Darum hat Wodka im Gefrierfach nichts verloren

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Die eisigen Temperaturen des Tiefkühlfachs sind nicht für jeden Wodka empfehlenswert. (Bild: Getty Images)

Spontan Lust auf einen gut gekühlten Drink? Dafür stellt man den Wodka gerne schnell mal in den Gefrierschrank. Der Schöpfer des Premium-Wodkas Grey Goose schüttelt dabei nur den Kopf. Er erklärt, wie man Wodka richtig zubereitet und genießt.

Nur weil die Gefriertemperatur von Wodka bei minus 27 Grad liegt und der Alkohol somit wochenlang tapfer im Gefrierfach verharren kann, heißt das nicht, dass das der richtige Ort für seine Aufbewahrung ist. Denn durch diese Methode werde der Geschmack des Wodkas vollständig ruiniert, so François Thibault, Maître de Chai (Kellermeister) und Erfinder des Rezepts für den Premium-Wodka Grey Goose. Bei seiner Berufsbezeichnung kann man sich also sicher sein, dass der Mann weiß, wovon er spricht.

Die perfekte Wodka-Temperatur

Dem ”Business Insider“ gegenüber erklärte er, dass das Einfrieren von Premium-Wodkas die ausgefeilten Aromen und Geschmacksrichtungen der Getränke völlig verberge. Der Wodka solle bestenfalls bei einer Temperatur zwischen 0 und 4 Grad genossen werden, was wiederum einer leichten Verdünnung mit Eis in einem Mischglas entspreche, so Thibault.

Bei dem Genuss von Premium-Wodka liegt die perfekte Temperatur bei 0 bis 4 Grad. (Bild: Getty Images)

Doch Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel: Während der Geschmack von Premium-Wodkas durch die niedrigen Temperaturen im Gefrierschrank ruiniert werde, verbessere sich der Geschmack von günstigen Wodkas durch diese Methode. Das liege daran, dass die niedrige Temperatur jegliche “aggressiven, brennenden Noten” im Wodka unterdrücke. Dadurch sei der günstige Wodka dann leichter zu trinken.

Fazit: Günstige Marken dürfen ins Tiefkühlfach. Aber wenn man schon einmal das Geld für eine Premiummarke ausgibt, verhelfen ein paar Eiswürfel oder vorgekühlte Gläser zum richtigen Genuss. In diesem Sinne: cheers!