Die besten Schlusssätze fürs Bewerbungsschreiben

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin

Eine gute Bewerbung ist die Eintrittskarte für ein Gespräch mit einem potenziellen Arbeitgeber. Der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben ist besonders wichtig, denn er bleibt in Erinnerung. Mit diesen Profi-Tipps klappt’s.

(Bild: Getty)

Eine Bewerbung schreiben die meisten von uns nicht alle Tage. Deshalb tun sich viele mit der Formulierung des Anschreibens schwer. Schließlich zählt neben fachlichen Qualifikationen auch ein guter Eindruck. Und der muss schon in den ersten Zeilen an den zukünftigen Boss rüberkommen.

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Also, wie sticht man aus einem Stapel Bewerbungen heraus? Die Profis vom Karierreportal Stepstone wissen, neben dem Einleitungssatz ist der Schlusssatz eines Bewerbungsschreibens besonders wichtig. Denn da ist die Aufmerksamkeit beim Lesen am höchsten.

Während der Einleitungssatz oft darüber entscheidet, ob ein Personaler überhaupt weiter liest, rundet der Schlusssatz das Anschreiben ab. Er muss Überzeugungsarbeit leisten.

Gar nicht so einfach, denn es gibt einiges zu beachten. Zum einen sollte der Schlusssatz nicht zu aufdringlich klingen, aber dennoch selbstbewusst wirken.

Der schlimmste Fehler

Absolutes No-Go ist der Konjunktiv. „Der schlimmste Fehler im Schlusssatz ist zugleich der verbreitetste. Verzichten Sie insbesondere im Schlusssatz, aber auch in der restlichen Bewerbung, auf die grammatikalische Möglichkeitsform. Der Konjunktiv raubt Ihnen sprachlich jegliches Selbstbewusstsein, da er Sie unsicher und zweifelnd darstellt“, so die Experten. 

Also: „Hätte“, „würde“ und „könnte“ haben in der Bewerbung nichts zu suchen!

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Bezug zur Stellenanzeige

Eine gute Bewerbung sollte auch immer Bezug zur Stellenanzeige haben. Meist geht es dann um die fachlichen Qualifikationen. Die gehören in den Mittelteil der Bewerbung. Manchmal werden Bewerber in den Inseraten aber aufgefordert, viele Informationen anzugeben, wie etwa das Eintrittsdatum.

Statt dafür wertvollen Platz im Mittelteil zu verschwenden, können die nach dem Motto „Informationen statt Floskeln“ auch für einen perfekten Schlusssatz genutzt werden.

Der könnte dann etwa lauten: „Für das bevorstehende Arbeitsverhältnis stehe ich Ihnen ab dem XX.XX.XXXX zur Verfügung, für ein Interview gerne ab sofort.“

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Individuelle Formulierungen

Gute Formulierungen zeichnen sich auch immer dadurch aus, dass sie nicht nur zum Unternehmen und dem ausgeschriebenen Job passen, sondern auch zur Persönlichkeit des Bewerbers.

Wenn es höflich und zurückhaltend klingen soll, empfehlen die Profis von Stepstone Formulierungen wie: „Wenn Sie Interesse an meiner engagierten Mitarbeit haben, dann freue ich mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch“ oder „Falls Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne per E-Mail, persönlich oder per Telefon-Interview zur Verfügung“.

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Selbstbewusst klingen dagegen Schlusssätze wie: „Gerne überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch davon, dass Sie mit mir einen ebenso engagierten wie erfahrenen Mitarbeiter gewinnen“, „Wie Sie sehen, bin ich für eine Mitarbeit hochmotiviert und freue mich Ihnen dies im Vorstellungsgespräch persönlich zu beweisen“, Ihrer positiven Rückmeldung sehe ich mit großer Freude entgegen“ und Ich bin überzeugt davon, Ihr Team perfekt zu ergänzen und freue mich auf ein persönliches Kennenlernen“.

Damit punkten Praktikanten und Berufseinsteiger

Berufseinsteiger und Praktikanten punkten bei Personalern mit: „Auf neue praktische Herausforderungen und ein persönliches Kennenlernen freue ich mich“, „Gerne überzeuge ich Sie auch bei einem persönlichen Gespräch von meinem theoretischen Know-how und meiner praktischen Motivation“ und „Ich freue mich die hohe Motivation und Ausdauer, die ich bislang bei ehrenamtlichen Tätigkeiten bewiesen habe, nun in Ihrem Team umzusetzen“.

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Und wenn es einfach kurz und knackig klingen soll, empfehlen die Experten: „Für ein persönliches Gespräch stehe ich gerne zur Verfügung“, „Auf eine positive Nachricht von Ihnen freue ich mich“, „Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung“ und „Für ein Gespräch komme ich gerne zu Ihnen“.

Mit diesen Tipps sollte es klappen, mit dem nächsten erfolgreichen Schlusssatz. Und am Ende nicht vergessen: Unter den Schlusssatz gehört noch eine Grußformel und natürlich die Unterschrift des Bewerbers.

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