Covid-Impfung: Stärkere Nebenwirkungen durch Mischung der Impfstoffe?

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Die meisten Experten hätten keine Bedenken, die erste und zweite Covid-Impfung mit verschiedenen Vakzinen durchzuführen. Doch eine Studie deutet an, dass sich bei Misch-Impfungen die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erhöht. Die Com-COV-Studie der Oxford Vaccine Group

wurde im Februar gestartet.

Dabei wollte man vor allem testen, ob eine Mischung der Vakzine zu wirksamerem und vor allem länger anhaltendem

Impfschutz führte. Zudem lockt eine vereinfachte Impf-Logistik, sollte man Pfizer und AstraZeneca kombinieren können: Man muss die erste und zweite Dosis nicht länger zwingend aufeinander abstimmen und kann am jeweiligen Termin einfach den vorhandenen Impfstoff verwenden. Liefer-Engpässe wären ebenfalls kein Problem mehr. Ein Kombination würde die Impf-Kampagnen weltweit erleichtern.

Um die Durchführbarkeit zu testen, wurde eine Studie mit mehr als 800 Freiwilligen über 50 durchgeführt. Unter den gemeldeten Nebenwirkungen

waren Schüttelfrost sowie Kopf- und Muskelschmerzen.

Keine der Beschwerden hielt jedoch lange an. 10 Prozent der Probanden, die zwei AstraZeneca-Dosen erhielten, berichteten von Nebenwirkungen.

Bei einer Mischung stieg dieser Anteil auf 34 Prozent.

Die Erkenntnisse seien "sehr interessant" und unerwartet, so der Studienleiter Professor Matthew Snape von der Oxford Vaccine Group. Man habe jedoch wertvolle Erkenntnisse gewonnen. So sei es zum Beispiel nicht ratsam, das Krankenhauspersonal auf einer Station komplett mit Misch-Vakzinen durchzuimpfen. "Es könnte am Folgetag zu mehr Krankmeldungen kommen", so der Wissenschaftler.

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