Das hilft gegen brüchige Fingernägel

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
Spröde Nägel? Dagegen kann man etwas tun! (Bild: Getty Images)

Falsche Pflege oder häufiges Putzen machen Nägel oft spröde und brüchig. Doch manchmal kann auch eine Krankheit die Ursache für ungesunde Nägel sein. Diese Tipps helfen dabei, wieder gesunde und schöne Nägel zu bekommen.

Frauen wie Männer kennen das Problem. Splitternde Fingernägel bleiben an der Kleidung hängen oder der Nagel reißt sukzessive immer mehr ein, bis man ihn am Ende ganz abschneiden muss. Die Auslöser können vielschichtig sein: So reagieren Nägel auf zu häufiges Putzen und Spülen ohne Gummihandschuhe mit extremer Trockenheit, aber auch falsche Maniküre, Kunstnägel oder wiederholtes Desinfizieren können sie schädigen. Auch Eisenmangel oder das Fehlen von Zink oder Kalzium können den Effekt hervorrufen. Sind diese Dinge auszuschließen, kommen ebenfalls Hauterkrankungen wie Nagelpilz, Ekzeme oder verschiedene Flechten in Frage.

Brüchige Nägel bleiben an der Kleidung hängen oder man hat ständig das Gefühl, daran herumbeißen zu müssen. (Symbolbild: Getty Images)

Tipps gegen Nagelbruch – das hilft wirklich:

Einölen
Liegt keine Krankheit vor, hilft Öl in jedem Fall, den Nagel und die Nagelhaut geschmeidig zu halten. Wer es von Anfang an richtig machen will, kann seine Nägel zuvor sogar noch mit einem Zucker-Öl-Peeling behandeln. Anschließend die Nägel mit Aprikosenöl einreiben, mit einem Frottee-Waschlappen oder Handtuch umwickeln und mindestens eine Stunde einwirken lassen.

Pflege-Routine
Will man das Problem brüchiger Nägel dauerhaft angehen und langfristig behandeln, sollte man seine Nägel, das Nagelbett und die Haut mindestens dreimal täglich mit Öl oder einer rückfettenden Creme einreiben. Nur so kann sich die Nagelstruktur wieder regenerieren.

Regelmäßige Pflege mit speziellem Öl kann dauerhaft bei der Behandlung brüchiger Nägel helfen. (Symbolbild: Getty Images)

Die Kehrseite beachten
Statt nur die Nageloberfläche mit Pflege zu bedenken, darf auch die Unterseite nicht vergessen werden. Bei der Pflege kann eine weiche Zahnbürste helfen, alle Schmutzpartikel schonend zu entfernen. Denn oft rufen Metallnagefeilen minimale Verletzungen der sehr empfindlichen Nagelhaut hervor. Aber auch die Ölbehandlung kann mithilfe der Zahnbürste unter dem Nagel erfolgen. Bei längeren Nägeln eignen sich hier auch Wattestäbchen.

Verzicht auf Lack
Solange die akute Behandlung brüchiger Nägel noch keine sichtbaren Effekte zeigt, solltest du auf Nagellacke verzichten: Vor allem das Ablösen durch Nagellackentferner schädigt die Nägel häufig und trocknet sie zusätzlich aus. Stattdessen kannst du spezielle fettende Lacke oder Nagelöle verwenden, die dem Nagel ebenfalls etwas Glanz verleihen.

pH-neutrale Seife
Viele Seifen, ob fest oder flüssig, sorgen ebenfalls dafür, dass Hände und Nägel austrocknen. Der schwach saure physiologische pH-Wert der Haut ist die Voraussetzung für eine gesunde Barrierefunktion der Hornschicht. Er ist mitverantwortlich für den Schutz der Haut und Nägel vor Austrocknung und dem Eindringen von Schadstoffen. Gerade im Winter und bei empfindlicher Haut können alkalische Seifen einen negativen Effekt auf die Barrierefunktion der Hornschicht haben und zu verstärkter Trockenheit führen. Reinigungsmittel wie Seifen oder Desinfektionslotionen, die auf der Basis synthetischer Waschrohstoffe hergestellt werden, können – im Gegensatz zu herkömmlichen alkalischen Seifen – auf einen hautidentischen pH-Wert eingestellt werden. Diese schwach sauren Hautreinigungsmittel sind für empfindliche und problematische Haut und Nägel wesentlich besser geeignet als Seifen.

Das Gute: Oft reicht es bereits, einen der Tipps zu beherzigen, um einen ersten Effekt und eine sichtbare Verbesserung zu erreichen.