Das ändert sich zum 1. September 2019 in Deutschland

Katharina Büchele
Freie Autorin

Mehr Sicherheit und Verbraucherschutz beim Zahlungsverkehr, Neuregelung der Leistungen für Asylbewerber und voraussichtlich ein neues Smartphone von Apple – folgende News, Änderungen und Gesetze kommen im September auf die Deutschen zu.

Die iTan-Liste ist passé (Symbolbild: Getty Images)

PSD2: Zwei-Faktoren-Authentifizierung für Online-Banking und Kreditkartenzahlungen

Tschüss, iTan-Liste: Die EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 (Payment Services Directment 2) tritt am 14. September 2019 in Kraft. Sie sieht eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung vor und macht damit den Zahlungsverkehr im Internet sicherer, aber auch zunächst etwas umständlicher. “Wissen“ (d.h. Geheimnummer oder weitere PIN), “Besitz” (bedeutet Smartphone, Original Zahlungskarte oder weiteres Gerät) oder “Sein“ (meint biometrische Merkmale wie etwa Fingerabdruck) sind die drei entscheidenden Faktoren für die starke Kundenauthentifizierung, mit zwei davon können sich die Nutzer/innen künftig beim Onlinebanking einloggen.

Die Änderungen kommen: Diese neuen Regeln gelten ab September beim Online-Banking

Bei Kreditkartenzahlungen im Internet ist eine Identifizierung über Passwort, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung möglich. Da bei manchen Anbietern aktuell noch Schwierigkeiten in der Realisierung bestehen, erlaubt die Bafin bei Zahlungen per Kreditkarte vorerst noch die Umsetzung nach den bisherigen Sicherheitsbestimmungen. Die iTan-Liste aus Papier gehört nun der Vergangenheit ein – TANs werden künftig just in dem Moment ausgelöst, in dem sie für eine Transaktion benötigt werden. Mit der neuen Richtlinie ist es künftig auch für Drittanbieter, die Infrastrukturen von Banken nutzen, nach Kundenzustimmung möglich, auf die Konten zuzugreifen.

Neues Asylbewerberleistungsgesetz

Zum 1. September gilt das geänderte Asylbewerberleistungsgesetz, das die Leistungen für Asylbewerber in Deutschland regelt. So sind Kosten für Strom und Wohnungsinstandhaltung künftig nicht mehr Teil der Geldleistung und werden als Sachleistung erbracht. Das heißt, dass Alleinstehende, die nicht in einer Sammelunterkunft untergebracht sind, 344 statt 354 Euro bekommen. Außerdem gilt für Erwachsene in Sammelunterkünften eine geringere Bedarfsstufe, was bedeutet, dass sich der monatliche Betrag auf 310 Euro reduziert.

Für Kinder im Alter bis fünf Jahren ändert sich nichts, Sechs- bis 13-Jährige erhalten ein um 26 Euro höheres Budget, da diese Altersgruppe laut Bundesregierung einen erhöhten Bedarf hat. Neu ist, dass Asylbewerber wie auch Geduldete, die einer Berufsausbildung nachgehen oder studieren, in Zukunft auch nach dem 15. Monat ihres Aufenthalts Leistungen beziehen können. Bislang war dies nicht möglich – mit der Änderung soll vermieden werden, dass Ausbildungen bzw. Studien mangels finanzieller Mittel abgebrochen werden.

Absurd! Die Kreditkarte von Apple darf nicht in den Geldbeutel

Kommt bald ein neues iPhone auf den Markt? (Symbolbild: Getty Images)

Neues iPhone?

Die Gerüchteküche brodelt: Am 10. September wird die Vorstellung eines neuen Apple iPhones erwartet. Über neue Funktionen und Features wird im Netz diskutiert, so soll die iPhone Kamera mit einem zusätzlichen Objektiv ausgestattet sein und die AirPods Kopfhörer soll man drahtlos auf der Rückseite des Smartphones aufladen können. Außerdem wird das jährliche Softwareupdate (iOS 13) für iPhone und iPad im Herbst erwartet.

YouTube Abo ändert sich

YouTube-Originals-Inhalte können ab dem 24. September auch ohne Premium-Abo konsumiert werden – wer kein Premium-Mitglied ist, muss sich jedoch auf Unterbrechungen durch Werbung einstellen und es sind nicht alle Videos ohne Einschränkung online. Außerdem werden die Folgen einer Serie erst nach und nach freigegeben, während im Premium-Abo sofort alle Sendungen werbefrei abgerufen werden können.

VIDEO: Apple: iTunes gehört der Vergangenheit an