Dänemark erlaubt Haustiere in Asylunterkünften

Olga Denysova ist mit ihrem Mops Archie aus der Ukraine nach Dänemark geflohen. Beide sind in einer Asylunterkunft in Bolderslev auf Jütland untergekommen, was keine Selbstverständlichkeit ist, denn bis vor Kurzem waren Haustiere in dänischen Flüchtlingsheimen nicht erlaubt.

Hund und Frauchen sind glücklich: "Archie ist sehr froh hier zu sein", sagt Denyova strahlend. "Die Natur ist schön, ich führe ihn spazieren."

Einige Geflüchtete haben Hunde als Bedrohung erlebt

Was des einen Freud ist, ist des anderen Leid. Der Betreiber der Asylunterkünfte musste Vorkehrungen treffen, um zum Beispiel Bewohnerinnen und Bewohner, die allergisch sind, zu schützen. Andere haben schlechte Erfahrungen gemacht, erklärt Niels Bøgskov Frederiksen vom Betreiber "Asylsyd": "Einige Bewohner haben erlebt, dass Hunde als Waffen eingesetzt wurden. In einigen der älteren Unterkünfte wohnen Menschen, die Angst vor Hunden haben."

Ukrainerinnen und Ukrainer können ihre Vierbeiner mit nach Dänemark bringen, auch wenn diese nicht alle Voraussetzungen erfüllen. Nach der Einreise müssen die Tiere deswegen untersucht werden. "Das ist wichtig, weil wir nicht wollen, dass sich die Tollwut in Dänemark wieder ausbreitet", so die Tierärztin Anja Warming Andsager.

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