Die Steckrübe ist das vergessene Superfood

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Fast rund mit dicker, meist grün-gelblicher, manchmal aber auch rötlicher Schale und weißlichem bis gelbem Fleisch – die Steckrübe. (Bild: Getty Images)

Während der Hype um sogenanntes Superfood nach wie vor anhält, gibt es eine heimische Gemüsesorte, die mit den positiven Eigenschaften von Chiasamen, Gojibeeren und Quinoa locker mithalten kann: Steckrüben sind so vielfältig einsetzbar und dabei unglaublich gesund – doch leider etwas in Vergessenheit geraten. Das Prädikat “Superfood” verdienen sie aber allemal.

Die Steckrübe gehört seit Jahrhunderten zur deutschen Küche dazu. Doch nicht immer zählte sie zu den beliebtesten Gemüsesorten. Der Grund: Wegen ihrer Frostbeständigkeit, ihres leichten Anbaus, ihrer langen Haltbarkeit und ihrer vielseitigen Eigenschaften, diente sie oft als eines jener Lebensmittel, auf die bei einer Hungersnot zurückgegriffen wurde. Das blieb bei den Menschen im Gedächtnis – und machte das Gemüse unattraktiv und unbeliebt. Zu Unrecht.

Vielseitig einsetzbar – auch als Ofengemüse. So behält sie ihren eigenen süßlichen Geschmack. (Bild: Getty Images)

Geschmack und Verwendung

Als Zutat und in Verbindung mit anderen Nahrungsmitteln ist die Steckrübe perfekt geeignet, da sie sich an den Aromen orientiert, die sie umgeben. So kommt es beispielsweise vor, dass sie – eingekocht zu Apfelmus – ein herrlich fruchtiges Aroma entwickelt. Ob als Püree, im Kuchen, zur Suppe verarbeitet, in Scheiben angebraten, in Marmelade oder fermentiert als eine Art Sauerkrautersatz – Steckrüben ermöglichen nahezu alle Verarbeitungen, die man sich vorstellen kann. Komplett allein verzehrt, hat ihr milder Kohlgeschmack etwas Süßliches.


“Selbst gemachter Steckrübenkuchen! Ich habe ein Dampfgargerät gekauft, nur um Steckrübenkuchen herzustellen! Liebt ihr Steckrübenkuchen auch so sehr wie ich ?!”

Die Steckrübe: wenige und gute Kohlenhydrate

Das Wintergemüse eignet sich auch bestens, um die Ernährung umzustellen und anzupassen: Es besteht zum größten Teil aus Wasser und enthält so kaum Kalorien. Und das, obwohl der Traubenzucker in Steckrüben ein großer Energielieferant ist. Das Beste daran ist, sie macht ordentlich satt und die in ihr enthaltenen Kohlenhydrate sind von der guten Sorte. Pro hundert Gramm enthalten Steckrüben daher nicht mal 40 Kilokalorien.

Das steckt in der Steckrübe

Das Gemüse gehört definitiv zu einem der gesündesten, dass man vor allem in der kalten Jahreszeit bekommen kann. Abgesehen von wertvollen Mineralstoffen, wie Kalzium, Kalium, Natrium, Magnesium, Zink und Eisen, versorgt es den Körper mit Vitamin C, B1, B2, B6 und dem Provitamin A.
Eines sollte man allerdings beachten: Die Größe des Exemplars wirkt sich auf den Geschmack aus. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Rübe, desto zarter ist sie im Geschmack.