Was denkt die Queen über Donald Trump? Ihre Broschen könnten Aufschluss geben

Nina Baum
Freie Autorin für Yahoo Style
US-Präsident Donald Trump traf bei seinem Staatsbesuch in Großbritannien auch auf Queen Elizabeth. (Bild: Getty Images)

Drei Tage lang war Donald Trump auf Staatsbesuch in Großbritannien. Während dieser Zeit trug Queen Elizabeth drei verschiedene Broschen. Die könnten Royal-Fans zufolge ein Hinweis darauf sein, was die Regentin vom US-Präsidenten hält.

„Not amused“ soll Queen Elizabeth vom Besuch Donald Trumps in Großbritannien gewesen sein. Fans der königlichen Familie wollen das an den Broschen festmachen, die das Staatsoberhaupt während des dreitägigen Aufenthalts des US-Präsidenten im britischen Königreich trug. Vor allem Twitter-Userin @samuraiKnitter analysierte und kommentierte das Styling des britischen Staatsoberhauptes genau. Donald Trump hat sich bislang nicht zu den Broschen der Queen geäußert. Deren angebliche Botschaften blieben von ihm möglicherweise unbemerkt.

Die Queen besitzt eine riesige Sammlung an Broschen. Sie wählt sie mit Bedacht für ihre Outfits aus und kann somit Zeichen senden. Denn ihre Meinung öffentlich äußern darf sie nicht, die Mitglieder der Königsfamilie müssen politisch neutral bleiben. Also ließ sie während der drei Trump-Tage in Großbritannien ihre Broschen sprechen, sind sich Twitter-User sicher.

Tag 1: Obama-Brosche

Am Ankunftstag des amtierenden US-Präsidenten trug Queen Elizabeth eine Brosche, die Donald Trumps Vorgänger Barack Obama ihr gemeinsam mit seiner Frau Michelle 2011 geschenkt hatte. Das Schmuckstück war ein persönliches Präsent, das das amerikanische Ex-Präsidenten-Paar selbst bezahlt hatte.

Queen Elizabeth mit dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und seiner Frau Michelle im Jahr 2011. Die Brosche, die sie trägt, wurde ihr von dem Paar persönlich geschenkt, und auch bei Trumps Staatsbesuch kam sie zum Einsatz (Bild: Getty Images)

Die Twitter-Userin @samuraiKnitter vermutet hinter der angesteckten Obama-Blüte den ersten Seitenhieb der Queen gegen Donald Trump, die demnach mit dem Ex-Präsidenten sympathisieren soll. Wünscht sie sich insgeheim den alten Staatschef zurück?


„Die USA haben der Queen über die Jahre hinweg viele Schmuckstücke geschenkt. Und ich wette, dass ihr Stylist alle innerhalb von fünf Minuten raussuchen könnte. Aber sie entschied sich für das sentimentalste Stück der Kollektion, das ihr aus Freundschaft von den Obamas gegeben wurde.“

Tag 2: Trauer-Brosche

Am zweiten Tag seines Aufenthaltes im britischen Königreich wurde Donald Trump zum Tee auf Schloss Windsor von der Queen mit einer ganz besonderen Brosche empfangen. Auch die wurde von der Twitter-Nutzerin wieder als bedeutsam interpretiert.

Zum Treffen mit Donald Trump hatte Queen Elizabeth eine Brosche angesteckt, die einst ihre Mutter zum Staatsbegräbnis ihres Vaters trug. (Bild: Getty Images)

Die Twitter-Userin erkannte in dem Schmuckstück am blauen Outfit die Brosche, die Queen Mum zum Staatsbegräbnis ihres Mannes 1952 getragen hatte. Nach dem Tod von König George VI. wurde seine Tochter Elizabeth Königin des Britischen Empire. Die Netzgemeinde glaubt, dass die Queen damit ihre Meinung zum Trump-Besuch zeigen wollte.


„Die Queen trug zum Tee mit den Trumps die Brosche, die ihre Mutter beim Staatsbegräbnis ihres Vaters trug.“

Tag 3: Kanada-Brosche

Die dritte Brosche, die die Queen am dritten Tag des Trump-Besuchs angesteckt hatte, soll nicht weniger bedeutsam sein. Während der US-amerikanische Präsident in Schottland war, traf das britische Staatsoberhaupt das belgische Königspaar: mit einer Saphir-Brosche.

Die Brosche, die Queen Elizabeth beim Besuch des belgischen Königspaares trug, war ein Geschenk der kanadischen Regierung. (Bild: Getty Images)

Die war ein Geschenk der kanadischen Regierung, zu der Großbritannien eine gute Beziehung pflegt. Ganz im Gegensatz zum schwierigen Verhältnis zwischen Kanada und den USA. Das Commonwealth-Land, das gleichzeitig einer der engsten Verbündeten Großbritanniens ist, kann sich bei den Themen Einwanderungspolitik und Klimawandel bislang nicht mit den Vereinigten Staaten von Amerika einigen. Ein dritter Seitenhieb gegen Trump, glaubt die Twitter-Userin.


„Nette Art wieder zu sticheln, ohne auch nur ein Wort zu sagen.“