Darum kosten bunte Briefe mehr Porto

Antonia Wallner
Freie Autorin

Bunte Briefe werden eher selten verschickt. Wenn sie doch einmal den Weg zur Post finden, kosten sie deutlich mehr Porto, als der klassische weiße Brief. Warum eigentlich?

Bunter Briefumschläge verwendet man oft für Einladungen zu besonderen Anlässen. (Symbolbild: Getty Images)

Wenn wir in unserem digitalen Alltag noch Briefe verschicken, dann entweder langweilige Fensterbriefe an diverse Ämter oder Einladungen zu besonderen Anlässen, wie etwa Hochzeiten oder Jubiläen. Letztere stecken dann gerne in farbigen Umschlägen, damit sie im Briefkasten auch richtig auffallen. Umso ärgerlicher ist es dann für den Absender, wenn die farbigen Briefe wieder zurückkommen. Der Grund: falsch frankiert.

15 Cent mehr für bunte Briefe

Was viele nämlich nicht wissen: Bunte Briefe kosten mehr Porto. Statt der üblichen 80 Cent verlangt die Deutsche Post hier 95 Cent. Warum ist das so? Im Sachen Gewicht unterscheidet sich der weiße Umschlag ja nicht von einem gelben oder blauen Brief.

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Das Problem ist eine Maschine der Deutschen Post, die jeden Brief mit einem roten Strichcode bedruckt. Auf farbigen Umschlägen kann der Code nicht sauber ausgelesen werden. Deshalb muss bei bunter Post ein extra Mitarbeiter ran, um die Briefe händisch zu markieren. Der zusätzliche Arbeitsschritt kostet dann eben 15 Cent mehr für den Absender.

Rot und Pastellfarben sind am schwierigsten für die Post

Besonders tückisch sind übrigens rote Umschläge. Aber auch pastellfarbene Briefe sind für die Maschine schwierig. Wer ganz sicher gehen will, dass die farbenfrohen Nachrichten ihr Ziel erreichen, beklebt die Umschläge vorbildlich mit einem selbstklebenden weißen Adressetikett.

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