Das sind die reichsten Deutschen nach Bundesländern

Willy Flemmer
Freier Autor für Yahoo

Superreiche gibt es nicht nur in Silicon Valley. Auch in Deutschland leben so manche Millionäre und Milliardäre. Davon gibt es welche in jedem Bundesland. Doch wer ist in dem jeweiligen Bundesland der reichste? Wir beantworten die Frage!

Symbolbild: Getty Images

Auch Deutschland hat sie: neben den Superarmen auch die Superreichen. Insgesamt leben 117 Dollar-Milliardäre hierzulande, wie das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf die Wirtschaftszeitschrift Forbes und andere Quellen berichtet. Sie verteilen sich auf alle Bundesländer – wenn auch ungleich. So lebten in Nordrhein-Westfalen laut dem Blatt mehr Superreiche als in Thüringen. Doch wer ist der jeweils Reichste in jedem Bundesland?

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Nordrhein-Westfalen: Beate Heisler und Karl Albrecht Junior

Im bevölkerungsreichsten aller deutschen Bundesländer sind Beate Heisler und ihr Bruder Karl Albrecht Junior die reichsten Menschen. Die Erben des 2014 verstorbenen Aldi-Süd-Gründers Karl Albrecht sollen über ein Vermögen von 31,3 Milliarden Euro verfügen. Schon ihr Vater durfte sich mehrfach als reichster Deutscher bezeichnen – abwechselnd mit seinem Bruder Theo, dem Gründer von Aldi Nord.

Unternehmerin Susanne Klatten im April 2016 (Bild: ddp images/Steffens)

Bayern: Susanne Klatten

In Bayern ist keiner reicher als Susanne Klatten. Auch sie verdankt einen Großteil ihres Vermögens in Höhe von geschätzten 17,9 Milliarden Euro einem Vorfahren: ihrer Mutter, der Ehefrau des 1982 verstorbenen BMW-Chefs Herbert Quandt. Doch Klatten versteht es als tüchtige Geschäftsfrau auch, selbst Geld zu verdienen. Sie hält Anteile an mehreren Unternehmen, darunter BMW.

Baden-Württemberg: Dieter Schwarz

Zum reichsten Bürger von Baden-Württemberg wird Dieter Schwarz als Eigentümer der Schwarz-Gruppe. Der Handelskonzern, dem auch die Supermarktketten Kaufland und Lidl angehören, ist mit einem Jahresumsatz von mehr als 104 Milliarden Euro (2018) der größte in Europa. Einiges von dem erwirtschafteten Geld fällt auch für Konzernchef Schwarz ab, der ein Vermögen von 18,2 Milliarden Euro haben soll.

Niedersachsen: Aloys Wobben

Aloys Wobben verdient sein Vermögen von geschätzten 5,9 Milliarden Euro als Chef des Energie-Konzerns Enercon. Den heute größten Hersteller von Windenergieanlagen Deutschlands hatte der Unternehmer im Jahr 1984 auch gegründet.

Friedhelm Loh am 25. Juni 2012 nach einem Pressegespräch zum im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin (Bild: Paul Zinken/ddp images/dapd)

Hessen: Friedhelm Loh

Friedhelm Lohs Aufstieg zum reichsten Menschen Hessens kann man durchaus als bemerkenswert verbuchen. Den Start ins Berufsleben machte der 1946 geborene Unternehmer mit einer Elektriker-Lehre. Dann studierte er BWL. 1974 übernahm er die Geschäftsführung von Rittal, das er mit den Jahren zum Firmenkonsortium Friedhelm Loh Group ausbaute. Sein geschätztes Vermögen: 7,5 Milliarden Euro.

Rheinland-Pfalz: Ralph Dommermuth

Ralph Dommermuth ist Gründer und Chef des börsennotierten Internetanbieters United Internet, zu dem Marken und Produkte wie 1&1, GMX, Web.de und mail.com gehören. Das Vermögen Dommermuths, der an United United Internet 40 Prozent hält, beläuft sich auf geschätzte 3,1 Milliarden Euro.

Der Eigentümer der Asklepios-Kliniken Bernard große Broermann (Bild: Neuhauser/ullstein via Getty Images)

Sachsen: Bernard große Broermann

Bernard große Broermann machte zum Beruf eines Geschäftsmannes einen Umweg. Er promovierte als Rechtsanwalt, bevor er an der französischen Managementschule INSEAD und der Harvard Business School seine Unternehmerfähigkeiten profilierte. In den 1980er Jahren legte er den Grundstein für die Asklepios-Kliniken, einen Krankenhauskonzern, der heute weltweit aus 150 Einrichtungen und rund 45.000 Mitarbeitern besteht. Außerdem ist große Broermann Chef mehrerer Fünf-Sterne-Hotels. Auch damit wird man reich. Der Unternehmer soll rund drei Milliarden Euro auf dem Konto haben.

Berlin: Axel Oberwelland

Wer schon mal die Karamellbonbons Werther’s Original (früher: Werther’s Echte) gelutscht hat, hat zum Reichtum von Axel Oberwelland mit beigetragen. Hergestellt werden die Süßigkeiten vom Familienunternehmen August Storck, das Oberwelland in vierter Generation leitet. Sein Vermögen beträgt geschätzte 4,2 Milliarden Euro.

Schleswig-Holstein: Hermann Langness

Hermann Langness wurde als Erbe des im Kiel ansässigen Großhandelsunternehmens Bartels-Langness reich. Der Konzern machte 2015 fast vier Milliarden Euro Umsatz. Das Vermögen des Firmenbesitzers beläuft sich auf geschätzte zwei Milliarden Euro.

Brandenburg: Kurt Krieger

Kurt Krieger wurde als Möbelhändler reich. Der Unternehmer gründete 1967 das Möbelhaus Höffner, nachdem er zuvor die Rechte am Firmennamen für 25.000 Mark erworben hatte. Krieger ist auch Anteilseigner von Möbel Walther und Möbel Kraft. Die Möbelhäuser spülen auch reichlich Geld in die private Kasse des Unternehmers. Krieger soll angeblich über ein Vermögen von 2,5 Milliarden Euro verfügen.


Der Unternehmer Alexander Otto (Bild: Christian Charisius/picture alliance via Getty Images)

Hamburg: Alexander Otto

Alexander Otto ist der jüngste Sohn von Werner Otto, der 1949 das Versandhaus Otto gründete. Er ist Mitglied im Aufsichtsrat von Otto Group, das aus drei Unternehmensbereichen besteht, Finanzdienstleistung, Service und dem Kerngeschäft Einzelhandel. Seit 2000 ist der Unternehmer Chef des Immobilienkonzerns ECE Projektmanagement, das sich auf Entwicklung, Umsetzung, Betrieb und Vermietung von Einkaufszentren spezialisiert hat. Ottos geschätztes Vermögen beträgt 10,7 Milliarden Euro.

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Sachsen-Anhalt: Harald Eckes-Chantré

Harald Eckes-Chantré ist Erbe eines Familienunternehmens, das über mehrere Verästelungen unter anderem mit Sekt, Weinen und Fruchtsäften handelt oder handelte. Der Unternehmer gehört nicht zum Klub der Milliardäre, mit geschätzten 800 Millionen Euro ist er dennoch einer der vermögendsten Menschen Deutschlands. In Sachsen-Anhalt ist er der reichste.

Thüringen: nicht bekannt

Heute verdient Horst Rahe sein Geld hauptsächlich als Hotelier. (Bild: Luca Teuchmann/Getty Images)

Mecklenburg-Vorpommern: Horst Rahe

Horst Rahe ist als Unternehmer recht umtriebig. Nach dem BWL-Studium arbeitete er in der Immobilienbranche. Dann machte er in Öl. Erfolgreich ist er auch im Kreuzfahrtgeschäft. Heute verdient er sein Geld hauptsächlich als Hotelier. Rahes geschätztes Vermögen beträgt 150 Millionen Euro.

Saarland: Thomas Bruch

Thomas Bruch leitet das erfolgreiche Einzelhandelsunternehmen Globus Holding bereits in der fünften Generation. Zum Konzern gehören unter anderem etliche SB-Warenhäuser und Baumärkte, die sich nicht nur in Deutschland verteilen. Die SB-Warenhäuser spülen sogar von Russland aus Geld in die Kassen. Davon wurde auch Bruch reich, der über ein Vermögen von 1,5 Milliarden Euro verfügen soll.

Bremen: Klaus-Peter Schulenberg

In Deutschlands kleinstem Bundesland lebt nicht der ärmste Milliardär. Klaus-Peter Schulenberg verdient seine 2,9 Milliarden Euro als Ticketverkäufer im großen Stil. Er ist Chef des börsennotierten Unternehmens CTS Eventim, das unter anderem Tickets für Veranstaltungen aller Art vermarktet und vertreibt, angefangen mit Live-Konzerten über Sportereignisse bis hin zu Theateraufführungen.

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