Darf ich mein Haustier im Taxi, Uber oder CleverShuttle mitnehmen?

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

In den australischen Städten Sydney und Brisbane haben Uber-Nutzer ab sofort eine neue Option: Gegen eine Zusatzgebühr von umgerechnet drei bis vier Euro können sie ein Fahrzeug bestellen, in dem sie ihr Haustier mitnehmen können. Doch wie ist die Rechtslage für Tierbesitzer eigentlich in Deutschland?

Hunde in Australien können jetzt ein Uber-Auto mit dir teilen. (Symbolbild: Getty Images)

Uber in Deutschland

Wer in Deutschland Ridesharing nutzen und ein Tier mitnehmen möchte, kann das nicht ohne weiteres. Laut den Uber-Bestimmungen sollte man dem Fahrer im Vorfeld eine Textnachricht schicken oder ihn anrufen, um ihm mitzuteilen, dass und welches Tier man transportieren möchte. Ob der Fahrer dem zustimmt, liegt dann in seinem Ermessen. Zudem werden Tierbesitzer aufgefordert, eine eigene Transportkiste oder Decke mitzubringen, um das Fahrzeug sauber zu halten. Manche Fahrer hätten zu diesem Zweck extra Decken im Kofferraum, schreibt Uber auf seiner Website.

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Die Regeln von CleverShuttle

Viel rigider sind die Regeln des Ridepool-Fahrservices CleverShuttle, der aktuell in Berlin, München, Leipzig, Dresden, Düsseldorf und Kiel verfügbar ist und weiter expandieren will. Auf der Website steht eindeutig: ”Aus Rücksicht auf andere Mitfahrer ist es dir nicht gestattet, Haustiere mitzunehmen.“ Doch natürlich muss auch CleverShuttle Assistenz- und Servicetiere für beispielsweise blinde Personen befördern, die Halter überallhin mitnehmen dürfen. In solchen Fällen sollten Kunden einen zusätzlichen Sitzplatz buchen, ”damit dein tierischer Begleiter genügend Platz im Shuttle findet“, schreibt CleverShuttle.

Die Unternehmen haben unterschiedliche Regeln für Haustiere. (Symbolbild: Getty Images)

Bei Taxen dürfte es die wenigsten Probleme geben

Rein rechtlich gesehen sind Hunde wie andere Kleintiere Gegenstände und müssen vom Taxifahrer ohne Aufpreis transportiert werden. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, zum Beispiel, wenn der Fahrer allergisch gegen Hundehaare ist oder Angst vor einem Hund hat. In diesem Fall würde er bei einer Mitnahme die Fahrsicherheit der Passagiere gefährden. Sollte dies der Fall sein, muss er aber in der Zentrale ein anderes Fahrzeug anfordern, in dem es einen abgetrennten Bereich für den Hund gibt. Weigert er sich ohne triftigen Grund ein Kleintier mitzunehmen, muss er mit einem Bußgeld in Höhe von mehreren Hundert Euro rechnen.

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In Taxis dürfen Hunde generell nicht auf den Sitzplätzen untergebracht werden, auch nicht auf Decken oder in Transportboxen. Für kleinere Tiere ist der Fußraum gedacht, größere sollen bei einem Kombi oder im Großraumtaxi im Kofferraum untergebracht werden. Sollten die Tiere schmutzige Pfoten haben und das Taxi damit beschmutzen, müssen die Besitzer damit rechnen, die Reinigung bezahlen zu müssen.

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