Das ikonische "Titanic"-Paar hätte auch ganz anders aussehen können

Alice Tielich
Freie Autorin

Wer erinnert sich nicht an den Kassenschlager “Titanic” von James Cameron? Bei der Oscarverleihung 1998 räumte er elf Trophäen ab, bescherte Celine Dion mit “My Heart Will Go On” einen Welthit und den Zuschauern feuchte Augen – schon allein wegen des Traumpaares Jack und Rose: Leonardo DiCaprio und Kate Winslet galten nach diesem Mega-Erfolg als das Traumpaar schlechthin. Dabei sollte eigentlich eine ganz andere Dame an Leos Seite spielen.

Da Traumpaar aus "Titanic" sollte gar nicht aus diesen beiden bestehen. (Bild: REUTERS/Lucy Nicholson)

Und die hatte man zuvor bereits gemeinsam mit ihm auf der Leinwand gesehen, in Baz Luhrmanns moderner Verfilmung des Shakespeare-Stücks “Romeo und Julia”. Kaum weniger dramatisch als die tragische Liebesgeschichte zwischen Jack und Rose auf der Titanic – und ein riesiger Erfolg für die beiden jungen Schauspieler im Jahr 1996. Die ungewöhnliche Inszenierung gilt auch heute noch als Kult.

Das Traumpaar aus "Romeo und Julia": Claire Danes und Leonardo DiCaprio 1996. (Bild: REUTERS)

Claire Danes übernahm damals die weibliche Hauptrolle. Die Chemie zwischen den beiden Schauspielern stimmte, da lag die Idee nahe, sie auch in einem weiteren großen Liebesdrama gemeinsam vor die Kamera zu schicken. Doch Claire Danes lehnte die Rolle der “Rose” in “Titanic” ab. In Dax Shepard’s Podcast “Armchair Expert” erzählte die mittlerweile 40-Jährige nun, warum sie das tat.

Sie war besorgt, ob sie als so junge Schauspielerin schon mit dem unglaublichen Ruhm und der Aufmerksamkeit umgehen könne, die ihr die Rolle beschert hätte. Sie hatte außerdem Angst, einfach noch nicht bereit zu sein für eine solche Rolle. Auch DiCaprio zweifelte, ob er “Jack” spielen sollte, wie Danes verrät. Aber er entschied sich, es zu wagen. Mit durchschlagendem Erfolg.

Reue verspürt die 40-Jährige aber auch im Nachhinein nicht – auch wenn Kate Winslet, die die Rolle übernahm, dafür mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Claire Danes hatte eine klare Entscheidung getroffen, mit der sie nie haderte – auch heute nicht.

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Karrieremäßig geriet bei der US-Amerikanerin auch ohne die Rolle in “Titanic” nichts ins Stocken. Den meisten Serien-Fans dürfte sie als Carrie Mathison aus der Erfolgsserie “Homeland” bekannt sein, für die sie bereits seit 2011 in bald acht Staffeln als Hauptdarstellerin vor der Kamera steht und dafür diverse Auszeichnungen erhielt, unter anderem zwei Emmys und zwei Golden Globes.

Wenn Schauspieler große Rollen ablehnen

Auch andere bekannte Schauspieler lehnten bereits Rollen ab, die zu unglaublichen Erfolgen wurden und ihre Darsteller zu Weltstars machten. Ein Beispiel wäre Brad Pitt, dem die Rolle des “Neo” in der “Matrix”-Trilogie angeboten wurde. Laut “USA Today” begründete er seine Ablehnung der Rolle damals so: “Es ist nicht meine. Sie gehört jemand anderem. Daran glaube ich wirklich. Ich habe die rote Pille genommen.” Keanu Reeves nutzte seine Chance – und wurde zum Star der SciFi-Saga sowie damals zu einem der bestbezahlten Schauspieler der Welt. Die Dreharbeiten für den vierten Teil stehen vor der Tür. Und Brad Pitt? Ist trotzdem ein Oscar-Kandidat geworden, aktuell mit seiner Rolle in Tarantinos “Once Upon A Time In Hollywood”.

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