat Schin Bet autorisiert, seine hohen technologischen Fähigkeiten in den Dienst der nationalen Bemühungen um eine Eindämmung des Coronavirus zu stellen”, teilte der Geheimdienst mit. Das Virus stelle eine ernste Bedrohung der Bevölkerung, der Wirtschaft und der nationalen Sicherheit Israels dar.

Nach Medienberichten geht es unter anderem darum, die Mobiltelefone von Kranken zu überwachen, um zu sehen, mit wem sie vor der Diagnose in Kontakt waren. Außerdem solle überprüft werden, ob Infizierte gegen Heimquarantäne verstoßen. Schin Bet sei autorisiert, rund um die Uhr den Aufenthaltsort jedes Handynutzers in Israel zu orten. Die israelische Nachrichtenseite ynet berichtete: “Die Technologie ermöglicht es Schin Bet, alle Personen zu identifizieren, die sich auf der Bewegungsroute eines Kranken in seinem Ansteckungsradius befunden haben.” Sie könnten dann direkt über ihre Handys informiert und dazu aufgerufen werden, sich in Heimquarantäne zu begeben oder testen zu lassen.

Der Chef von Schin Bet, Nadav Argaman, sagte am Dienstag, seine Organisation solle eingesetzt werden, “weil klar wurde, dass andere Einrichtungen nicht die notwendigen technologischen Fähigkeiten haben”. Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit habe den Einsatz von Schin Bet mit dem Ziel gebilligt, Leben zu retten. “Schin Bet ist sich im Klaren darüber, dass es sich hier um Aktivitäten handelt, die vom regulären Einsatz im Kampf gegen Terror abweichen”, sagte Argaman. Daher seien Kontrollmechanismen eingerichtet worden. Nur eine sehr kleine Gruppe von Agenten solle sich mit der Aufgabe beschäftigen und die Informationen sollten nicht dauerhaft in der Datenbank von Schin Bet aufbewahrt werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei mehr als 300 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst. (dpa)

+++ Quarantäne verweigert - Touristen in Neuseeland vor Abschiebung +++

(17.03.2020, 08:36 Uhr)

Zwei Touristen in Neuseeland droht die Abschiebung, weil sie sich nicht an die Quarantäne-Bedingungen halten wollten. Dieses Verhalten sei komplett unverantwortlich und werde nicht toleriert, teilte ein Sprecher der Einwanderungsbehörde am Dienstag mit. Die Touristen, die aus Südostasien kamen, sind demnach in Gewahrsam und müssen nun nach 14 Tagen Quarantäne das Land verlassen oder werden verhaftet. Welche Nationalität sie hatten, war nicht bekannt. Am Wochenende hatte Neuseeland verkündet, dass alle Einreisenden nach ihrer Ankunft für 14 Tage zuhause bleiben müssen. In Neuseeland gibt es elf bestätigte Fälle des Coronavirus. (dpa)

+++ Paris kündigt Milliardenpaket für die Wirtschaft an +++

(17.03.2020, 08:36 Uhr)

Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie wird Frankreich Unternehmen und Beschäftigte mit zusammen 45 Milliarden Euro unterstützen. “Es gibt einen Krieg gegen das Coronavirus und auch einen Wirtschafts- und Finanzkrieg”, erklärte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire via Twitter. (dpa)

+++ Indien schließt Taj Mahal +++

(17.03.2020, 08:15 Uhr)

Um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen, schließt Indien das berühmte Mausoleum Taj Mahal sowie andere Denkmäler und alle Museen im Land. Die Orte, darunter mehrere Unesco-Weltkulturerbe, sollten zunächst bis Ende März geschlossen bleiben, hieß es aus dem Tourismusministerium. Es ginge um die Sicherheit der Menschen, sagte der indische Tourismusminister Prahlad Singh Patel.

Das Marmordenkmal Taj Mahal besuchen nach Angaben des Ministeriums normalerweise täglich mehrere zehntausend Besucher. Reisenden aus der EU und anderen Teilen Europas ist ab Mittwoch die Einreise nach Indien verboten worden. Touristen dürfen schon jetzt generell nicht mehr ins Land.

Indien hat rund 1,3 Milliarden Einwohner und ist mit 125 bestätigten Fällen und drei nachgewiesenen Corona-Toten noch vergleichsweise wenig betroffen. Inzwischen sind im Land die meisten Schulen und Freizeiteinrichtungen wie Kinos geschlossen. (dpa)

+++ Airbus setzt Produktion in Frankreich und Spanien für vier Tage aus +++

(17.03.2020, 08:10 Uhr)

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus setzt wegen der Coronavirus-Pandemie seine Produktion in Frankreich und Spanien vorübergehend aus. Der Stopp gelte für die kommenden vier Tage, teilte das Unternehmen am Dienstag in Toulouse mit. Damit reagiert Airbus auf die von den Regierungen erlassenen Vorschriften wie die gerade verhängte Ausgangssperre in Frankreich. Das Unternehmen will nun schnell neue Sicherheits- und Hygienemaßnahmen umsetzen, um die Produktion wieder aufnehmen zu können. Wo immer möglich, sollen Mitarbeiter vorerst von zu Hause aus arbeiten. (dpa)

+++ Qantas reduziert internationale Flüge um 90 Prozent +++

(17.03.2020, 06:18 Uhr)

Die australische Fluggesellschaft Qantas und ihr Billigflieger Jetstar werden wegen der Coronavirus-Pandemie ihre internationalen Flüge um 90 Prozent reduzieren. Das gilt bis mindestens Ende Mai. Damit reagiert das Unternehmen auf die sinkende Nachfrage. Wie Qantas am Dienstag erklärte, spiegelt der Schritt hauptsächlich, welche Folgen die drastischen Quarantäne-Anforderungen für die Möglichkeit haben, in die Ferne zu reisen. Auch Inlandsflüge werden reduziert - um etwa 60 Prozent. 150 Flugzeuge blieben am Boden.

Auch andere Fluggesellschaften, darunter die Lufthansa, hatten zuvor angekündigt, ihre Flüge deutlich zurückzufahren. Weltweit gelten in vielen Ländern Reisebeschränkungen. Am Sonntag hatte die australische Regierung verkündet, dass sich alle Reisende nach ihrer Ankunft 14 Tage in heimische Quarantäne begeben müssen. (dpa)

+++ EU-Staats- und Regierungschefs beraten über Einreisestopp +++

(17.03.2020, 05:40 Uhr)

Der geplante weitgehende Einreisestopp in die Europäische Union beschäftigt die EU-Staats- und Regierungschefs am Dienstag bei einem Videogipfel. Die Schaltkonferenz zur Coronavirus-Krise ist für 17.00 Uhr geplant. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte die Reisebeschränkungen am Montag vorgeschlagen und hofft auf Zustimmung der 27 EU-Staaten.

EU-Grenze (Photo by DENIS CHARLET/AFP)

Diese suchen insgesamt weiter nach einer gemeinsamen Linie im Kampf gegen die Ausbreitung der neuen Krankheit Covid-19. EU-Ratschef Charles Michel nannte als Themen für den Videogipfel die Beschaffung von Schutzkleidung, die Forschung an Medikamenten und die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Krise. Von der Leyen hatte auch gemeinsame Regeln für die Grenzüberwachung angemahnt.

Grafik-Karte Nr. 100730, Hochformat 90 x 135 mm, "Grenzen zu Deutschlands Nachbarstaaten mit verstärkten Kontrollen/Einreisebeschränkungen", Grafik: R. Mühlenbruch, Redaktion: D. Loesche

Weitere Infos gibt es hier

+++ UEFA berät über Europapokal-Wettbewerbe und die Fußball-EM +++

(17.03.2020, 05:35 Uhr)

Die Europäische Fußball-Union berät am Dienstag in einer Videokonferenz über die Folgen der Coronavirus-Pandemie. Auf dem Prüfstand stehen die derzeit ausgesetzten Europapokal-Wettbewerbe und die EM 2020. Das paneuropäische Turnier in zwölf Ländern soll eigentlich am 12. Juni beginnen. Eine Verlegung ist aufgrund der Ausbreitung von Sars-CoV-2 aber die wahrscheinlichere Option. Diskutiert wird über mögliche Ersatztermine in diesem Winter oder im Sommer 2021.

+++ Verbraucherzentralen kritisieren Hamsterkäufe +++

(17.03.2020, 05:30 Uhr)

Die Verbraucherzentralen kritisierten Hamsterkäufe in vielen Supermärkten. Der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es gibt aktuell keine Anzeichen für Versorgungsengpässe und deshalb keinen Grund für Panik- oder Hamsterkäufe." Sie seien in der jetzigen Lage auch "unsolidarisch, da sie die Verunsicherung in der Bevölkerung vergrößern und in manchen Fällen tatsächlich zu zeitweisen Engpässen in der Verfügbarkeit von Lebensmitteln oder medizinisch notwendigen Produkten im Handel führen könnten." Zugleich sei es für Verbraucher keine leichte Situation: "Es gibt die Maßgabe, soziale Kontakte zu minimieren. Demnach wäre es zum Beispiel besser, selten viel einzukaufen als oft wenig."

Auch der Bauernverband hatte bereits betont: "Deutschland ist mit heimischen Lebensmitteln gut versorgt, so dass Hamsterkäufe nicht notwendig sind." Grundnahrungsmittel wie Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse werde es weiterhin in ausreichender Menge geben. Auch die Futterversorgung der Tiere sei gesichert, so dass Fleisch, Wurst oder Milch ebenfalls weiter verfügbar seien.

+++ Landwirte sorgen sich um Spargelernte +++

(17.03.2020, 05:30 Uhr)

Vor der anstehenden Spargelsaison droht vielen Landwirten ein Engpass bei Erntehelfern. Wegen der Coronakrise gelinge es derzeit nicht, Helfer aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern zu bekommen. "Wir laufen auf eine bedrohliche Situation zu", sagte der Vizepräsident des Landvolks in Niedersachsen, Ulrich Löhr. Teile der Ernte müssten womöglich auf den Feldern bleiben. Auch der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauern befürchtet Engpässe bei der Ernte, für die mehr als 180 000 Saisonarbeitskräfte benötigt werden. Viele Polen blieben aus Angst vor einer Infektion in diesem Jahr zu Hause.

Bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hieß es, vor allem die geschlossene Grenze nach Polen sorge für Unruhe, da auf vielen Höfen Arbeitskräfte aus Osteuropa im Einsatz sind. In Brandenburg befürchtet der Beelitzer Spargelverein große Ernteeinbußen. Hunderte Helfer aus Rumänien könnten nicht anreisen, sagte der Vorsitzende Jürgen Jakobs der dpa. Er forderte eine Art "Passierschein" für gebuchte Erntehelfer. Auch in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wird befürchtet, dass viel zu wenig Arbeitskräfte zum Ernten kommen.

+++ Söder mahnt zu mehr Tempo +++

(17.03.2020, 02:15 Uhr)

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert im Kampf gegen das Coronavirus ein noch schnelleres und entschlosseneres Handeln von Bund und Ländern.

München (dpa) - «Ich glaube, wir brauchen auch ein Stück mehr Tempo in der deutschen Politik», sagte Söder im ZDF. «Die Herausforderung ist größer als gedacht. Wir können nicht endlos darüber debattieren, wir müssen entscheiden.»

Es gebe in den Ländern «den einen oder anderen, den muss man noch überzeugen». Er sei aber froh, dass am Ende doch alles klappe «und dass wir jetzt im Gleichklang sind», sagt der CSU-Chef.

Ausgangssperren wie in einigen anderen europäischen Ländern schloss Söder erneut nicht aus. «Ich kann Ihnen keine Garantie abgeben, was in einer Woche ist», sagte er, betonte aber: «Wir handeln immer angemessen, wir handeln immer nach Empfehlung der Virologen.» Grundsätzlich sagte Söder: «Ich möchte, dass wir keinen Tag zögern, wenn wir die Empfehlung bekommen, jetzt zu handeln.»

+++ US-Einreisestopp für Großbritannien und Irland in Kraft +++

(17.03.2020, 02:00 Uhr)

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus dürfen nun auch Ausländer aus Großbritannien und Irland zunächst nicht mehr in die USA einreisen. Die von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreisesperre trat am Montag um 23.59 Uhr (04.59 Uhr MEZ am Dienstag) in Kraft. Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (Green Card) sowie deren Angehörige dürfen aus den beiden Ländern in die USA zurückkehren, müssen sich aber einer Gesundheitskontrolle unterziehen. Sie sind außerdem aufgerufen, sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne zu begeben.

Bereits in der Nacht zu Samstag war ein 30-tägiger US-Einreisestopp für Ausländer aus dem Schengen-Raum in Kraft getreten. Auch hier gilt, dass Amerikaner und Inhaber einer Green Card sowie deren Angehörige weiter in die USA zurückkehren dürften. Trump hatte am Samstag angekündigt, die Sperre für die 26 europäischen Schengen-Staaten auf Großbritannien und Irland auszudehnen. Zum Schengen-Raum gehören auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

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