Die Queen ehrt Großbritanniens größten Sexspielzeug-Hersteller

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Eine "wundervolle Unterstützerin" nennt das Unternehmen LoveHoney die Queen, nachdem diese sie bereits zum zweiten Mal mit dem Queen's Award for Enterprise ausgezeichnet hat - dem größten Preis für wirtschaftliche Leistungen, den das britische Königshaus zu vergeben hat. Damit darf sich nun ein Sexspielzeug-Hersteller mit dem Wahrzeichen der Queen schmücken.

POUNDBURY, DORSET - OCTOBER 27:  Queen Elizabeth II tours Queen Mother Square on October 27, 2016 in Poundbury, Dorset.  (Photo by Samir Hussein/WireImage)
Queen Elizabeth diskriminiert bei der Wahl ihrer ausgezeichneten Unternehmen nicht gegen Sexspielzeughersteller (Symbolbild: Samir Hussein/WireImage)

Dies ist nämlich eine der positiven Begleiterscheinungen der prestigeträchtigen Auszeichnung. LoveHoney darf das Abzeichen der Königin nun fünf Jahre lang im Marketing, in der Werbung und sogar auf den Verpackungen verwenden.

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Das Unternehmen erhält den Preis nach 2015 bereits zum zweiten Mal, und die beeindruckenden Zahlen sprechen für sich: In den vergangenen sechs Jahren hat LoveHoney seinen Umsatz im Ausland von 12 Millionen Pfund (rund 14 Millionen Euro) auf 56 Millionen Pfund (rund 64 Millionen Euro) gesteigert - ein Wachstum von 365 Prozent. Auch in Deutschland vertreibt der Hersteller seine Produkte - von Gleitgel über Vibratoren bis Fetischkleidung. 

Das Unternehmen wertet "königlichen Segen" als positives Signal 

Dass Queen Elizabeth bei der Wahl der ausgezeichneten Unternehmen keine Scheu vor Firmen zeigt, die sich mit Sexspielzeug und Bondage-Ausstattung beschäftigen, sieht LoveHoney als positives Signal. "Wir sind begeistert, eine offizielle Anerkennung von der Queen erhalten zu haben. Ihre Majestät ist schon lange eine wundervolle Unterstützerin von LoveHoney, während wir uns zu der weltweit führenden Marke in Sachen sexueller Wellness entwickelt haben", sagte Debbie Bond, die Werbechefin des Unternehmens, in einem Statement. 

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"Die Queen ist die größte Wirtschaftsbotschafterin Großbritanniens, und königlicher Segen zeigt, dass der Mainstream-Kunden und der Handel sexuelle Wellness-Produkte anerkennen wie nie zuvor und erkennen, wie wichtig sie für das allgemeine Wohlbefinden sind", fuhr sie fort. Dies sei besonders jetzt wichtig, da die Menschen sich von einem schwierigen Jahr erholen müssten, in dem sie mit der Pandemie und dem Lockdown zu kämpfen hatten. 

Einziger Wermutstropfen: Dieses Mal wird es wohl keinen großen Empfang mit persönlichem Treffen geben. 2015 hatten die beiden Unternehmensgründer Richard Longhurst und Neal Slateford die Queen, ihren Ehemann Philip und andere hochrangige Mitglieder des Königshauses noch kennenlernen dürfen. Bei diesen Gesprächen hätte man zu gerne mal Mäuschen gespielt. 

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