Die wichtigsten Tipps: So gelingt das perfekte Steak

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Wurst und Fleisch sollte man in Maßen genießen und wenn man es tut, sollte es auch richtig, richtig fein werden. Für viele Fleischliebhaber ist ein gutes Steak das Maß aller Dinge – und wer ein paar Fehler vermeidet, kann auch zuhause das Beste aus dem geschmackvollen Stück Fleisch herausholen.

Damit das Steak gelingt, solltest du in der Vor- und Zubereitung einiges beachten. (Bild: Getty Images)

Die Vorbereitung

Unter Köchen herrscht die Meinung vor, dass man gekühltes Fleisch etwa eine halbe Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holen sollte, damit es vor dem Braten Zimmertemperatur hat. Wer sich für besonders dicke Scheiben entschieden hat, kann den Backofen vor dem Grillen auf 150 bis 160 Grad vorheizen. Da die hohen Temperaturen beim Grillen oder Braten in der Pfanne Gewürze verbrennen würde, solltest du mit dem Pfeffern und Salzen noch warten.

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Die Zubereitung auf dem Grill

Für viele Steakliebhaber und auch Köche gehören Steak und Grill untrennbar zusammen. Tatsächlich präferieren auch viele Profiköche die Zubereitung auf dem Grill, wobei man besonders dicke Steaks nach dem Grillen noch ein paar Minuten in den vorgeheizten Backofen stecken sollte – und zwar bevor die Hitze in die Mitte des Steaks vorgedrungen ist.

Das Fleisch solltest du nicht in die Pfanne drücken - da so der Saft entweicht. (Bild: Getty Images)

Die richtige Pfanne, die richtige Hitze

Natürlich kann man Steaks auch in einer Pfanne, die aus Eisen oder Gusseisen bestehen sollte, perfekt zubereiten. Damit sich die Oberfläche des Fleisches schließt, der Fleischsaft nicht herausläuft und das Steak eine schöne Kruste bekommt, ist es wichtig, das Fleisch erst in die geölte Pfanne zu geben, wenn diese richtig heiß ist und das Öl raucht. Bei Pfannen mit Streifen auf dem Boden bekommt das Steak ein Grillrost-Muster. Für die richtige Hitze ist es auch wichtig, die Pfanne nicht zu überladen, also nicht zu viele Steaks auf einmal hineinzupacken. Viele Köche setzen beim Steakbraten auf Olivenöl, in dem bei hohen Temperaturen aber Bitterstoffe entstehen können. Aus diesem Grund greifen andere zu Fetten mit einem hohen Rauchpunkt wie Butterschmalz, Erdnuss- oder Rapsöl.

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Nicht drücken!

Ein Fehler, den Hobbyköche neben dem zu langen Braten oder Grillen häufig machen, ist das Drücken mit dem Bratenwender auf das Fleisch. Dabei kann man den Fleischsaft herausdrücken, der im Fleisch bleiben sollte. Ebenfalls wegen des Fleischsafts soll man Fleisch auch nicht mit einer Gabel anstechen, um es zu wenden.

Zu früh servieren oder schneiden

Ein weiterer häufiger Fehler ist das zu frühe Servieren des Steaks nach dem Braten. Ein normal dickes Steak wird von beiden Seiten drei bis maximal vier Minuten bei starker Hitze gebraten, damit es in der Mitte noch medium ist. Anschießend sollte man es mindestens fünf bis zehn Minuten ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft gleichmäßig darin verteilen kann. Alternativ kann man das Fleisch kürzer braten, dann ruhen lassen, und danach noch einmal bei mittlerer Hitze mit Butter und Gewürzen wie Knoblauch, Thymian Pfeffer oder Meersalz zurück in die noch warme, aber nicht mehr heiße Pfanne geben. Lässt man die Ruhezeit aus und serviert das Steak sofort nach dem Braten, läuft beim Anschneiden sofort der Fleischsaft heraus, der es sonst schön saftig machen würde.