Deshalb solltest du dein Geschirrtuch täglich waschen

Wie oft sollten wir unsere Geschirrtücher waschen? [Foto: Getty]

Geschirrtücher fehlen in keiner Küche. Wir wischen damit Verschüttetes auf, trocknen unser Geschirr und trocknen uns die Hände ab. Aber obwohl sie in keinem Haushalt fehlen dürfen, waschen wir sie nicht annähernd oft genug. Erinnerst du dich, wann du dein Handtuch zum letzten Mal gewaschen hast? Nein? Wir auch nicht.

Wenn du sie allerdings nicht häufig genug wäscht, können sich auf den Handtüchern fiese Bakterien vermehren, die sogar Lebensmittelvergiftungen verursachen können.

Das liegt daran, dass ungewaschene Geschirrtücher der perfekte Nährboden für gefährliche Krankheitserreger sind. Diese vermehren sich hier ungehindert, und zwar besonders, wenn die Handtücher feucht sind oder in Kontakt mit Fleisch kommen.

Studie mit erschreckenden Ergebnissen

Für die Studie wurden den Teilnehmern 100 saubere Geschirrhandtücher gegeben. Diese sollten sie einen Monat lang benutzen. Die Teilnehmer durften die Handtücher während des Monats waschen, so oft sie wollten. Es gab keinen vorgegebenen Plan für das Waschen der Geschirrtücher.

Am Ende der Studie sammelten die Forscher die Handtücher wieder ein. Sie analysierten, was auf dem Stoff wuchs und das Ergebnis war gar nicht schön. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass ungefähr auf der Hälfte der Handtücher gefährliche Mikroorganismen wuchsen. Dazu gehörten Staphylokokken und E. coli-Bakterien.

Eine weitere Studie ergab, dass auf 89 Prozent der getesteten Küchentücher Kolibakterien gefunden wurden. Ein Fünftel aller Geschirrtücher (25,6 Prozent) enthielten E. coli-Bakterien.

Aber warum sind unsere Geschirrhandtücher so voller Keime?

Geschirrhandtücher können ein Nährboden für fiese Keime sein, die unter anderem Lebensmittelvergiftungen auslösen können. [Foto: Getty]

Roxanna Pelka, Putzexpertin bei helpling.co.uk erklärte uns den Grund für die schnelle Ausbreitung von Keimen. Geschirrhandtücher sind immer ein wenig feucht und enthalten Essensreste oder andere Bazillen.

„Eine leichte Feuchtigkeit ist ein perfekter Nährboden für Bakterien, die sich plötzlich ausbreiten können“, erklärte sie gegenüber Yahoo.

Zum Glück gibt es eine einfache Lösung für dieses unappetitliche Problem. Einfach die Geschirrtücher regelmäßig waschen. Obwohl manche Experten raten, Geschirrtücher täglich zu waschen, reichen laut Roxanna alle zwei bis drei Tage aus. Aus finanziellen und ökologischen Gründen sollte man die Waschmaschine nicht zu oft benutzen.

Essig als Desinfektionsmittel

„Sie müssen aber bei 60 Grad gewaschen werden“, warnt sie. „Nur so tötet man auch wirklich alle Keime ab.“ Roxanna rät außerdem, beim Waschen der Geschirrtücher etwas Essig in die Weichspülkammer zu geben. Dieser ist ein natürliches Desinfektionsmittel. „Der Geruch verschwindet nach dem Trocknen. Also macht euch keine Sorgen“, fügt sie hinzu.

Am besten wäscht du deine Geschirrhandtücher getrennt von anderer Wäsche, um die Verbreitung möglicher Keime zu verhindern.

Und es gibt noch weitere Regeln für die Küche. Diese solltest du befolgen, wenn du deine Geschirrhandtücher keimfrei halten willst. „Niemals am Geschirrhandtuch die Hände abtrocknen!”, warnt Roxanna. „Dadurch geraten noch mehr Keime auf das Handtuch.“

Stattdessen rät sie, ein Handtuch nur für die Hände, und ein anderes nur zum Trocknen von Geschirr zu nutzen.

Marie Claire Dorking

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