Das große Krabbeln: So viele Insekten wohnen in einem Weihnachtsbaum

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Bis zu 25.000 Insekten können sich in einem Weihnachtsbaum befinden. Wird dieser in der Wohnung aufgestellt, wachen die Tierchen auf. Was man dagegen tun und wie man dem großen Krabbeln vorbeugen kann.

Mit dem Baum kommt nicht nur Weihnachtsstimmung, sondern auch eine Vielzahl von Insekten ins Haus. (Bild: Getty Images)

Milben, Motten, Rindenläuse, Spinnen, Zecken – na, schaudert’s schon allein bei der Vorstellung daran, dass solche Insekten bald im eigenen Wohnzimmer umherkrabbeln könnten? Forscher der Universität Bergen haben schon 2012 herausgefunden, dass sich bis zu 25.000 Insekten in einem einzelnen handelsüblichen Weihnachtsbaum befinden.

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Was machen die Insekten im Weihnachtsbaum?

Warum so viele? Und warum weiß das keiner? Ganz einfach: Ein Großteil des Getiers hält Winterschlaf in den Ästen der Nadelbäume und tritt die Reise nicht nur unbewusst, sondern auch unfreiwillig an. Wird der Baum dann im warmen Wohnhaus aufgestellt, wachen die Tierchen wieder auf, bewegen sich und machen sich auf die Suche nach Nahrung und einem neuen Winterquartier. Da sie nach einem Teil des Winterschlafs schon entkräftet sind, können sie außerhalb des Waldes nicht mehr lange überleben. Ausgenommen sind einige Käferarten, die sich noch eine Weile von der Rinde und dem Baumstamm ernähren. Entsprechend geht für Menschen von den Insekten (mit Ausnahme von Zecken) keine wirkliche Gefahr aus, lediglich der Staubsauger sollte rund um den Baum im Wohnraum häufiger betätigt werden.

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Lassen sich die Insekten aus dem Baum entfernen?

Gibt’s eine Möglichkeit, das Ungeziefer schon vor dem Einzug ins Wohnzimmer aus dem Baum zu schütteln? Genau das wird von Experten empfohlen und zwar, bevor der Baum aus dem Verkauf ins Auto geladen wird. Ein paar Mal den Stamm auf den Boden stoßen – das kann schon helfen, um einen guten Teil der Bewohner aus dem Baum zu entfernen. Wer die Möglichkeit hat, sollte außerdem nach dem Kauf eine vorläufige Zwischenlagerung wie etwa einen Schuppen oder kühlen Kellerraum für den Baum finden, in dem es bereits etwas wärmer ist als draußen. So wachen die Tierchen bereits auf und entfernen sich noch außerhalb des Wohnraums vom Baum.

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