Das hilft wirklich gegen Motten

Stefica Budimir-Bekan
Freie Autorin


Sie sind die ungebetensten Gäste in jeder Wohnung: Motten. Was kann man dagegen tun, wenn man nicht auf chemische Varianten zurückgreifen möchte? Einiges, wie dieser Blick auf die besten Hausmittel zeigt. Sogar Schlupfwespen können dir gegen die unerwünschten Mitbewohner helfen.

Was hilft, damit die Kleidung im Schrank mottenfrei bleibt? (Symbolbild: Getty Images)

Wenn dir Motten in der Wohnung auffallen, gilt es zuerst herauszufinden, wo sich die Eier und Larven verstecken. Unberührte Teppichstellen, etwa verborgen unter Möbelstücken, sind oft ein heißer Tipp. Dann kommt als erstes der Staubsauger zum Einsatz: Sauge die Stellen sorgfältig ab und entsorge den Staubsaugerbeutel dann umgehend außerhalb der Wohnung, damit sich die Tiere nicht weiter vermehren können.

Ungeziefer im Haus: Selbst bekämpfen oder bekämpfen lassen?

Danach solltest du die befallenen Stellen mit einem Föhn mindestens 20 Minuten lang bei 60 Grad bearbeiten, damit auch die eventuell übrig gebliebenen Larven und Eier vernichtet werden. Um eine Rückkehr der Mottenweibchen zu verhindern, bietet sich der Einsatz von Duftstoffen wie Lavendel oder Zedernöl an.

Zitronenöl kann Wunder wirken

Im Kleiderschrank kann Zitronenöl wahre Wunder vollbringen. Sobald du alle befallenen Kleidungsstücke entsorgt oder von den Motten befreit hast, reinige den Schrank mit Zitronenwasser. Ein paar Tropfen ätherisches Zitronenöl in heißem Wasser aufgelöst reichen da schon, denn diesen Geruch können die Tierchen überhaupt nicht ab.

Wenn du die Vermutung hast, dass sich in einem Kleidungsstück Motten eingenistet haben (darauf deuten meist Löcher oder Gespinste im Gewebe hin!), kannst du es in einem Plastikbeutel für zwei bis drei Tage im Gefrierschrank zwischenlagern, da die kleinen Biester keine kühlen Temperaturen mögen. Danach das Kleidungsstück gründlich waschen. Am besten bei 60 Grad, denn auch heiße Temperaturen mögen Motten nicht.

Ebenfalls hilfreich ist es, die Kleidung auch dann regelmäßig durch Schütteln zu bewegen und im Kleiderschrank umzulagern, wenn es nicht getragen wird. Am sichersten ist es, länger unbenutzte Stücke in sogenannten Vakuumbeuteln für Kleidung aufzubewahren. So sterben potentielle Schädlinge ab.

Der Einsatz von Schlupfwespen ist gesünder als der von Mottenkugeln (Symbolbild: Getty Images)

Du kannst die Natur auch mit Natur bekämpfen. Und zwar, indem du dir Schlupfwespen zulegst. Diese sind die natürlichen Feinde der Motten. Sie legen ihre Eier in die der Motten, sodass keine Motte mehr daraus schlüpfen kann. Die Schlupfwespen sind winzig klein, stechen den Menschen nicht und fliegen nicht durch die Wohnung. Sobald sie keine Motteneier mehr finden, verschwinden sie von selbst. Zahlreiche Ratgeber finden diese Variante besser als die Verwendung von Mottenkugeln, da diese für den Menschen gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe beinhalten.

Biomüll: Darauf solltest du bei der Mülltrennung unbedingt achten

Ein Baumwollsäckchen mit Steinklee im Kleiderschrank hat sich auch bewährt. Ebenfalls hilfreich bei der Mottenbekämpfung sind Thymian, Parfüm und kleine Duftkerzen, die du selbstverständlich nicht anzünden musst. Es reicht, sie inmitten der Wäsche im Kleiderschrank zu platzieren.

Mit dieser Falle erwischt du die Larven

Auch in der Küche kann die Plage auftreten, Lebensmittelmotten machen dir dann das Leben schwer. Um herauszufinden, wo sie sich verstecken, kannst du ihnen eine Falle stellen: Vermische einen Teil Mehl mit vier Teilen Backpulver und stelle die Mischung zwischen den Lebensmitteln auf. Die Larven werden durch das Mehl angelockt und verenden, weil sie das Backpulver nicht vertragen.

Gut zu wissen: Wie oft sollte man Bettdecke und Kopfkissen waschen?

Tomaten- oder Kartoffelblätter erzielen den selben Effekt wie das Backpulver. Lavendel, Gewürznelken oder Lorbeerblätter sind ebenfalls eine Alternative.