Darum warnt ein Experte vor den AirPods

Apples AirPods haben längst den Markt für kabellose In-Ear-Kopfhörer erobert. Gefühlt jeder dritte trägt sie im Ohr, viele würden sie am liebsten gar nicht mehr rausnehmen. Doch eine Dauernutzung kann gefährlich sein, wie ein Experte im Interview verrät.

Die AirPods zählen zu den beliebtesten kabellosen In-Ear-Kopfhörern. (Bild: Getty Images)

Seit 2016 gibt es die AirPods auf dem Markt. Und die Zahl ihrer Fans wächst immer weiter. Allein im letzten Jahr soll Apple laut dem Business-Magazin “Bloomberg” rund 60 Millionen Stück verkauft haben. Tendenz steigend.

Was die meisten Nutzer aber gerne vergessen: Die AirPods sind – trotz ihrer vielen Funktionen – noch immer Ohrhörer. Und als solche beschallen sie die Ohren in nächster Nähe zum Trommelfell mit Musik, Podcasts und Co. Das heißt wiederum: Wer die AirPods zu lange und vor allem mit zu großer Lautstärke benutzt, tut seiner Gesundheit auf Dauer nichts Gutes.

Experte warnt vor zu großer Lautstärke 

Professor David McAlpine ist als auditorischer Neurowissenschaftler an der Macquarie Universität Experte für das menschliche Gehör. Er warnte gegenüber Yahoo Lifestyle Australien vor einer exzessiven Nutzung der beliebten AirPods. Viel besser seien seiner Meinung nach die großen Kopfhörer, die auch Geräusche unterdrücken.

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"Die Leute halten den Geräuschpegel niedriger, wenn sie Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung tragen, da dadurch die Hintergrundgeräusche beseitigt werden, die sie nicht hören möchten", sagt er. "Daher müssen sie die Lautstärke nicht erhöhen."

Laut Experten sind große, geräuschunterdrückende Kopfhörer gesünder für unser Ohr. (Symbolbild: Getty Images)

Der Unterschied sei messbar, wie eine kürzlich von ihm durchgeführte Studie zeigen würde. Für die Studie untersuchte Professor McAlpine die Nutzung von geräuschunterdrückenden Kopfhörern und AirPods auf einer belebten Straße.

Das Ergebnis: "Leute mit geräuschunterdrückenden Kopfhörern hörten mit 80 Dezibel, während Leute mit AirPods mit 95 oder 100 hörten", erklärte der Wissenschaftler gegenüber Yahoo Lifestyle Australien. Damit sei auf Dauer ein Hörschaden vorprogrammiert.

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Bessere Hörgewohnheiten etablieren

Sollte man also seine (immerhin sehr teuren) AirPods in die Tonne treten und umsteigen? Mitnichten. Professor McAlpine geht es vielmehr darum, dass wir unsere Hörgewohnheiten überdenken beziehungsweise uns der Nutzung der AirPods und anderen In-Ear-Geräten bewusst sind.

“Es geht darum, ein entsprechendes Bewusstsein in unseren Lifestyle zu integrieren“, sagte er im Interview.

Dabei kann übrigens die Health App von Apple unterstützen. Wer die AirPods auf seinem iPhone koppelt, kann in der App eine Statistik der Geräuschpegel einsehen und so kontrollieren, ob man sich dauerhaft zu laut beschallt.