Die Rückkehr der Marlene-Hose: Styling-Tipps und Inspirationen

Ena Clarke
Freie Autorin

So richtig weg war sie nie – und doch erlebt die Marlene-Hose derzeit das Comeback, vor der sich Skinny und Straight immer gefürchtet haben. Was sie von Culotte und Palazzo unterscheidet, wie sie diese Saison getragen wird – und ganz wichtig: welche Schuhe dazu passen!

Olivia Palermo in einer roten Marlene-Hose mit passendem Blazer. (Bild: Getty Images)

 

Der Inbegriff der Emanzipation: Marlene Dietrich prägte mit ihrem androgynen Stil den Begriff der Marlene-Hose. Heute wird die Hose viel weiblicher gestylt:


Marlene-Hose – was ist das eigentlich?

Die Marlene-Hose ist DIE Wide-Leg-Hose schlechthin. Geprägt und in Szene gesetzt von Marlene Dietrich in den 1930er Jahren, galt die maskulin anmutende Marlene-Hose mit den weiten Beinen lange als Symbol für die Emanzipation. Heute ist „die Marlene” besonders in der Taille weiblicher geschnitten und hat mit Culottes und Palazzohose sogar zwei trendbewusste Ableger entwickelt.

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Während die Culottes etwa auf Höhe der Waden enden, verschwinden bei der Marlene-Hose die Schuhe fast oder sogar komplett unter dem weiten Bein. Palazzohosen sind in der Regel noch weiter geschnitten als die Marlene, die Weite beginnt außerdem bereits in der Taille.

Sie war niemals weg und ist dennoch zurück – schöner denn je: die Marlene-Hose


So trägt man die Marlene-Hose

Lässig oder elegant – die Marlene-Hose kann beides. Vom Ringelshirt bis zum strengen Blazer funktionieren alle Kombinationen mühelos, wenn man einige Regeln beachtet:

  • Wie bei allen weiten Hosen sind auch bei der Marlene-Hose vor allem die Proportionen Sprich: Oberteile sollten eng anliegen oder zumindest gerade geschnitten sein, damit der Fokus auf der Taille bleibt. Wer aufs Oversized-Shirt nicht verzichten will, sollte es teilweise oder ganz in den Hosenbund stecken. Diese Regel ist umso wichtiger, je weiter die Hose geschnitten ist!

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Die Marlene-Hose von heute ist hochgeschnitten – Nina Süss perfektioniert den Look mit einem anliegenden Oberteil in fließenden Stoffen:


  • Je nach Figurtyp kann die Marlene-Hose wahre Styling-Wunder bewirken: Hosen mit auffälligen Prints oder Bordüren am Bein zaubern Frauen mit breiteren Schultern eine gleichmäßigere Silhouette. Sanduhr-Typen setzen mit figurbetonten, kurzen Oberteilen ihre schlanke Körpermitte in Szene – auch Taillengürtel sind hier ein tolles Hilfsmittel. Für breitere Hüften eignen sich weitere, gerade geschnittene Marlenehosen. Wichtig ist hier allerdings, dass die Hose wirklich optimal passt und auch auf der breitesten Stelle locker aufliegt.

Nicole Warne ist eher der androgyne Typ – wie gemacht für die Marlene-Hose:


  • Wer Angst hat, mit der strengen und in dieser Saison so wunderbar hoch taillierten „Marlene“ overdressed zu erscheinen, stylt sie lässiger mit Jacken oder Trenchcoats in fließenden Stoffen. Eleganter wird der Look mit Oberteilen aus demselben Material oder Muster, die in der Taille auf der Höhe der Hose enden.

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Caro Daur kombiniert eine fließende Jacke zum ansonsten sachlichen Look – und macht ihn damit gleich lässiger:


Die richtigen Schuhe zur Marlene-Hose:

Wenn es doch nur schon Sommer wäre – da kann man die Marlene-Hose mit allen möglichen Schuhmodellen von Ballerinas bis Sneakers, von Slingbacks bis Slides kombinieren. An kälteren Tagen bieten sich Pumps oder Stiefeletten mit scharf zulaufender Spitze ebenso an wie Stiefel oder Plateauschuhe. Gut zu wissen: Absatzschuhe in Kombination mit der Marlene verlängern die Beine bis ins Unendliche, wohingegen flache Schuhe vor allem Frauen mit sowieso schon langen Beinen stehen.

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