DFB-Team: Schulterschluss für Emre Can und Ilkay Gündogan

Ben Barthmann
freier Sportjournalist

Das DFB-Team hat am Tag nach dem 3:0-Sieg über Estland auf die Diskussion rund um die Nationalspieler Emre Can und Ilkay Gündogan reagiert. Auf den sozialen Kanälen teilte der Verband ein Foto mit klarer Botschaft.

Der DFB hat auf die aktuelle Debatte reagiert. (Bild: Twitter Die Mannschaft)

“Gemeinsam für Offenheit, Vielfalt und Toleranz. Gegen jede Form von Gewalt und Diskriminierung”, stand neben dem Bild aller Spieler und Funktionäre des DFB-Teams. Die im Fokus befindlichen Can und Gündogan wurden dabei in der Mitte des Bilds rechts und links von Kapitän Manuel Neuer positioniert.

Beide waren vor und nach dem Länderspiel gegen Estland in die Kritik geraten, weil sie auf Instagram umstrittene Likes verteilt hatten. Ihnen gefiel das Foto der türkischen Nationalmannschaft, die am Vorabend mit einem Salut-Jubel ihre Unterstützung für die Soldaten ihres Heimatlandes in Syrien ausgedrückt hatte.

Ilkay Gündogan und Joachim Löw dementierten politischen Hintergrund

Gündogan gab allerdings an, dabei keinen politischen Hintergedanken gehabt zu haben: “Ich dachte, ich like ein Foto von einem Freund von mir, der ein Tor schießt und seine Mannschaft zum Sieg führt. Das Bild haben viele andere geliket, dass ausgerechnet wir zwei rausgepickt werden, ist schade. Es sollte kein politisches Statement sein. Emre und ich stehen gegen jegliche Art von Krieg und Terror.“

Der Bundestrainer stellte sich nach dem Sieg über Estland klar vor die beiden kritisierten Spieler. “Wer die beiden Spieler kennt, der weiß, dass sie gegen Terror und Krieg sind. Beide haben klar geäußert, dass es kein politisches Statement war”, erklärte er. Der DFB hat mit dem Post am Montag nochmals die Botschaft unterstrichen.

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