Das passiert mit der Erde, wenn der Mond verschwindet

Mal ist er rund, mal nur halb da und mal ist er nur eine schmale Sichel: Der Mond ist vom Nachthimmel nicht wegzudenken. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn der Mond plötzlich nicht mehr da wäre? Keine schöne Vorstellung...

Der Mond und die Erde sind ein perfekt aufeinander eingespieltes Team. (Symbolbild: Getty Images)

Der Mond ist uns näher, als viele vermuten. Nur 384.400 Kilometer ist er von der Erde weg, astronomisch gesehen also ein Katzensprung. Was auch daran liegt, dass sich Mond und Erde ständig anziehen – diese Gravitationskräfte bemerken wir in den Gezeiten Ebbe und Flut. Ansonsten sehen wir den Mond nur als helles Gestirn, das die Nacht nicht ganz so dunkel erscheinen lässt. Doch die Kräfte des Himmelskörpers wirken für uns unsichtbar und spielen sich Lichtjahre entfernt im All ab. Wäre der Mond nicht mehr da, hätte das für die Erde katastrophale Folgen.

Ohne Mond: Die Erde käme aus dem Gleichgewicht

Unsere Erde ist schief. Auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne neigt sie sich in einem 23,4-Grad-Winkel. Der Fixpunkt ist der Mond, der die Erde durch die Anziehung im Gleichgewicht hält. Er stabilisiert die Erdachse und sorgt dafür, dass wir Jahreszeiten haben und unser Alltag mit Tag und Nacht geregelt verläuft. Gäbe es keinen Mond mehr als Stabilisator, würde sich die Erdachse immer stärker neigen und unser Planet wäre mehr oder weniger wie eine Flipperkugel im Weltall unterwegs.

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Flutwellen und Wirbelstürme hätten freie Bahn

Das hieße für uns: Klima-Kollaps. Ganze Erdregionen würden kippen, der Nordpol wäre heiß und der Äquator eiskalt. Dann sind da noch die Wassermassen, die sich durch den Wegfall von Ebbe und Flut neu ordnen müssen. Gigantische Flutwellen würden das Festland auffressen. Stürme würden das verwüsten, was an Land noch übrig wäre.

Ein Tag wäre dreimal so schnell vorüber

Falls es überlebende Menschen und Tiere gäbe, müssten sie sich auf einen anderen Tagesablauf einstellen. Ohne Stabilisator dreht sich die Erde schneller, was heißt, dass ein Tag dann auch entsprechend schneller vorbei wäre. Statt den gewohnten 24 Stunden, wäre es also schätzungsweise nach sechs bis acht Stunden stockfinstere Nacht. Die Sterne wären dann die einzigen Lichtblicke.

Theoretisch könnte der Mond die Erde noch rund acht Milliarden Jahre begleiten. Wenn ihm in diesem Zeitraum weder Asteroiden noch Menschen in die Quere kommen...

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