Der perfekte Schweinebraten: 3 Geheimnisse für Kruste und Fleisch

Deutschland ist weltbekannt für deftige Hausmannskost. Ob sonntags oder an besonderen Feiertagen – ein perfekter Schweinebraten macht Fleisch-Liebhaber glücklich! Doch bei diesem typisch deutschen Gericht kann viel schief gehen. Mit diesem Rezept sollte alles gutgehen.

Schweinebraten mit Knödeln, Rotkohl und deftig-cremiger Bratensauce ist das perfekte Familiengericht für gemütliche Sonntage oder winterliche Feiertage. Bereits beim Zubereiten des deftigen Festmahls wird deinen Liebsten das Wasser im Mund zusammenlaufen. Damit das Erlebnis von der Zubereitung bis zum letzten Biss die Krönung deiner Kochkünste wird, solltest du allerdings einiges beachten. Und so bereitest du den perfekten Schweinebraten zu:

Zutaten (Für 4 bis 6 Personen)

  • 1 bis 1,5 kg Schweinebraten mit Schwarte

  • 1 große Gemüsezwiebel

  • 2 Möhren

  • 100g Knollensellerie

  • 2 Knoblauchzehen

  • 1 TL Tomatenmark

  • 1/8 Liter Rotwein (alkoholfreie Alternative: Rinderbouillon)

  • 1 TL getrockneter Majoran

  • 350 ml Wasser (oder Brühe für kräftigeren Geschmack)

  • Salz, Pfeffer, Paprika-Pulver

  • Optional für die Sauce: Kochsahne, Speisestärke zum Andicken

Außerdem

  • Großer Bräter

  • Fleischthermometer

Schöne Kruste, zartes Fleisch – so muss ein Schweinebraten aussehen. (Bild: Getty Images)

1.Tipp: Die Auswahl beim Metzger

Der perfekte Schweinebraten nimmt seinen Anfang bereits im Supermarkt an der Fleischtheke oder dem Metzger deines Vertrauens. Wenn du das Fleisch abholst, musst du darauf achten (am besten schon vorher Bescheid sagen!), dass die geschmacksträchtige Speck-Schwarte nicht bereits vom Metzger eingeritzt wird! Hintergrund: Der erste Schritt ist das Baden des Bratens.

Dabei wird das Fleisch mit der Schwarte voran in einen großen Bräter gesetzt und mit Wasser begossen, bis die gesamte Fettschicht unter Wasser steht. So kommt der Braten dann erst mal für eine Stunde bei 100 Grad Ober- und Unterhitze in den Ofen. Dies ist das erste Geheimnis für die perfekte Scheinebraten-Kruste. Erst nach diesem Vorgang darfst du die Schwarte rautenförmig einritzen und den Braten kräftig im Bräter auf dem Herd von allen Seiten scharf anbraten.

2. Tipp: Lange bei geringer Hitze garen

Das Geheimnis für zartes Fleisch, das auf der Zunge zergeht und dir einen Haufen Komplimente von deinen Liebsten einbringen wird, ist das langsame Garen des Bratens bei relativ niedriger Hitze. Heize den Ofen auf maximal 70 Grad, mindestens jedoch auf 60 Grad vor, während du den Braten scharf anbrätst. Gib das kleingeschnittene Gemüse erst in den Bräter, wenn du die letzte Seite des Bratens anröstest. Lass es kurz mitdünsten und gib das Tomatenmark hinzu.

Wenn es eine schöne kräftige Farbe angenommen hat, löschst du alles mit Wasser und Wein oder Brühe ab. Achte darauf, dass der Schweinebraten nun mit der Schwarte nach oben in den vorgeheizten Backofen geschoben wird. Jetzt kommt das Fleischthermometer zum Einsatz! Das Fleisch muss so lange im Ofen garen, bis es eine Kerntemperatur von 60 Grad erreicht hat. Bei einer Backofen-Temperatur von 70 Grad dauert das je nach Größe des Bratens zwei bis drei Stunden. Du musst während dieser Zeit immer wieder die Kerntemperatur überprüfen, um den perfekten Zeitpunkt nicht zu verpassen.

3. Tipp: Schweinebraten nicht begießen

Anders als bei der Zubereitung von Geflügel solltest du den Schweinebraten niemals zwischendurch begießen. Die Schwarte verfügt bereits über ausreichend Fett und Flüssigkeit, sodass das Fleisch darunter nicht austrocknet, die Kruste aber schön kross wird - genau so muss der perfekte Schweinebraten sein. Um eine kräftige Bratensoße zu zaubern, nimmst du nach der Garzeit den Braten aus dem Bräter und verwendest das Gemüse samt Flüssigkeit, um sie zu einer feinen Soße zu pürieren.

Oft musst du Wasser oder Brühe nachgießen und mit Gewürzen wie Majoran, Thymian, Paprika, Salz und Pfeffer abschmecken. Für eine dickere Konsistenz kannst du zudem noch etwas Tomatenmark in die Sauce geben oder alles mit Speisestärke andicken. Falls dir die Bratensoße zu kräftig erscheint, kann ein Schuss Sahne nicht schaden! Und jetzt: Ran an den Speck und guten Appetit!