Das hilft wirklich gegen Reiseübelkeit

Antonia Wallner
·Freie Autorin

Der Urlaub steht vor der Tür und die Erholung ist nur eine kurze Autofahrt, Flug- oder Schiffsreise entfernt. Wäre da nicht die gemeine Reiseübelkeit, die den Urlaub schon vermiest, bevor er richtig angefangen hat. Wir stellen fünf Sofortmaßnahmen vor.

Reiseübelkeit kann im Auto, Bus, Schiff oder Flugzeug zuschlagen. Versuche dann, dich auf deine Atmung zu konzentrieren. (Bild: Getty Images)
Reiseübelkeit kann im Auto, Bus, Schiff oder Flugzeug zuschlagen. Versuche dann, dich auf deine Atmung zu konzentrieren. (Bild: Getty Images)

Entgegen der gängigen Erwartung beginnt Reiseübelkeit nicht im Magen, sondern im Kopf. Denn wenn wir etwa auf einem schwankenden Schiff unterwegs sind, registriert unser Gleichgewichtsorgan im Innenohr das Signal “Bewegung“. Das Gehirn bekommt dann unmittelbar die Information weitergeleitet, doch alle anderen Sinne und Empfindungen, etwa unsere Augen, übermitteln weiter “Stillstand“. Dieser Konflikt überfordert das Gehirn, das gestresst reagiert: Dabei werden körpereigene Botenstoffe ausgeschüttet, die unser Brechzentrum aktivieren. Es kommt zu Schwindel und Übelkeit, mitunter machen uns auch Kopfschmerzen und Schweißausbrüche die Reise zur Qual.

1. Gute Vorbereitung

Wer weiß, dass ihm im Auto oder Flugzeug leicht schlecht wird, sollte schon zu Hause Maßnahmen ergreifen. Ausreichend Schlaf und eine leichte Mahlzeit entlasten den Verdauungstrakt. Auch übermäßiger Kaffeekonsum sollte vermieden werden und Alkohol ist tabu, da er den Organismus zusätzlich stresst.

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2. Der richtige Platz

Im Auto solltest du am besten vorne sitzen, um die Straße gut im Blick zu haben oder gleich selbst fahren. Kinder können vom Rücksitz aus dem Fenster sehen, um die Übelkeit abzumildern. Im Flugzeug nach Möglichkeit einen Sitzplatz über den Tragflächen wählen, denn dort ist die Maschine bei Turbulenzen stabiler. Auch beim Schiff ist der ruhigste Punkt in der Mitte.

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Am Handy spielen ist bei Reiseübelkeit eher kontraproduktiv. (Symbolbild: Getty Images)

3. Ablenkungen vermeiden

Es gibt zwar Menschen, die auch in den kurvigsten Serpentinen entspannt ein Buch lesen können. Aber wenn die Reiseübelkeit zuschlägt, sollten Smartphones, Bücher, Tablets und Co. lieber in der Tasche bleiben. Denn jede Ablenkung macht alles nur noch schlimmer für unser Gehirn. Das gilt auch für Unterhaltungen mit den Mitreisenden. Idealerweise sollten die Augen einen Punkt am Horizont fixieren.

4. Kontrolliert atmen und frische Luft

Die Yogi-Methode: Wenn der Brechreflex einen überfällt, einfach mal tief und ruhig weiteratmen. Wem es gelingt, sich auf das Ein- und Ausatmen zu konzentrieren, kann den Impuls hemmen. Im Auto öfter mal das Fenster öffnen und durchlüften, auf dem Schiff immer mal wieder an Deck gehen.

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5. Hausmittel und Medikamente

Ingwer und Pfefferminze sind wirksame Mittel gegen Übelkeit. Als Tee oder aromatisiertes Wasser können sie akute Beschwerden lindern. Auch Fenchel-Anis-Kümmeltee beruhigt den aufgebrachten Magen. Wenn wirklich gar nichts anderes hilft, gibt es in der Apotheke spezielle Medikamente gegen Reiseübelkeit mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat oder Scopolamin.

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