Die meisten von uns machen beim Pfannenabspülen einen entscheidenden Fehler

Jennifer Caprarella
Freie Autorin

Hand aufs Herz: Wer wäscht seine Pfannen im Waschbecken aus? Die meisten von uns handhaben das wahrscheinlich so, doch begehen wir dabei womöglich einen entscheidenden, nicht sehr umweltfreundlichen Fehler.

Pfannen am besten gleich nach dem Gebrauch abspülen? Lieber nicht! (Bild: Getty Images)

Das britische Umweltministerium hat nun sogar einen Leitfaden veröffentlicht, wie man seine Pfanne richtig abspült, denn die meisten von uns machen es tatsächlich falsch - und das hat Konsequenzen für die Umwelt.

Zu viel Fett und Öl im Grundwasser

Die Pfanne direkt nach dem Gebrauch in Wasser einzuweichen oder Fett- und Speisereste sofort abzuspülen ist der falsche Weg. Stattdessen sollten wir die Pfanne abkühlen lassen und Fettreste aus der Pfanne entfernen und im Abfall entsorgen - oder, wenn beispielsweise Frittierfett nicht zu sehr verunreinigt wurde, wiederverwenden.

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Fett und Ölreste sollten nämlich in den Müll wandern und nicht in der Spüle. Durch das warme Wasser weich gewordene Fette können in den Rohren wieder fest werden und sich in der Kanalisation ansammeln - und Ölreste können das Grundwasser gänzlich verunreinigen. Ganz zu schweigen davon, dass wir für das Ausspülen einer fettigen Pfanne viel mehr Wasser verbrauchen.

Ein Liter Öl kann eine Million Liter Wasser verunreinigen

Wer jetzt denkt, dass die geringen Mengen in einer haushaltsüblichen Pfanne wenig ausmacht, sollte bedenken, dass sich die Mengen von jedem Spülgang schnell summieren - und schon ein Liter Öl kann laut der britischen Behörde bis zu eine Million Liter Wasser verunreinigen.

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