Die erste Rasierer-Werbung mit echter weiblicher Körperbehaarung ist da!

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
In der Werbung sind realistische Frauenkörper endlich ein Thema – nun kommt die Idee ausgerechnet von einer Firma, die für Enthaarungsprodukte wirbt. (Symbolbild: Getty)

Die Werbekampagne #ProjectBodyHair feiert den weiblichen Körper – und zeigt in einem Video ganz ungeniert, wo Frauen überall Haare haben können. Produziert wurde es von einer amerikanischen Rasierermarke.

Models gleiten mit einem Rasierer über ihre glatten Beine – so sehen die meisten Werbefilme für Damenrasierer aus. Damit macht die amerikanische Marke Billie jetzt Schluss und zeigt in einem Kampagnen-Video Haare an sämtlichen Körperstellen von Frauen.

Nach eigenen Angaben sei der Firma damit eine Revolution gelungen: „In den letzten hundert Jahren haben Rasierermarken so getan, als ob Körperbehaarung nicht existiert. In der Werbung gleiten Rasierer über weiche, haarlose Beine. Komisch, oder?“, erklärt Mitgründerin Georgina Gooley fasst dem Magazin  „Glamour“. „Wenn Marken so tun, als hätten Frauen haarlose Körper, dann ist das eine Art Body-Shaming. Es besagt, dass sich Frauen für Körperhaare schämen sollten.“

Der Clip spielt mit Pastellfarben, sämtliche Körperbehaarung wird in Slow-Motion gezeigt – und am Ende hat jede Frau die Wahl, sich zu rasieren oder es einfach zu lassen. „Also wann immer, wo immer oder ob du dich überhaupt rasieren willst – wir sind für dich da“, lautet die Message. Unterlegt ist der Clip von Ashley Armitage mit dem Song „Tomboy“ der Rapperin Princess Nokia – und bekommt damit einen ordentlichen Girlpower-Ton. Unter dem Hashtag #ProjectBodyHair sammeln sich im Netz derweil begeisterte Fans, bis zu 360.000 Klicks hat das Video bereits sicher, Tendenz steigend.


„@easy.socks und ihre Achselbehaarung für @billie“


„Ich habe bei dem Werbespot nicht nur Regie geführt, sondern auch die Stills für die @billie-Kampagne geschossen. Hier ist Boras Haarlinie zum Nabel.“

Die US-Marke Billie positioniert sich als Alternative zu anderen vergleichbaren Produkten für Frauen und stellt sich offen gegen „Pink Tax“ – das Phänomen, dass Produkte für Frauen teurer verkauft werden als die gleichen Produkte für Männer. Auf der Website des Herstellers können sich Amerikanerinnen ein individuelles Rasierer-Abo zusammenstellen lassen – je nachdem, wie oft frau Lust hat, sich zu rasieren. Leider sind die Produkte bisher noch nicht in Deutschland erhältlich.