Coronavirus SARS-CoV-2: Die aktuellen Informationen im Liveblog

ACHTUNG: Dieser Liveblog wird nicht mehr aktualisiert. Den aktuellen Liveblog finden Sie unter diesem Link.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Yahoo-Liveblog. (Bild: Getty Images)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Knapp 33.600 (Todesfälle: 164) - Quelle: Johns Hopkins University

  • In Europa sind Italien und Spanien am meisten betroffen: In Italien sind es 69.000 Infizierte (Todesfälle: 6820) und in Spanien über 42.000 (Todesfälle: 2991)

  • Bund und Länder verständigen sich auf umfangreiches Kontaktverbot: Ansammlungen von mehr als zwei Menschen sollen grundsätzlich verboten werden: Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich angesichts der Coronakrise auf neun konkrete Punkte geeinigt.

  • Mieterschutz: Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen.

  • NRW erlässt Bußgeld-Katalog für Verstöße gegen Corona-Regeln

  • Bundeskabinett hat 156-Milliarden-Euro-Hilfspaket beschlossen

  • Klinische Tests von vier Mitteln gegen das Coronavirus in Europa begonnen

  • Olympische Spiele um ein Jahr auf 2021 verschoben

  • USA bringen Billionen-Konjunkturpaket auf den Weg

Die offiziell gemeldeten COVID-19-Fälle nach den Angaben des Robert Koch-Instituts (Grafik: Yahoo)

+++ RKI: Zu früh für Bewertung der Eindämmungsmaßnahmen +++

(25.03.2020, 10:56 Uhr)

Das Robert Koch-Institut (RKI) hält sich mit einer Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland zurück. “Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen»”, sagte Institutschef Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Im Moment sei es zu früh, um diese Aussagen belastbar treffen zu können. Deutschland stehe erst am Anfang der Epidemie, bekräftigte Wieler. Wie sie sich weiter entwickle, sei völlig offen. Die Zahl der gemeldeten Fälle steige weiter an. Am Montag hatte er von dem ersichtlichen Trend gesprochen, dass die exponentielle Wachstumskurve etwas abflache, dies aber noch nicht bewerten wollen. (dpa)

+++ Türkei holt Tausende Studenten aus dem Ausland heim +++

(25.03.2020, 10:52 Uhr)

Die Türkei hat wegen der Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 rund 2700 Studenten aus europäischen Ländern wie Italien und Polen sowie aus Nord-Zypern und Ägypten heimgeholt. Das geht aus Tweets von Vizepräsident Fuat Oktay vom Mittwoch hervor. Die Betroffenen stünden zunächst für 14 Tage unter Quarantäne. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte am Vormittag im Fernsehen, die 2721 Studenten seien mit elf Flügen aus acht Ländern zurückgebracht worden. Unter Quarantäne stehen unter anderem bereits Tausende Staatsbürger, die von Pilgerfahrten nach Saudi-Arabien zurückgekehrt waren.

Am späten Dienstagabend hatte Gesundheitsminister Fahrettin Koca von weiteren sieben Todesopfern gesprochen. Damit stieg die offizielle Gesamtzahl der Coronavirus-bedingten Toten in der Türkei auf 44. Koca zufolge wurden bisher 1872 Fälle bestätigt. (dpa)

+++ Alle Bewohner und Mitarbeiter in Würzburger Altenheim werden getestet +++

(25.03.2020, 10:47 Uhr)

In der Würzburger Senioreneinrichtung St. Nikolaus, wo inzwischen zehn Heimbewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, werden alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet. Die Testkapazitäten seien am Dienstag eingetroffen, es sei sofort mit den Tests begonnen worden, sagte Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch. Schuchardt ist auch Stiftungsratsvorsitzender des Würzburger Bürgerspitals, zu dem das St.-Nikolaus-Heim gehört. Noch keine Entscheidung ist den Angaben nach darüber getroffen worden, ob positiv auf das Coronavirus getestete Heimbewohner künftig anderweitig untergebracht werden sollen. (dpa)

+++ Corona-Update des Robert Koch-Instituts +++

(25.03.2020, 10:30 Uhr)

Der Lagebericht des Robert Koch-Instituts zum Nachschauen


+++ Tod eines Teenagers alarmiert USA +++

(25.03.2020, 10:10 Uhr)

In den USA sorgt der erste bekannt gewordene Todesfall eines minderjährigen Menschen durch den neuartigen Coronavirus für Alarm. Der verstorbene Teenager aus Lancaster nördlich von Los Angeles sei bei "guter Gesundheit" gewesen, bevor er sich mit dem Virus infiziert habe, sagte am Dienstag der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti. (AFP)

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+++ Kommentar: Steuerfreiheit für Krankenschwestern! +++

(25.03.2020, 09:55 Uhr)

Krankenschwestern, Pfleger und Sanitäter stehen gerade an vorderster Front und riskieren ihre Gesundheit. Unser Autor Tobias Huch fordert deshalb: Befreit sie von der Steuerlast!

Zum Kommentar

Medizinisches Personal an einer Corona-Teststelle für Angehörige des öffentlichen Dienstes (Bild: Reuters/Andreas Gebert)

+++ Tschechien verfünffacht Haushaltsdefizit +++

(25.03.2020, 09:44 Uhr)

Wegen der Coronavirus-Pandemie verfünffacht Tschechien das für dieses Jahr geplante Haushaltsdefizit. Es steigt von 40 Milliarden Kronen (knapp 1,5 Milliarden Euro) auf 200 Milliarden Kronen (rund 7,3 Milliarden Euro). Das Abgeordnetenhaus in Prag stimmte der Änderung in einer Notsitzung in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch zu. Als Grund werden sinkende Einnahmen wegen des Rückgangs der wirtschaftlichen Aktivität und steigende Ausgaben für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus genannt.

Das Defizit soll überwiegend durch die Ausgabe von staatlichen Schuldverschreibungen finanziert werden. Im europäischen Vergleich hat Tschechien eine der niedrigsten Staatsschuldenquoten - also die Schulden im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. Sie lag 2018 laut Eurostat bei 32,6 Prozent, im EU-Durchschnitt waren es 80,4 Prozent. (dpa)

+++ Scholz erntet Beifall für Grüße “ans Homeoffice” von Merkel +++

(25.03.2020, 09:23 Uhr)

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Abgeordneten in der Generaldebatte des Bundestags zur Corona-Krise von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gegrüßt. Er wolle “die herzlichen Grüße der Bundeskanzlerin übermitteln, die gerne dabei gewesen wäre und heute gesprochen hätte”, sagte Scholz am Mittwoch zu Beginn seiner Rede im Parlament. Merkel könne die Rede aber bekannterweise an diesem Tag nicht halten. “Aber ich glaube, auch in Ihrem Namen kann ich herzliche Grüße ans Homeoffice übermitteln”, sagte Scholz unter breitem Beifall der Parlamentarier.

Merkel hatte sich am Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft. Ein erster Corona-Test der Kanzlerin war am Montag negativ ausgefallen. Sie will sich aber zur Sicherheit mehrmals testen lassen und arbeitet nach wie vor von ihrer Wohnung in Berlin aus.

Scholz sprach den Bürgerinnen und Bürgern Mut zu. “Vor uns liegen harte Wochen. Wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind”, sagte er “Es braucht mehr als die Regierung», sagte der Finanzminister. «Wir alle müssen uns umeinander kümmern. Dann kommen wir da durch.” Scholz dankte Menschen wie Ärzten, Verkäufern und Busfahrern, die das öffentliche Leben am Laufen halten. “Sie leisten Großes in diesen Tagen.”

Die nun nötigen Ausgaben könnten Bund und Länder nicht aus dem laufenden Haushalt oder aus Rücklagen stemmen, betonte der Finanzminister. Deshalb brauche es einen Nachtragshaushalt. Es gehe um eine Nettokreditaufnahme von 156 Milliarden Euro. Deshalb sei es wichtig, dass der Bundestag eine Ausnahme von der Schuldenbremse genehmige, sagte Scholz. “Wir können uns das leisten. Deutschland genießt höchste Bonität an den Finanzmärkten.” (dpa)

+++ Spanien: Virus trifft auf kaputtes Gesundheitssystem +++

(25.03.2020, 09:20 Uhr)

Spaniens Gesundheitssystem ist dem rasanten Anstieg der Covid-19-Erkrankten nicht mehr gewachsen. Kritiker sagen: Es wurde in der Wirtschaftskrise kaputtgespart. (ZEIT ONLINE)

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Spezialisten des Militärs bei Desinfektionsarbeiten in einer Klinik in Gijon (Bild: Reuters/Eloy Alonso)

+++ Sorge über Versorgungslücken im Gesundheitsbereich +++

(25.03.2020, 08:57 Uhr)

Dutzende Organisationen aus dem Gesundheitsbereich haben von der Bundesregierung konkrete Maßnahmen gefordert, um das Ausmaß der Corona-Epidemie abzumildern. In einem offenen Brief drückten die Unterzeichner ihre tiefe Besorgnis darüber aus, dass Hunderttausende in Deutschland keine ausreichende Möglichkeit haben, sich testen und behandeln zu lassen oder in Quarantäne zu gehen.

Auch zu Informationen über das Coronavirus und die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 hätten zu viele Menschen kaum Zugang. Zu den Unterzeichnern des am Mittwoch veröffentlichten Schreibens zählen unter anderem der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband und die Diakonie Deutschland.

Ihre Zielgruppen seien einer besonders hohen Gefahr ausgesetzt, sich anzustecken, so die Organisationen. Darunter seien zum Beispiel Menschen, die obdachlos sind oder in beengten Wohnverhältnissen leben müssen. Sie könnten oft nicht die notwendigen Hygiene- und Selbstisolationsmaßnahmen treffen. Prekäre oder illegale Arbeitsverhältnisse führten dazu, dass sie auch mit für Covid-19 typischen Symptomen noch arbeiten gehen müssten. (dpa)

+++ Videochat-System der Notrufzentralen soll Arztpraxen entlasten +++

(25.03.2020, 07:50 Uhr)

Ein neuartiger Videochatdienst für Nothelfer, der bislang vor allem in Rettungszentralen eingesetzt wird, soll künftig auch Arztpraxen und Krankenhäuser entlasten. Er soll auch dabei helfen, Infektionsketten in der Coronavirus-Pandemie zu unterbrechen. Das bestehende System EmergencyEye des Start-ups Corevas aus Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen) wurde mit Unterstützung des Telekommunikationskonzerns Vodafone so erweitert, dass es künftig auch von Medizinern für eine Ersteinschätzung aus der Ferne eingesetzt werden kann, kündigten die Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf an.

"EmergencyEye ermöglicht eine qualifizierte erste Diagnose aus der Ferne, mit visuellen Eindrücken, indem man einfach die Kamerafunktion des Handys nutzt", erläuterte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. Die Ärzte könnten dann anhand der ersten Eindrücke entscheiden, ob ein Test oder eine weitere Behandlung notwendig sei. "Sie können dann auch beratend in einem Gespräch dafür sorgen, dass hier mehr Sicherheit herrscht, ohne dass jetzt Ansteckungsgefahr für irgendeine Person in dieser ganzen Kette tatsächlich besteht."

+++ Einigung bei US-Billionen-Konjunkturpaket +++

(25.03.2020, 06:55 Uhr)

In den USA ist der Weg für das größte Konjunkturpaket der jüngeren Geschichte zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie frei. Demokraten und Republikaner haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, am Mittwoch vor Journalisten mitteilten.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über eine Einigung berichtet. Senatoren der beiden großen Parteien hatten bis zuletzt letzte Einzelheiten verhandelt. US-Präsident hatte am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus gesagt, dass das von Kongress und Regierung vorbereitete Coronavirus-Konjunkturpaket ein Volumen von rund 2 Billionen Dollar (1,9 Billionen Euro) hat.

+++ Die am stärksten betroffenen Länder im Überblick +++

(25.03.2020, 06:50 Uhr)

Covid-19: Die am stärksten betroffenen Länder - Infizierte, Todesfälle, Genesene (nur in Farbe erhältlich), Querformat 110 x 80 mm, Grafik/Redaktion: dpa. Die Grafik wird alle zwei Stunden aktualisiert. Sie erhalten die Grafik immer mit der Nr. 100757.

+++ Landwirte in der Krise - EU-Agrarminister beraten +++

(25.03.2020, 06:25 Uhr)

Die Agrarminister der 27 EU-Länder beraten am Mittwoch (14.00 Uhr) über Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Landwirtschaft und Fischerei. Die Ausbreitung des Virus setzt auch Bauern und Fischer unter Druck. Manche Landwirte wissen nicht, wie sie ihre Ernte ohne Helfer aus Ost- und Südosteuropa einbringen sollen. Andere haben Probleme, ihre Produkte in gewohnter Frische zu den Kunden zu bringen.

Die Minister werden deshalb nach Ratsangaben über Probleme beim Einsatz von Saisonarbeitern und beim grenzüberschreitenden Transport verderblicher Lebensmittel ebenso beraten wie über Hilfen für Unternehmen in Schwierigkeiten. In Deutschland fehlen Erntehelfer, weil Saisonkräfte wegen geschlossener Grenzen nicht mehr anreisen können. Lastzüge brauchen wegen der Kontrollen an vielen Grenzen länger für ihre Fahrt durch Europa. Manche Betriebe könnten wegen der Ernte- und Absatzprobleme in wirtschaftliche Not geraten.

+++ Bundestag will Rettungspaket gegen Corona-Krise beschließen +++

(25.03.2020, 05:50 Uhr)

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen kommt der Bundestag am Mittwoch (9.00 Uhr) zu einer stark verkürzten Sitzungswoche zusammen. Die Abgeordneten wollen das historisch einmalige Hilfspaket für Unternehmen und Bürger in der Corona-Krise beschließen. Für das von der schwarz-roten Koalition geplante Aussetzen der im Grundgesetz vorgeschriebenen Schuldenbremse zeichnet sich vor der Plenarsitzung eine Mehrheit ab. Damit wäre auch der Weg für einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro frei.

Der Bund will mit mehreren großen Rettungsschirmen und umfangreichen Rechtsänderungen Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise schützen. Die Gesetze hierfür sollen im Schnellverfahren beraten und verabschiedet werden. Am Freitag sollen sie den Bundesrat passieren. Die Parlamentarier sollen zudem eine Notlage in Deutschland durch die Corona-Pandemie feststellen. Der Bund würde damit verstärkte Befugnisse beim Infektionsschutz erhalten.

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+++ Maas warnt vor 'Spirale nationaler Egoismen' in Corona-Krise +++

(25.03.2020, 05:45 Uhr)

Bundesaußenminister Heiko Maas hat zu mehr internationaler Solidarität im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. "Das Resultat der nationalen Kraftanstrengungen, die jetzt bei uns allen gefordert sind, darf nicht eine Spirale nationaler Egoismen sein", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur vor den für Mittwoch geplanten Beratungen der G7-Außenminister. "Im Vordergrund steht für die Bundesregierung, unser Handeln weltweit mit Partnern zu koordinieren und dort solidarisch zu sein, wo auch immer wir Spielräume dafür haben."

Die Außenminister sieben führender westlicher Industriestaaten schalten sich am Mittwochnachmittag zu einer vierstündigen Videokonferenz zusammen. Die rasante Ausbreitung des Coronavirus wird zu den Hauptthemen zählen. Mit Italien zählt das derzeit am stärksten betroffene Land zur G7. Von den USA sagt die Weltgesundheitsorganisation, dass sie das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten.

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Hier können Sie die Meldungen vom Vortag nachlesen:

+++ Ethikrat befasst sich mit Corona-Krise +++

(24.03.2020, 23:59 Uhr)

Der Deutsche Ethikrat befasst sich derzeit mit den im Kampf gegen das Coronavirus ergriffenen Maßnahmen. “Der Deutsche Ethikrat arbeitet seit einigen Tagen im Auftrag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an einer Stellungnahme”, sagte der Vorsitzende Peter Dabrock in einem Interview mit “Focus Online”. Nach seinen Angaben geht es darum, wie die Gesellschaft mit der Corona-Krise umzugehen habe - auch die Angemessenheit der Maßnahmen ist demnach Thema. “Wir hoffen, sie Ende der Woche veröffentlichen zu können.”

Zu den zur Eindämmung des Virus verhängten Einschränkungen von Freiheitsrechten sagte Dabrock: “Es wird einen Zeitpunkt geben, wo diese Einschnitte enden müssen.” Ein konkretes Datum könne im Augenblick wohl noch nicht festgelegt werden. “Wir warten ja jetzt erst einmal, was diese zwei Wochen Ausgangseinschränkungen bringen.” Dann müsse aber gesagt werden, “unter welchen Kriterien wir welche Lockerungen vornehmen oder (...) ob Einschränkungen nur noch für einzelne Risikogruppen zu empfehlen sind”. “Solche Überlegungen müssen bald angestellt werden, damit wir nicht Gefahr laufen, die eindrückliche Solidarität im Lande zu verlieren. Jedenfalls dürfen wir weder nur das gesamte wirtschaftliche Leben bedrohen noch unser Gemeinwesen als Ganzes.” (dpa)

+++ Trump sieht “Licht am Ende des Tunnels” +++

(24.03.2020, 23:50 Uhr)

Trotz dramatisch wachsender Fallzahlen in den USA hat sich US-Präsident Donald Trump im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus optimistisch gegeben. “Wir fangen an, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen”, sagte Trump am Dienstagabend im Weißen Haus. Unklar war, worauf der Präsident diese Aussage basierte.

Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität sind in den USA inzwischen mehr als 52.000 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt - damit liegen die Vereinigten Staaten nur noch hinter China und Italien. Mehr als 670 Menschen starben. Experten zufolge steht den USA das Schlimmste noch bevor. Die Weltgesundheitsorganisation schließt nicht aus, dass die USA das neue Epizentrum der Pandemie werden könnten. (dpa)

+++ Berlin will Corona-Patienten aus Italien aufnehmen +++

(24.03.2020, 23:41 Uhr)

Berlin will so wie andere Bundesländer schwer kranke Corona-Patienten aus Italien zur Behandlung aufnehmen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstagabend an. “Solidarität macht nicht an der Stadtgrenze halt”, sagte Müller in der RBB-Sendung “Wir müssen reden!”. “Wir wollen helfen und Patienten aus Italien aufnehmen. Darüber habe ich heute mit dem Charité-Chef gesprochen.”

Müller folgte damit dem Beispiel anderer Länderchefs. Bayern will ebenfalls Covid-19-Patienten aus Italien aufnehmen, Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Dienstag: “Wir wollen auch da ein Signal der Humanität setzen.” Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte die Aufnahme von zehn Patienten aus dem besonders leidenden Norditalien zu. “Wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein.” In Baden-Württemberg, Sachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind bereits erste Corona-Notfälle aus dem Ausland in Kliniken untergebracht. (dpa)

+++ Covid-19: Die am stärksten betroffenen Länder +++

(24.03.2020, 23:26 Uhr)

Covid-19: Die am stärksten betroffenen Länder (Bild: dpa)

+++ Stadt New York entlässt Hunderte Gefangene +++

(24.03.2020, 23:02 Uhr)

In der Corona-Krise lässt die Stadt New York etwa 300 Gefangene frei. Dabei handele es sich um Insassen, die für kleinere und nicht-gewalttätige Vergehen einsitzen und deren Haftstrafe in weniger als einem Jahr ablaufen würde, sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Dienstag. Dies sei eine Maßnahme, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus auch in den Gefängnissen zu hemmen. De Blasio zufolge hat die US-Ostküstenmetropole mit nun etwa 15.000 Infizierten ein Drittel aller Corona-Fälle in den USA.

New York ist mit Abstand am schwersten von der Krise betroffen. Alle nicht-überlebenswichtigen Unternehmen dürfen ihre Mitarbeiter nur noch von zu Hause aus arbeiten lassen - und die Bewohner des Bundesstaates sollen soweit wie möglich zu Hause bleiben. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen. (dpa)

+++ New York mit “astronomischem” Anstieg an Infizierten +++

(24.03.2020, 22:38 Uhr)

Der US-Bundesstaat New York verzeichnet mittlerweile 25.000 Infizierte. Mindestens 150 Menschen kamen bereits ums Leben. Der Gouverneur des Staates, Andrew Cuomo, schlug angesichts dieser Zahlen Alarm. Er sprach in einer Pressekonferenz am Dienstag von "beunruhigenden und astronomischen Zahlen". Die Zahl der Infektionen verdopple sich derzeit alle drei Tage.

Die Mittel der Behörden seien mit den Ausgangsbeschränkungen weitgehend erschöpft. Cuomo zufolge könnte der Höhepunkt der Infektionen in der Stadt in zwei bis drei Wochen erreicht sein, bis dann würden etwa 140.000 Betten gebraucht - derzeit stünden im Staat nur 3.000 zur Verfügung. Deswegen wolle er Schlafsäle von Universitäten oder Hotels zu Krankenhäusern umzufunktionieren, sagte Cuomo weiter:  "Ich werde diesen Staat auf den Kopf stellen". Zudem rief er die Regierung in Washington dazu auf, weitere Beamtungsgeräte zur Verfügung zu stellen. Bislang sind im Staat New York 7.000 im Einsatz – benötigt würden aber 30.000.

+++ EU-Staaten noch uneins über ESM-Hilfen in Corona-Wirtschaftskrise +++

(24.03.2020, 21:58 Uhr)

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise will die Europäische Union nachlegen und mehr finanzielle Feuerkraft mobilisieren. Doch einigten sich die EU-Finanzminister am Dienstagabend noch nicht auf konkrete Maßnahmen. Vielmehr reichten sie die Entscheidung weiter an die Staats- und Regierungschefs, die an diesem Donnerstag tagen.

Eurogruppenchef Mario Centeno bekräftigte nach einer Schaltkonferenz der Finanzminister aller EU-Staaten, dass vorsorgliche Kreditlinien des Eurorettungsschirms ESM zur Debatte stehen. Es gehe um eine Größenordnung von zwei Prozent der Wirtschaftskraft des jeweiligen Mitgliedsstaats. Aber: “Die Diskussion hat erst begonnen, es bleibt noch Arbeit zu tun.” (dpa)

+++ Dow Jones und DAX legen kräftig zu +++

(24.03.2020, 21:28 Uhr)

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat die heftigen Verluste einer ganzen Handelswoche an einem Tag wieder wett gemacht und den kräftigsten Tagesgewinn seit 1933 gemacht. Das weltweit bekannteste Börsenbarometer eroberte am Dienstag mehr als 2.000 Punkte zurück und stieg um 11,37 Prozent auf 20.704,91 Punkte.

Auch der DAX feierte nach einem verlustreichen Monat kräftige Gewinne. Am Ende legte der Index 10,98 Prozent zu und schloss bei 9.700 Punkten. Absolut lag der Anstieg damit bei 959 Zählern.

+++ Spanien: Corona-Patienten fliehen aus Krankenhäusern +++

(24.03.2020, 21:14 Uhr)

Zahlreiche Corona-Patienten fliehen in Spanien aus den Krankenhäusern. Es habe bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben, sagte der Direktor der Nationalpolizei, Jose Ángel González, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Madrid. Das bereite den Sicherheitsbehörden unnötigerweise eine “Riesenarbeit”, um diese Patienten ausfindig zu machen und wieder in die Krankenhäuser zu bringen.

Allein in den vergangenen Stunden habe es in Leganés bei Madrid sowie im Küstenort Benidorm im Osten Spaniens zwei solcher Fälle gegeben. González klagte, neben solchen Patienten gebe es auch sonst “ziemlich viele verantwortungslose” Bürger, die etwa die vor eineinhalb Wochen verhängte Ausgangssperre verletzten. (dpa)

+++ Auch Hamburg denkt über Abitur-Verlegung nach +++

(24.03.2020, 20:55 Uhr)

Angesichts der geplanten Absage der Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein wegen der Corona-Pandemie will Hamburg seine Haltung in dieser Frage neu überdenken. Durch die überraschende Ankündigung sei eine neue Lage entstanden, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag. “Alleingänge sind in dieser wichtigen Frage nicht vernünftig. Deshalb werden wir jetzt zusammen mit den anderen Ländern prüfen, welche Auswirkungen die Entscheidung in Schleswig-Holstein auf das Abitur in allen anderen Ländern und in Hamburg haben wird.” Dabei solle zügig für Klarheit gesorgt werden. Hamburg wollte bislang an den Abiturprüfungen festhalten. (dpa)

+++ In Frankreich erstmals über 1.000 Opfer von Covid-19-Pandemie +++

(24.03.2020, 20:42 Uhr)

Die Covid-19-Pandemie hat in Frankreich bereits über 1.000 Opfer gefordert. Es starben 1.100 Menschen in Krankenhäusern, das waren 240 mehr als noch am Vortag, wie Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Dienstagabend in Paris mitteilte. In Frankreich steckten sich bisher rund 22.300 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 an, das waren über 2.400 mehr als noch am Vortag. Das Virus kann die Erkrankung Covid-19 auslösen.

Die Epidemie breitet sich nach den Worten Salomons weiter schnell aus. Im Anti-Corona-Kampf hatte Frankreich vor eine Woche strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, die polizeilich überwacht werden. Bürger, die vor die Türe gehen, müssen einen Passierschein vorweisen können und angeben, wohin sie gehen. (dpa)

+++ US-Dramatiker McNally nach Coronavirus-Infektion gestorben +++

(24.03.2020, 20:30 Uhr)

Der US-Dramatiker Terrence McNally ist nach einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. McNally habe zuvor erfolgreich gegen Lungenkrebs gekämpft und an einer chronischen Lungenkrankheit gelitten, berichteten US-Medien am Dienstag unter Berufung auf seinen Sprecher. Nachdem er sich mit dem Erreger angesteckt habe, sei er am Dienstag im Alter von 81 Jahren in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Florida gestorben.

Terrence McNally Anfang März in seinem Zuhause in New York (Bild: Getty Images)

Der 1939 in Florida geborene McNally hat Stücke wie “Corpus Christi”, “The Lisbon Traviata” und “Master Class” geschrieben, die weltweit erfolgreich aufgeführt wurden. (dpa)

+++ Jetzt schon mehr als 400.000 Corona-Fälle weltweit +++

(24.03.2020, 20:11 Uhr)

Weltweit haben sich nach Angaben von US-Experten schon mehr als 400 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Virus verbreitete sich zuletzt rasant: Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300 000 durchbrochen. Mehr als 18 000 Menschen seien inzwischen an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, erklärten Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins am Dienstag.

Zwei Drittel der bis Dienstagnachmittag (Ortszeit) gemeldeten 409 000 Fälle entfielen demnach auf sechs Länder: China, Italien, die USA, Spanien, Deutschland und den Iran. In den USA ist die Zahl bekannter Infektionen zuletzt dramatisch in die Höhe geschnellt. Dort gibt es Johns Hopkins zufolge inzwischen 50 000 Fälle. Am Samstag waren die Forscher noch von rund 24 000 bekannten Infektionen ausgegangen. (dpa)

+++ Gefangene in São Paulo produzieren Atemmasken +++

(24.03.2020, 19:59 Uhr)

Häftlinge in São Paulo werden wegen der Corona-Pandemie von Mittwoch an 320 000 Atemmasken herstellen. Dies sagte der Gouverneur des brasilianischen Bundesstaates, João Doria, in einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag. Die Masken werden demnach in den Eigenbetrieben der Gefängnisse produziert, die Kosten für die Regierung von São Paulo liegen bei 0,80 Reais (0,15 Euro) pro Stück.

Die Justiz São Paulos verbot Besuche in den mehr als 175 Haftanstalten des Bundesstaates. Weil den Gefangenen im halboffenen Vollzug wegen des Coronavirus der vorübergehende Freigang untersagt worden war, rebellierten mehr als 1300 Gefangene in der vergangenen Woche und flohen aus verschiedenen Gefängnissen. Angesichts steigender Corona-Zahlen verhängte der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, der mehr als 40 Millionen Einwohner hat, am Samstag als Erster des südamerikanischen Landes eine weitgehende Ausgangssperre. Diese gilt seit Dienstag für 15 Tage. (dpa)

+++ Keine gemeinsame Erklärung der G7-Außenminister +++

(24.03.2020, 19:45 Uhr)

Die Außenminister der führenden westlichen Industriestaaten werden bei ihrer Videokonferenz am kommenden Mittwoch voraussichtlich keine gemeinsame Erklärung zur Corona-Krise beschließen. Laut Medienberichten konnten die Staaten sich in Vorgesprächen nicht auf einen gemeinsamen Text einigen. Zu den Differenzen zählte der Begriff "Wuhan-Virus", der in dem von den Amerikanern vorgelegten Entwurf verwendet wurde.

+++ Erster Corona-Todesfall in Hamburg +++

(24.03.2020, 18:58 Uhr)

In Hamburg ist erstmals ein 52 Jahre alter Mann eindeutig an den Folgen von Sars-CoV-2 gestroben. Der Mann befand sich nach einem Urlaub mit Symptomen in häuslicher Quarantäne, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Er sei am Sonntagabend gestorben. Eine Untersuchung des Toten durch die Rechtsmedizin ergab einen direkten Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

+++ Italien: Erneut mehr als 700 Tote an einem Tag +++

(24.03.2020, 18:30 Uhr)

In Italien sind wieder mehr als 700 Menschen innerhalb von 24 Stunden an den Folgen von Sars-CoV-2, gestorben. Insgesamt zählte der italienische Zivilschutz bisher 6820 Todesopfer - 743 mehr als am Vortag. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg auf mehr als 69.000.

+++ Bundestag will Epidemie feststellen +++

(24.03.2020, 17:52 Uhr)

Der Bundestag will an diesem Mittwoch eine Notlage in Deutschland durch die Coronavirus-Epidemie feststellen. Der Bund soll verstärkte Befugnisse beim Infektionsschutz erhalten. Eltern sollen Geld bekommen, wenn sie durch Verdienstausfall wegen Kita- oder Schulschließungen zu Hause bleiben müssen.

Durch das Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll die Bundesregierung mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land erhalten. Das Gesetz soll direkt angewendet werden können. “Aufgrund der durch das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 verursachten Epidemie stellt der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite fest”, heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf.

Ein Entschädigungsanspruch für Eltern, die ihre Kinder wegen Kita- oder Schulausfall betreuen müssen, soll laut dem Entwurf zunächst sechs Wochen bestehen - 67 Prozent des Verdienstausfalls soll gezahlt werden. Gelten soll dies bis zu einem Höchstbetrag von 2016 Euro monatlich. “Endet die Schließung oder das Betretungsverbot vor dem Ablauf des Zeitraumes, endet damit auch der Entschädigungsanspruch”, so der Entwurf.

Die Bundesregierung zielt mit dem Entwurf darauf ab, einer Destabilisierung des Gesundheitssystems vorzubeugen. Deshalb müsse die Regierung in die Lage versetzt werden, “schnell mit schützenden Maßnahmen einzugreifen.” (dpa)

+++ Britische Regierung informiert Einwohner per SMS +++

(24.03.2020, 17:42 Uhr)

Die britische Regierung informiert alle Einwohner Großbritanniens per SMS über die Corona-Maßnahmen informiert. Unser England-Korrespondent Tobias Huch teilte ein Screenshot der Benachrichtigung auf Twitter:

+++ Petition: Hunderttausende fordern Grundeinkommen in Corona-Krise +++

(24.03.2020, 17:28 Uhr)

Rund 390 000 Unterzeichner fordern im Internet in einer an Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier gerichteten E-Petition wegen der Corona-Krise die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens für sechs Monate (Stand Dienstag). «Mit so einer hohen Resonanz hätte ich nicht gerechnet. Es zeigt aber, wie viele Menschen die Krise betrifft», sagte die Initiatorin, die in Berlin lebende selbstständige Modedesignerin Tonia Merz, am Dienstagnachmittag. Mit einem Grundeinkommen in Höhe von 800 bis 1200 Euro könne ihnen geholfen werden.

Die am 14. März auf change.org gestartete Petition wird vom Verein «Mein Grundeinkommen» und der Initiative «Expedition Grundeinkommen» unterstützt. Online-Petitionen auf freien Internetplattformen haben keine rechtliche Verbindlichkeit vor Petitionsausschüssen. (dpa)

+++ Putin-Berater: Russland hat kein "klares Bild" vom Ausmaß der Corona-Krise +++

(24.03.2020, 17:26 Uhr)

Die russischen Behörden haben nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin kein "klares Bild" vom Ausmaß der Coronavirus-Krise im Land. "Das Problem ist, dass der Umfang der Tests sehr gering ist", sagte Sobjanin, der Russlands Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Pandemie leitet, laut Kreml am Dienstag in einem Gespräch mit Präsident Wladimir Putin. (AFP)

+++ US-Präsident Trump ruft Kongress zu rascher Einigung auf Corona-Hilfspaket auf +++

(24.03.2020, 17:22 Uhr)

US-Präsident Donald Trump hat den Kongress im Streit um ein billionenschweres Coronavirus-Hilfspakets zu einer raschen Einigung gedrängt. "Der Kongress muss den Deal heute verabschieden, ohne all den Unsinn", schrieb Trump am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Je länger es dauert, desto schwieriger wird es, die Wirtschaft wieder anspringen zu lassen. Das wird unseren Arbeitern schaden." (AFP)

Weitere Infos dazu gibt’s hier

+++ Achtung: Diese gefährliche Maßnahme sollte man NICHT nachmachen +++

(24.03.2020, 17:14 Uhr)

Ein Franzose versuchte sich in Paris mit einer Plastiktüte über dem Kopf gegen das Coronavirus zu schützen. So etwas kann aufgrund von Erstickungsgefahr lebensgefährlich sein. (AFP)

(Bild: AFP)

+++ DFL-Präsidium empfiehlt Aussetzung von Bundesliga bis mindestens 30. April +++

(24.03.2020, 16:58 Uhr)

Das DFL-Präsidium empfiehlt die Aussetzung der Bundesliga sowie der 2. Bundesliga bis mindestens 30. April.

+++ Belgier wollen Vignette für kleinen Grenzverkehr nach Deutschland +++

(24.03.2020, 16:47 Uhr)

Eine Vignette für den kleinen Grenzverkehr mit Deutschland haben die deutschsprachigen Belgier im Osten des Landes verlangt. Damit sollten die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen beschleunigt werden, sagte der Ministerpräsident des Deutschsprachigen Gemeinschaft, Oliver Paasch, am Dienstag im Grenzort Kelmis. (dpa)

+++ Corona-Pandemie: Orban strebt umfassende Vollmachten an +++

(24.03.2020, 16:30 Uhr)

Das ungarische Parlament hat am Dienstag einen Gesetzentwurf debattiert, der dem rechts-nationalen Ministerpräsidenten Viktor Orban umfassende Vollmachten bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie geben soll. Unter anderen sieht die Regelung vor, dass Orban ohne Zeiteinschränkung auf dem Verordnungsweg regieren kann. Dabei wäre er nicht an bestehende Gesetze gebunden und könnte «sonstige außerordentliche Maßnahmen» treffen.

Das Gesetz soll Anfang nächster Woche beschlossen werden. Es ermöglicht zudem, das Parlament für die - nicht begrenzte - Zeit des Epidemie-Notstands nicht tagen zu lassen. Auch Wahlen und Referenden dürfen nicht stattfinden. Außerdem sollen die Strafen für Verstöße gegen Quarantänebestimmungen sowie für die Verbreitung von Falschnachrichten verschärft werden. 

Die Opposition sprach sich in der Debatte gegen derartig weitreichende Vollmachten für Orban aus. In seiner fast zehnjährigen Amtszeit hat Orban nach Ansicht von Kritikern die demokratischen Institutionen in seinem Land ausgehöhlt und einen autoritären Regierungsstil gepflegt. (dpa)

+++ 11 000 Bewerber wollen RKI im Kampf gegen Coronavirus helfen +++

(24.03.2020, 16:29 Uhr)

Auf gewaltiges Interesse ist eine Stellenanzeige als Unterstützungskraft beim Robert Koch-Institut (RKI) gestoßen. Zwischen Donnerstag und Montag hätten sich 11 000 Menschen als Helfer im Kampf gegen das Coronavirus beworben, wie das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mitteilte. Das Amt hatte die Stelle für das RKI ausgeschrieben. «Einen solchen Andrang auf ausgeschriebene Stellen haben wir noch nicht erlebt», sagte BVA-Präsident Christoph Verenkotte. (dpa)

+++ Unternehmen können Sozialbeiträge wegen Corona-Krise später zahlen +++

(24.03.2020, 16:16 Uhr)

Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Corona-Krise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge stattdessen bis Mai gestundet werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag in Berlin aus Kreisen der Sozialversicherungsträger erfuhr.

+++ Berliner Flughäfen leiten Kurzarbeit ein +++

(24.03.2020, 15:59 Uhr)

Nach dem Einbruch der Passagierzahlen in der Corona-Krise schicken die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg ihre 2200 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die kürzere Arbeitszeit solle Entlassungen vermeiden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Flughafengesellschaft werde das gesetzliche Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent des Nettoentgelts aufstocken, bei Alleinerziehenden auf 90 Prozent. (dpa)

+++ Umfragewerte: Union legt in Corona-Krise zu +++

(24.03.2020, 15:43 Uhr)

Einer aktuellen Umfrage zufolge profitiert die Union in puncto Wählergunst von der Coronakrise und legt fünf Prozentpunkte zu. Die Grünen verlieren drei Prozentpunkte.

Weitere Ergebnisse und Infos dazu gibt’s hier

+++ Kurzarbeit für rund 80 000 VW-Beschäftigte in Deutschland +++

(24.03.2020, 15:41 Uhr)

Bei Volkswagen sollen wegen der Lieferprobleme und Absatzschwäche in der Corona-Krise rund 80 000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit gehen. Dies verlautete am Dienstag aus Konzernkreisen. Das Unternehmen hat die deutschen und europäischen Werke sowie weitere Standorte in Amerika und Russland derzeit vorübergehend geschlossen. Als Grund für die beantragte Kurzarbeit hatten die Wolfsburger bereits in der vergangenen Woche die beträchtlichen Arbeitsausfälle in der Produktion sowie in den angrenzenden Bereichen genannt. (dpa)

+++ Schleswig-Holsteins Ministerin plant Absage der Abiturprüfungen +++

(24.03.2020, 15:29 Uhr)

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) plant wegen der Corona-Pandemie eine Absage der Abiturprüfungen im Land. Sie werde dem Kabinett am Mittwoch einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen, sagte Prien am Dienstag. Auch die Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden und zum mittleren Schulabschluss sollen in diesem Schuljahr nicht abgenommen werden. (dpa)

+++ Grüne: Leere Hotels sollen Frauen und Kindern Schutzraum bieten +++

(24.03.2020, 15:14 Uhr)

Die Grünen fordern Hilfen für Frauen und Kinder, die in der Corona-Krise zuhause von Gewalt und Missbrauch bedroht sind. «Die Plätze in Frauenhäusern sind schon in normalen Zeiten zu knapp», sagte Bundestags-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb brauche es unkonventionelle Lösungen. Göring-Eckardt schlug vor: «Leerstehende Pensionen und Hotels können umfunktioniert werden, um kurzfristigen Schutzraum zu schaffen.» Der Bund solle dafür Unterstützung geben. (dpa)

Weitere Hintergründe und wichtige Kontakte im Fall von häuslicher Gewalt gibt's hier

+++ Mehr als 200.000 bestätigte Corona-Infektionsfälle in Europa +++

(24.03.2020, 14:58 Uhr)

Europaweit ist die Zahl der offiziell gemeldeten Coronavirus-Infektionsfälle auf mehr als 200.000 gestiegen. Mehr als die Hälfte der Fälle wurden in Italien und Spanien registriert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Dienstag ergab. Die Zahl der Todesfälle stieg europaweit auf 10.732. (AFP)

+++ Chef der Unionsfraktion dankt Opposition für Mitarbeit in Corona-Krise +++

(24.03.2020, 14:52 Uhr)

Unionsfraktionschef Ralf Brinkhaus (CDU) hat der Opposition im Bundestag für die Unterstützung der Maßnahmen zur Abmilderung der Corona-Krise gedankt. "Was wir bisher besprochen haben, ist unglaublich konstruktiv gewesen", sagte Brinkhaus am Dienstag zu den Gesprächen mit den Oppositionsfraktionen. (AFP)

Weitere Infos dazu gibt’s hier

+++ Corona-Test von isländischer Regierungschefin negativ +++

(24.03.2020, 14:33 Uhr)

Entwarnung im hohen Norden: Die isländische Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir ist nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Ein Test sei negativ ausgefallen, teilte die Regierungschefin der Nordatlantik-Insel am Dienstag auf Facebook mit. Es gebe keine Anzeichen, dass sie den Erreger Sars-CoV-2 in sich trage.

Jakobsdóttir hatte sich nach einem positiven Coronavirus-Befund in der Schule ihres jüngsten Sohnes auf das Virus testen lassen und war deshalb vorerst zu Hause geblieben. Ihr Ehemann und der Sohn befinden sich in Quarantäne. (dpa)

+++ Ramelow kündigt Ausgangsbeschränkungen für Thüringer an +++

(24.03.2020, 14:31 Uhr)

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat wegen der Corona-Krise ein Kontaktverbot für den Freistaat angekündigt. Damit werde umgesetzt, was Bund und Länder am Sonntag vereinbarten hätten, sagte Ramelow am Dienstag nach einer Sitzung des Regierungskabinetts. Die Pläne sehen vor, dass man sich im öffentlichen Raum nur noch alleine, zu zweit oder im Kreise der Mitglieder des eigenen Haushalts aufhalten darf. Ramelow kündigte dazu eine Grundverordnung an, die landesweit gelten soll.

Zugleich betonte der Regierungschef, dass die Menschen weiterhin die Möglichkeit haben sollen, in ihre Gärten zu gehen. «Wir wollen, dass die Menschen raus gehen, dass sie Licht, Luft und die Natur genießen», sagte Ramelow. Auch in Kleingartenanlagen könnten sich die Thüringer weiter aufhalten, weil der Abstand zwischen den Gärten ausreichend sei. (dpa)

+++ Polen führt wegen Coronavirus Kontaktverbot ein +++

(24.03.2020, 14:28 Uhr)

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus setzt Polen auf weitere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und die Reduzierung sozialer Kontakte. Ansammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Dienstag in Warschau.

Die Bürger seien verpflichtet, in ihren Wohnungen zu bleiben, betonte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski. Ausnahmen sollen nur für den Weg zur Arbeit, zum Arzt und zum Einkaufen gelten. Auch Spaziergänge seien weiterhin erlaubt. Morawiecki appellierte an die Bürger, die öffentlichen Verkehrsmittel zu meiden, damit das Ansteckungsrisiko möglichst niedrig bleibe für diejenigen, die mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren müssten. Die Regelungen sollen ab sofort bis zum 11. April gelten. (dpa)

+++ Corona-Krise: Eishalle wird in Madrid zum Leichenhaus +++

(24.03.2020, 14:19 Uhr)

Wegen der rapide zunehmenden Zahl der Corona-Toten wird die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert. Die ersten Särge würden nach Abschluss der Vorbereitungen dort wohl schon im Laufe des Tages eintreffen, sagte der Bürgermeister der spanischen Hauptstadt, José Luis Martínez-Almeida, am Dienstag dem Fernsehsender RTVE. «Es war eine schmerzhafte Entscheidung, die aber nötig war, weil die Bestattungsunternehmen überlastet sind», so der konservative Politiker. Wie lange die Leichen auf der 1800 Quadratmeter großen Eisfläche des «Palacio de Hielo», des «Eispalastes», aufgebahrt werden müssten, könne man nicht sagen.

Madrid ist das Epizentrum der Krise in Spanien. Dort lag die Zahl der Menschen mit nachgewiesener Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 am Dienstag bei mehr als 12 300. Das waren 30 Prozent aller Fälle in Spanien. Mit mehr als 1500 ums Leben gekommenen Patienten kam die Metropole sogar auf mehr als die Hälfte aller Todesfälle im ganzen Land (fast 2700). (dpa)

+++ Lufthansa erstattet stornierte Tickets nicht mehr auf Knopfdruck +++

(24.03.2020, 14:12 Uhr)

Die Lufthansa-Gruppe erstattet stornierte Tickets derzeit nicht mehr auf Knopfdruck. Das Unternehmen hat in den professionellen, vor allem von Reisebüros genutzten Buchungssystemen die Erstattungsfunktion ohne Vorankündigung abgestellt. Dies bedeute aber nicht, dass man keine Erstattungen mehr zahlen wolle, erklärte eine Sprecherin am Dienstag in Frankfurt. Wegen des sprunghaften Anstiegs der Fallzahlen in der Corona-Krise müsse man die Fälle später bearbeiten. Zuerst hatte das Portal «Travel Inside» über die Maßnahme berichtet, die bei Reisebüros für Unruhe gesorgt hat. (dpa)

+++ Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Covid-19-Ausbreitung in Ischgl +++

(24.03.2020, 13:57 Uhr)

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat Ermittlungen zur Ausbreitung des Coronavirus im beliebten Wintersportort Ischgl aufgenommen. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, geht sie dem Verdacht nach, dass ein Gastronomiebetrieb Ende Februar einen positiven Test einer Mitarbeiterin nicht den Gesundheitsbehörden gemeldet habe. Das Land Tirol hatte der Staatsanwaltschaft eine Anfrage des ZDF mit dem entsprechenden Verdacht weitergeleitet. «Es ist unbekannt, um welchen Betrieb es sich dabei handeln soll und ob tatsächlich Meldepflichten verletzt wurden», teilte die Staatsanwaltschaft mit. Daher werde nun ermittelt.

Das Land Tirol und die Tourismusbranche vor Ort waren in den vergangenen Tagen scharf kritisiert worden, weil der Skitourismus mit seinen Après-Ski-Partys die internationale Ausbreitung des Coronavirus verstärkt haben könnte. Vor allem Ischgl geriet diesbezüglich ins Visier. Dort war der Barkeeper einer beliebten Après-Ski-Bar am 7. März positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. (dpa)

+++ Laos meldet als letztes Land Südostasiens erste Corona-Fälle +++

(24.03.2020, 13:53 Uhr)

Als letztes Land in Südostasien hat Laos Ansteckungen mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den beiden Infizierten handle es sich um einen 28 Jahre alten Mitarbeiter eines Hotels in der Hauptstadt Vientiane sowie um eine 36-jährige Touristenführerin, teilte das Gesundheitsministerium des kommunistischen Einparteienstaates am Dienstag mit. Der Mann sei Anfang des Monats im benachbarten Thailand gewesen, die Frau habe Urlaubern aus Europa die Hauptstadt gezeigt. Beide würden im Krankenhaus behandelt. (dpa)

+++ Ryanair streicht wegen Corona-Pandemie alle Flüge +++

(24.03.2020, 13:38 Uhr)

Europas größte Billig-Airline Ryanair hat am Dienstag wegen der Corona-Pandemie alle Flüge für mindestens zwei Monate gestoppt. Das Unternehmen gehe derzeit davon aus, dass keine Flüge im April und Mai stattfinden werden, teilte Ryanair-Chef Michael O'Leary in Dublin mit. Letztlich hänge das aber von den Regierungsanweisungen ab. Niemand wisse, wie lange die Pandemie dauern werde. Ryanair steht laut O'Leary aber bereit, gestrandete Passagiere zurückzufliegen oder sich zum Beispiel an Medikamenten-Lieferungen zu beteiligen. (dpa)

+++ Corona-Zahlen steigen in Spanien weiter: 40 000 Fälle und 2700 Tote +++

(24.03.2020, 13:27 Uhr)

Im von der Corona-Krise besonders schwer betroffenen Spanien steigt die Zahl der Infizierten unvermindert weiter. In den letzten 24 Stunden seien rund 6500 neue Fälle registriert worden, wodurch die Gesamtzahl auf etwa 40 000 gestiegen sei, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in seiner täglichen Bilanz mit. Mit rund 5400 Infizierten hat das medizinische Personal einen Anteil von rund 13 Prozent an der Gesamtzahl. Die Zahl erfasster Todesfälle lag bei knapp 2700 - am Montag waren es gut 2200, am Sonntag 1700. (dpa)

+++ Olympische Spiele um ein Jahr auf 2021 verschoben +++

(24.03.2020, 13:19 Uhr)

Aufgrund der Corona-Krise werden die Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr verschoben, so dass sie erst 2021 stattfinden sollen.

+++ FTI verlängert Reisestopp bis Ende April +++

(24.03.2020, 13:08 Uhr)

Der Reiseveranstalter FTI sagt alle Reisen bis Ende April wegen der Corona-Pandemie ab. «Wir haben erneut auf die Neueinschätzung des Auswärtigen Amtes reagiert und sagen Urlaube mit Abreisen bis 30. April heute ab», sagte Dietmar Gunz, Managing Director der FTI Group, am Dienstag in München. Bislang hatte das Unternehmen einer Sprecherin zufolge bereits Reisen bis zum 19. April abgesagt, dieser Zeitraum wird nun verlängert. (dpa)

+++ Bayern stockt Corona-Hilfspaket auf insgesamt 20 Milliarden Euro auf +++

(24.03.2020, 13:05 Uhr)

Bayern stockt sein Hilfspaket für die Wirtschaft in dem Bundesland noch einmal massiv auf. Zur Bewältigung der Corona-Krise stehen nun 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Zudem werde es weiter vergünstigte Bürgschaften und einen Bayern-Fonds in Höhe von 20 Milliarden Euro geben, um die Wirtschaft zu schützen.

Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an. «Wir machen uns riesige Sorgen um die wirtschaftlichen Herausforderungen. Viele sind sich nicht bewusst, welche Herausforderungen es geben wird», betonte er. (dpa)

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Und hier können Sie die Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sehen:

+++ Soforthilfe-Programm für kleine Unternehmen in Baden-Württemberg ab Mittwoch +++

(24.03.2020, 12:59 Uhr)

Kleinere Unternehmen und Selbstständige, die unter den Folgen der Coronavirus-Krise leiden, können von Mittwoch an finanzielle Soforthilfe des Landes beantragen. "Wir haben einen Rettungsschirm aufgespannt, wie es ihn in der Geschichte unseres Landes noch nie gab", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag. (dpa)

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+++ Altmaier: Dauerhafte Krise der Volkswirtschaft verhindern +++

(24.03.2020, 12:52 Uhr)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will eine dauerhafte Wirtschaftskrise durch die Corona-Pandemie verhindern. Altmaier sagte am Dienstag in Berlin nach einer Videokonferenz mit führenden Ökonomen, die wirtschaftlichen Einbußen würden voraussichtlich höher sein als in der Finanzkrise 2009. Die Bundesregierung habe mit Maßnahmenpaketen den ersten Schritt getan, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Es müssten aber weitere Maßnahmen ergriffen werden, die Deutschland aus der Krise führten. (dpa)

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+++ Österreichs Kanzler stimmt auf Einschränkungen auch nach Ostern ein +++

(24.03.2020, 12:47 Uhr)

Die österreichische Bundesregierung will die Wirkungen ihrer strikten Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie am Freitag umfangreich auswerten und über die Ergebnisse informieren. Kanzler Sebastian Kurz stimmte die Menschen aber am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien schon darauf ein, dass sie auch nach Ostern noch mit einigen Einschränkungen rechnen müssen.

«So viel kann man schon sagen: Es wird nicht das Leben von heute auf morgen wieder so sein, wie es war. Wir werden wahrscheinlich nach Ostern in einer Phase sein, die der heutigen mehr ähnelt als dem Normalzustand», sagte Kurz. (dpa)

+++ Serbien will Coronavirus-Infizierte in Feldlazaretten unterbringen +++

(24.03.2020, 12:42 Uhr)

Serbien will die Ausbreitung des Coronavirus mit rigorosen Maßnahmen unterdrücken. Wer das Sars-CoV-2-Virus trägt, aber keine oder nur leichte Symptome hat, soll künftig strikt isoliert werden, kündigte der Virus-Experte Predrag Kon am Dienstag im staatlichen Fernsehen an. Kon ist Mitglied des nationalen Krisenstabs. Dazu werde auf dem Messegelände der Hauptstadt Belgrad ein Feldlazarett mit 3000 Betten eingerichtet. Schwerkranke sollen wie bisher in reguläre Krankenhäuser kommen.

+++ WHO sieht Hoffnungsschimmer bei Corona-Zahlen in Italien +++

(24.03.2020, 12:15 Uhr)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht erste Hoffnungszeichen, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien Wirkung zeigen. «Die Fallzahlen und Totenzahlen sind in den vergangenen zwei Tagen leicht gefallen», sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Dienstag. Es sei aber noch zu früh, von einem Wendepunkt zu sprechen.

Weltweit seien die Zahlen über Nacht weiter sprunghaft gestiegen, sagte sie. Die WHO wollte konkrete Zahlen im Laufe des Tages veröffentlichen. Sie hatte Stand Montagabend rund 335 000 nachgewiesene Infektionen und knapp 15 000 Tote erfasst. Die renommierte Johns Hopkins-Universität hatte am Dienstag bereits knapp 385 000 Fälle und 16 600 Tote verzeichnet. (dpa)

+++ Iran meldet 122 weitere Coronavirus-Tote +++

(24.03.2020, 11:58 Uhr)

Im Iran ist die Zahl der Corona-Toten erneut stark angestiegen. Das Gesundheitsministerium in Teheran meldete am Dienstag 122 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten durch das neuartige Coronavirus auf 1934. (AFP)

+++ Londoner U-Bahnen trotz Pandemie voll - Bürgermeister entsetzt +++

(24.03.2020, 11:47 Uhr)

Trotz schärferer Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie waren viele Londoner U-Bahnen am Dienstag überfüllt. In vielen Abteilen standen Fahrgäste gedrängt nebeneinander. Eine Krankenschwester berichtete der Deutschen Presse-Agentur, dass sie vorsichtshalber lieber 40 Minuten zu Fuß gehe als die U-Bahn zu ihrer Klinik zu nehmen. Sie wolle nicht sich und die Patienten gefährden.

«Wir müssen mit allen nicht notwendigen Fahrten aufhören», teilte der Bürgermeister der britischen Hauptstadt, Sadiq Khan, mit. «Diese Regeln zu ignorieren, bedeutet mehr Menschenleben zu verlieren.» Mehr Arbeitgeber müssten den Mitarbeitern anbieten, zu Hause zu arbeiten. (dpa)

+++ Volkswagen setzt Produktion auch in Russland aus +++

(24.03.2020, 11:47 Uhr)

Volkswagen will wegen Problemen bei den Lieferketten in der Corona-Krise nun auch die Produktion in Russland vorübergehend einstellen. Ab der kommenden Woche solle die Fertigung für zunächst zwei Wochen pausieren, hieß es am Dienstag aus der Konzernzentrale in Wolfsburg. VW ist in den Werken Kaluga und Nischni Nowgorod auch auf Zulieferungen von Bauteilen etwa aus Westeuropa angewiesen. Die Versorgung von Händlern und Kunden sei derzeit aber sichergestellt, teilte das Unternehmen laut der russischen Agentur Tass mit. (dpa)

+++ Covid-19: Die am stärksten betroffenen Länder +++

(24.03.2020, 11:32 Uhr)

Covid-19: Die am stärksten betroffenen Länder (Grafik: dpa)

+++ Analysten: Corona-Pandemie bewirkt "beispiellosen" Kollaps der Privatwirtschaft +++

(24.03.2020, 11:28 Uhr)

Die Corona-Pandemie hat den Analysten von IHS Markit zufolge einen bis dato ungesehen Kollaps der Privatwirtschaft in der Eurozone verursacht. Der Sammelindex des Analyseinstituts für die Euro-Länder sank einer vorläufigen Schätzung vom Dienstag zufolge von 51,6 Zählern im Februar auf 31,4 im März. Das sei "der größte monatliche Einbruch der wirtschaftlichen Tätigkeit" seit der ersten Erfassung vergleichbarer Daten der Länder im Juli 1998. (AFP)

+++ Jazz-Star Manu Dibango an Folgen von Corona-Erkrankung gestorben +++

(24.03.2020, 11:24 Uhr)

Der Musiker Manu Dibango ist mit 86 Jahren an den Folgen seiner Covid-19-Erkrankung verstorben. Er ist unter anderem durch den Hit "Soul Makossa" bekannt.

Weitere Hintergründe gibt’s hier

+++ Ausgangssperre in afghanischer Grenzprovinz Herat angeordnet +++

(24.03.2020, 11:21 Uhr)

In Afghanistan soll in der westlichen Grenzprovinz Herat wegen der Corona-Krise eine Ausgangssperre verhängt werden. Seit Wochen warnen Hilfsorganisationen vor dem Grenzverkehr im Westen Afghanistans, weil das Nachbarland Iran besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen ist. Die von der Regierung angeordnete Sperre soll tagsüber gelten, zudem sollen Treffen von mehr als zwei Personen vermieden werden. (dpa)

+++ Saar-Uniklinik nimmt fünf Corona-Patienten aus Grand Est auf +++

(24.03.2020, 11:10 Uhr)

Fünf Corona-Notfallpatienten aus der ostfranzösischen Region Grand Est werden nun im Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg behandelt. Sie seien am Montag eingeliefert worden, nachdem das Saarland der benachbarten Region Unterstützung zugesagt hatte, teilte Regierungssprecher Alexander Zeyer am Dienstag in Saarbrücken mit. Weitere Covid-19-Patienten aus Grand Est würden nicht erwartet. Das Saarland habe sich zur Aufnahme von fünf Kranken bereiterklärt.

Grand Est hat als Corona-Risikogebiet mit zahlreichen Fällen zu kämpfen. Seit Beginn der Pandemie sind dort 335 Menschen gestorben. (dpa)

+++ Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Landtags +++

(24.03.2020, 11:00 Uhr)

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet formulierte in der Sondersitzung 3 Ziele in der Corona-Krise:

  • Wir müssen die Ausbreitung des Virus verlangsamen

  • Wir müssen unser Gesundheitssystem binnen Wochen massiv ausbauen

  • Wir müssen die Folgen der Pandemie für das Land und die Wirtschaft jetzt schon abfedern

Zudem nimmt NRW zehn Corona-Patienten aus dem besonders vom Virus betroffenen Norditalien auf. Die italienische Luftwaffe werde die Patienten nach NRW verlegen. «Das ist ein kleiner Tropfen», sagte Laschet. «Aber wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein.» Jedes Leben, das man retten können, sei es wert. Zuvor hatten bereits andere Bundesländer Corona-Patienten aus dem Ausland aufgenommen.

Laschet hat die Bevölkerung auf harte wirtschaftliche Folgen eingestimmt. "Wir stehen am Beginn einer großen und wahrscheinlich weltweiten Krise", sagte Laschet. Die Landesregierung wolle alles tun, um die negativen Folgen der Krisen zu minimieren. "Der Kollaps unserer Volkswirtschaft muss verhindert werden", sagte Laschet. Daher habe das Land ein Hilfsprogramm "von historischem Ausmaß" in Höhe von 25 Milliarden Euro aufgelegt. (dpa)

Hier können Sie sich die Sondersitzung anschauen:

+++ Auch Zypern verhängt Ausgangsbeschränkungen +++

(24.03.2020, 10:57 Uhr)

Im Kampf gegen das Coronavirus hat auch Zypern am frühen Dienstagmorgen weitreichende Maßnahmen verhängt, die den Ausgang der Bürger beschränken. Die Menschen dürfen nur noch das Haus verlassen, um Lebensmittel einzukaufen, zum Arzt, zur Apotheke oder zum Sport zu gehen sowie den Hund auszuführen. Auch zur Arbeit, soweit sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann, dürfe das Haus verlassen werden.

Bislang wurden im Süden der Republik Zypern 116 Corona-Infektionen diagnostiziert. Ein Mensch starb daran. In der nur von der Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern (KKTC) sind bislang nach offiziellen Angaben 40 Menschen am Coronavirus erkrankt. (dpa)

+++ Luftverkehr über Europa geht immer weiter zurück +++

(24.03.2020, 10:55 Uhr)

Der Luftverkehr über Europa dünnt in der Corona-Krise immer weiter aus. Am Montag gab es laut Eurocontrol nur noch 6 837 kontrollierte Flüge und damit weniger als ein Viertel eines vergleichbaren Tages im vergangenen Jahr. Der Rückgang betrug 75,9 Prozent und war damit so stark wie noch nie seit Beginn der Krise, wie die Flugsicherungs-Koordination am Dienstag in Brüssel mitteilte. (dpa)

+++ Indien weitet Ausgangssperren aus +++

(24.03.2020, 10:53 Uhr)

Indien hat seine Ausgangssperren während der Corona-Pandemie auf 32 der 36 Bundesstaaten und Bundesterritorien ausgeweitet. Das teilte die Regierung am Dienstag auf Twitter mit. Aus nahezu allen Landesteilen seien Infektionen gemeldet worden, hieß es zur Begründung. Damit sind nun mindestens eine Milliarde Menschen von den Maßnahmen betroffen. In den übrigen Staaten gelten zunächst nur teilweise Einschränkungen. (dpa)

+++ Eric Clapton verschiebt Tournee - Konzert in München erst 2021 +++

(24.03.2020, 10:41 Uhr)

Eric Clapton verschiebt wegen der Corona-Krise seine Europa-Tournee und damit auch seine drei Konzerte in Deutschland. Ursprünglich sollte er am 31. Mai in München auftreten und danach in Stuttgart und Düsseldorf. Jetzt sollen seine Auftritte ein Jahr später stattfinden. (dpa)

+++ Krankschreibung per Telefon jetzt für bis zu 14 Tage möglich +++

(24.03.2020, 10:36 Uhr)

Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle werden die Vorgaben für eine Krankschreibung weiter gelockert. Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege können sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt für bis zu 14 Tage krank schreiben lassen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Dienstag in Berlin mitteilte. Eine telefonische Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit ist auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. Patienten müssen dafür also nicht eigens in die Praxis kommen. (AFP)

+++ Wirtschaftsstimmung in der Eurozone bricht auf Rekordtief ein +++

(24.03.2020, 10:34 Uhr)

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone ist als Folge der Virus-Krise dramatisch eingebrochen. Wie das Marktforschungsinstitut IHS Markit am Dienstag in London mitteilte, fiel der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex im März um 20,2 Punkte auf 31,4 Zähler. Das ist ein Rekordtief. Selbst der bisherige historische Tiefststand aus Zeiten der Finanzkrise wurde klar unterboten. Besonders stark trübte sich die Stimmung unter den Dienstleistern ein. «Die Eurozone verzeichnete im März einen beispiellosen Kollaps der Wirtschaftsaktivitäten, ausgelöst durch die Verschärfung der Corona-Pandemie», kommentierte Markit die Umfragedaten. (dpa)

+++ Altmaier gegen gemeinsame Schulden der Euro-Staaten +++

(24.03.2020, 10:31 Uhr)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat gemeinsamen Schulden der Euro-Staaten zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie eine klare Absage erteilt. «Wir sind alle entschlossen, in Europa eine Neuauflage der Staatsschuldenkrise, wo immer möglich, zu verhindern», sagte er dem «Handelsblatt». «Aber ich rate zu Vorsicht, wenn angeblich neue, geniale Konzepte präsentiert werden, die häufig genug Wiedergänger längst verworfener Konzepte sind.»

Zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen durch die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 sind auf EU-Ebene sogenannte Corona-Bonds im Gespräch. Das sind von EU-Institutionen ausgegebene gemeinsame Anleihen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte sich am vergangenen Freitag offen für solche Bonds gezeigt. Altmaier hält es hingegen für wichtiger, die Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu stärken. «Innovation ist wichtiger als Subvention, und genau dafür werden wir die Weichen stellen», betonte er im «Handelsblatt». (dpa)

+++ Millionen von Deutschland bestellte Atemmasken in Kenia verschwunden +++

(24.03.2020, 10:17 Uhr)

Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland gegen eine weitere Verbreitung von Corona-Infektionen hat es eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia «spurlos verschwunden», berichtete der Spiegel am Dienstag. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, der Vorgang werde untersucht. Der von der Generalzolldirektion geschlossene Liefervertrag habe storniert werden können. Weiter sagte sie, es handele sich um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials. (dpa)

+++ Thailands Premier kündigt Ausnahmezustand wegen Corona an +++

(24.03.2020, 09:52 Uhr)

Thailands Premierminister hat wegen der Corona-Pandemie angekündigt, einen Ausnahmezustand von diesem Donnerstag zu verhängen. Auf diese Weise solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden, sagte General Prayut Chan-o-cha am Dienstag in einer Fernsehansprache. Im Zuge der Maßnahmen würden die Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben, sagte er weiter. Gelten sollten die Regelungen in Gebieten, in denen die Gefahr einer Ausbreitung des Virus bestehe. Weitere Maßnahmen würden am Donnerstag bekanntgegeben. (dpa)

+++ Gesetzespakete in Corona-Krise: Sondersitzungen des Bundesrats +++

(24.03.2020, 09:50 Uhr)

Der Bundesrat kommt in der Corona-Krise am Mittwoch und Freitag zu Sondersitzungen zusammen. Wie die Länderkammer am Dienstag mitteilte, geht es am Mittwoch um den geplanten Nachtragshaushalt des Bundes. Der Bundesrat kann dazu Stellung nehmen, bevor der Bundestag voraussichtlich am gleichen Tag den Nachtrag in erster, zweiter und dritter Lesung verabschiedet. Am Freitag beraten die Länder dann die Gesetzespakete der Bundesregierung, mit denen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise abgefedert werden sollen. (dpa)

+++ Wie Seife das Corona-Virus zerstört +++

(24.03.2020, 09:47 Uhr)

Wie Seife das Corona-Virus zerstört (Grafik: A. Brühl, dpa)

+++ Corona-Pandemie in Italien: Russland schickt weitere Hilfe +++

(24.03.2020, 09:41 Uhr)

Russland verstärkt seine Hilfe für Italien im Kampf gegen das Coronavirus. Es seien drei weitere Flugzeuge des Typs Iljuschin Il-76 in der Nähe der Hauptstadt Rom gelandet, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstag der Staatsagentur Tass zufolge mit. Damit sind mittlerweile 14 Maschinen mit medizinischer Ausrüstung in das von der Pandemie besonders betroffene Nato-Land verlegt worden. An Bord seien Ausrüstung zur Diagnose und Desinfektion gewesen. Der Einsatz werde fortgesetzt, hieß es. (dpa)

+++ Giffey: Corona-Krise könnte mehr häusliche Gewalt zur Folge haben +++

(24.03.2020, 09:36 Uhr)

Isolation und finanzielle Sorgen durch die Corona-Krise könnten zu mehr häuslicher Gewalt führen. Das sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin». Umso wichtiger sei es für Opfer zu wissen, dass sie das Haus verlassen dürfen, um sich Hilfe zu holen. Das sei ein triftiger Grund. Auch telefonische Hilfe-Hotlines seien erreichbar und würden angesichts der Corona-Pandemie ausgebaut, sagte die Ministerin.

Weitere Infos und wichtige Kontakte für den Fall von Gewalt finden Sie hier

Arme Familien oder solche mit krassen Einkommenseinbrüchen könnten zudem ab 1. April einen Zuschlag zum Kindergeld bekommen, sagte Giffey. Vorgesehen seien bis zu 185 Euro im Monat. «Das bedeutet, dass die finanziellen Sorgen ein großes Stück abgefedert werden.» Der Zuschlag werde digital beantragbar sein. (dpa)

+++ Polizei München: Notruf durch Baustellen-Hinweise unnötig belastet +++

(24.03.2020, 09:31 Uhr)

Die zahlreichen Hinweise von Bürgern zu möglichen Verstößen gegen Corona-Ausgangsbeschränkungen stellen auch den Polizeinotruf vor Herausforderungen. So berichtet die Münchner Polizei von vielen Anrufen zu Baustellen auf den Straßen, bei denen sich Bürger beschwerten, dass dort weiter gearbeitet werde.

Solche gewerblichen Baumaßnahmen im öffentlichen Bereich seien aber ausdrücklich weiterhin erlaubt, betonte Polizeisprecher Werner Kraus am Dienstag. Es sei wichtig, dass der Notruf in diesen Zeiten nicht zusätzlich belastet werde, bat er um Mithilfe der Bürger. (dpa)

+++ Altmaier hofft auf Corona-Hilfszahlungen für Firmen noch diese Woche +++

(24.03.2020, 09:27 Uhr)

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen könnten laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier noch diese Woche erste Hilfsgelder bekommen. «Es soll so unbürokratisch wie möglich gehen - wo immer möglich, auch elektronisch», sagte der CDU-Politiker am Dienstag im ZDF-«Morgenmagazin». Einige Bundesländer könnten schon diese Woche zur Auszahlung der Mittel bereit sein. Spätestens Mitte kommender Woche solle dann in allen Ländern klar sein, welche Stellen die Gelder auszahlen. (dpa)

+++ NRW erlässt Bußgeld-Katalog für Verstöße gegen Corona-Regeln +++

(24.03.2020, 09:21 Uhr)

Nordrhein-Westfalen hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die landesweiten Corona-Regeln mit Strafen bis zu 5000 Euro erlassen. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25 000 Euro fällig. Der Erlass, der nach dpa-Informationen am Montagabend an die zuständigen Behörden geschickt wurde, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. (dpa)

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+++ Mehr als 1500 Coronavirus-Fälle in Türkei - 37 Todesopfer +++

(24.03.2020, 09:12 Uhr)

Die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 ist in der Türkei auf 37 gestiegen. An einem Tag seien sieben Menschen verstorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Montagabend auf Twitter mit. Zudem seien 293 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, damit steigt die Gesamtzahl der erfassten Infizierten auf 1529. In 24 Stunden seien rund 3700 Tests durchgeführt worden, schrieb Koca.

Die türkische Regierung teilt nicht mit, in welchen Städten oder Provinzen Menschen positiv getestet wurden. Koca hatte in einer Pressekonferenz am Montag lediglich gesagt, dass es im ganzen Land Fälle gebe. Die Türkische Ärztevereinigung (TTB) fordert von der Regierung in Ankara Transparenz, sie beklagt zudem, dass es in den Krankenhäusern an Schutzkleidung für medizinisches Personal mangele. (dpa)

+++ Mehrere europäische Länder verschärfen Maßnahmen weiter +++

(24.03.2020, 08:10 Uhr)

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie haben mehrere europäische Länder ihre Einschränkungen des öffentlichen Lebens nochmals verschärft.

In Großbritannien trat am Montagabend eine dreiwöchige Ausgangssperre in Kraft. In Frankreich wurden die bereits bestehenden Ausgehverbote ausgeweitet. In den Niederlanden wurde das Versammlungsverbot verlängert. In Spanien bereitet unterdessen die Situation in den Altersheimen wachsende Sorgen. Soldaten fanden in Seniorenheimen völlig sich selbst überlassene Bewohner und in manchen Fällen sogar Leichen in den Betten, wie Verteidigungsministerin Margarita Robles berichtete. In Italien gibt es inzwischen kleine Hoffnungsschimmer. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ging dort zuletzt deutlich zurück, von 6557 am Samstag auf 4789 am Montag. Auch die Zahl der Verstorbenen sank. Am Samstag hatte es noch einen erschütternden weltweiten Rekord von 793 neu verzeichneten Coronavirus-Toten gegeben, am Montag waren es 601. Es gebe "Licht am Ende des Tunnels", sagte der oberste Gesundheitsbeamte der Region Lombardei, Giulio Gallera.

+++ Niedersachsens Regierungschef sieht Hoffnung +++

(24.03.2020, 08:00 Uhr)

Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) hat Hoffnung, dass die allerhärtesten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise nach dem Osterfest etwas gelockert werden dürfen.

Wenn man jetzt richtig auf die Bremse trete, könne die Epidemie verlangsamt werden, sagte Weil der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Der normale Alltag könne dann in einigen Wochen Schritt für Schritt wieder hochgefahren werden.

+++ Weltärztepräsident: Corona-Krise mindestens bis Ende des Jahres +++

(24.03.2020, 07:10 Uhr)

Der Präsident des Weltärztebundes rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise. "Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten", sagte Frank Ulrich Montgomery der Deutschen Presse-Agentur. Bis ein Impfstoff verfügbar sei, "werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen".

Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung. Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden - wie bei einer Ausgangssperre - "oder ob sie es selber in der Hand haben". Der Weltärztepräsident hatte sich zuvor gegen ein Ausgangsverbot ausgesprochen.

+++ China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf +++

(24.03.2020, 06:40 Uhr)

In China wird die wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. In der dortigen Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt, wird das allgemeine Verbot zum Verlassen der Stadt und Provinz zum 8. April aufgehoben, wie die örtlichen Behörden am Dienstag ankündigten.

Für die übrigen Bewohner von Hubei gilt, dass sie ab Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) aus der Provinz ausreisen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind.

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+++ Eurogruppe berät über Instrumente gegen Wirtschaftskrise +++

(24.03.2020, 05:45 Uhr)

Die Finanzminister der Eurozone und der übrigen EU-Staaten beraten am Dienstagabend (18.30 Uhr) über weitere Maßnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Zur Debatte stehen unter anderem vorsorgliche Kreditlinien des Eurorettungsschirms ESM. Nach den Worten von Eurogruppen-Chef Mario Centeno geht es um "eine neue Verteidigungslinie gegen das Coronavirus als Teil einer koordinierten Antwort auf die Krise".

Neben milliardenschweren Hilfspaketen der einzelnen EU-Staaten wurden bereits mehrere Hebel auf europäischer Ebene gegen die erwartete Wirtschaftskrise gezogen. Am Montag hatten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister die Aussetzung der europäischen Schulden- und Defizitregeln gebilligt. Die EU-Beihilferegeln sollen ebenfalls bis zum äußersten ausgereizt werden, und aus dem EU-Haushalt sollen Milliarden für Krisen-Investitionen umgewidmet werden.

+++ Handwerkspräsident fordert Hilfen bis Ende März +++

(24.03.2020, 05:40 Uhr)

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer hat in der Corona-Krise schnelle Hilfen bis zum Monatsende gefordert - sonst gingen viele Betriebe pleite. "Wenn es nicht gelingt, dass die Gelder und Zuschüsse noch vor Ablauf des März bei den Betrieben ankommen, droht das Hilfsunterfangen der Bundesregierung zu scheitern", sagte Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es um nicht weniger geht als die weitere Existenz und den Fortbestand von Tausenden Betrieben und Arbeitsplätzen. Für viele Betriebe im Handwerk ist es inzwischen eine Frage von Tagen, ob sie es schaffen, zu überleben oder ob sie pleitegehen."

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+++ Strände in Kalifornien werden wegen Coronavirus geschlossen +++

(24.03.2020, 05:30 Uhr)

In Kalifornien werden erstmals Strände geschlossen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Der Bürgermeister von San Diego ordnete am Montag (Ortszeit) die Schließung städtischer Strände, Parks und Wanderwege an. Zu viele Menschen hätten am Wochenende die zuvor verhängten Auflagen missachtet, voneinander Abstand zu halten, klagte Bürgermeister Kevin Faulconer auf Twitter. Auch in dem beliebten Küstenort Laguna Beach bleiben die Strände ab sofort zu.

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hatte am Freitag für die knapp 40 Millionen Einwohner umfangreiche Ausgangsbeschränkungen verfügt. Die Menschen sind angewiesen, weitgehend zuhause zu bleiben, Sport und Bewegung im Freien mit Abstand voneinander sind aber noch erlaubt. 

+++ US-Regierung geht gegen Wucherpreise vor +++

(24.03.2020, 05:25 Uhr)

Die US-Regierung will dagegen vorgehen, dass Bürger in der Coronavirus-Krise in großen Mengen Schutzmasken oder Desinfektionsmittel horten, um sie überteuert weiterzuverkaufen. US-Präsident Donald Trump sagte am Montag im Weißen Haus in Washington, er habe eine Verfügung unterzeichnet, um ein solches Verhalten zu verbieten und unter Strafe zu stellen.

Bestimmte medizinische Produkte sollten offiziell als knappe Waren eingestuft werden. Bei diesen kritischen Produkten sei es dann verboten, sie in großen Mengen zu horten und zu Wucherpreisen weiterzuverkaufen. Niemand dürfe die aktuelle Notlage der Amerikaner ausnutzen.

US-Justizminister William Barr sagte, noch seien keine Produkte in diese Kategorie eingestuft worden. Erste Untersuchungen in diesem Bereich seien aber bereits gestartet worden. "Wenn Sie einen großen Vorrat an Toilettenpapier zu Hause haben, ist das nichts, weshalb Sie sich Sorgen machen müssen", sagte Barr an die Adresse der Bevölkerung. "Aber wenn Sie auf einem Lagerhaus mit Masken, Operationsmasken sitzen, dann werden wir an Ihre Tür klopfen."

+++ Trump verbreitet Optimismus +++

(24.03.2020, 05:20 Uhr)

US-Präsident Donald Trump hat der amerikanischen Bevölkerung eine baldige Erholung von der Coronavirus-Krise in Aussicht gestellt. "Die Beschwernisse werden enden, sie werden bald enden", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. "Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte", versicherte er. Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Das normale Leben werde zurückkehren und die Wirtschaft werde sich erholen.

"Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem", sagte Trump. Er räumte ein, die Lage werde sich zunächst wohl noch verschlechtern, betonte aber: "Wir versuchen, dafür zu sorgen, dass es weit weniger schlecht wird." Es handele sich um ein medizinisches Problem. "Wir werden nicht zulassen, dass es sich zu einem bleibenden finanziellen Problem entwickelt."

Durch das Virus sei vieles zum Stillstand gekommen, doch zu einem bestimmten Zeitpunkt müssten die Dinge wieder losgehen. "Es wird verschwinden. Wir werden diesen Kampf gewinnen", versprach Trump. "Wir werden diesen Krieg gewinnen und wir werden ihn viel eher gewinnen, als viele Menschen denken."

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