Die Zeitschrift "Hustler" erntet heftige Kritik für ihre Trump-Weihnachtskarte

Das US-amerikanische Erotikmagazin “Hustler” hat Abgeordneten eine Weihnachtskarte geschickt, die den Präsidenten Donald Trump als Opfer eines Attentats zeigt. Nicht nur bei Republikanern sorgt die Karte für Unmut.

Donald Trump ziert die Weihnachtskarte des Magazins "Hustler" - auf höchst geschmacklose Weise (Symbolbild: Getty Images)

Die Vorderseite der Karte zeigt eine Zeichnung eines Attentäters mit rauchender Pistole in der Hand, der sagt: “Ich habe gerade Donald Trump in der Fifth Avenue erschossen. Und niemand hat mich verhaftet.” Allem Anschein nach ist das eine Anspielung auf eine Aussage von Trumps Anwalt William Consovoy, der vor wenigen Monaten verkündet hatte, dass der Präsident nicht rechtlich belangt werden könne - selbst wenn er mitten auf der Fifth Avenue jemanden erschießen würde.

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Vor allem die Innenansicht der Karte jedoch sorgt für heftige Kritik, denn diese Zeichnung zeigt den erschossenen Trump selbst in einer Blutlache, umzingelt von lachenden Menschen, die “Frohe Weihnachten” rufen.

Scharfe Kritik aus beiden Lagern

Die Karte wurden diversen Abgeordneten der USA zugeschickt, darunter auch dem Republikaner Mike Johnson, der sie auf Twitter teilte.

Das ist alles, was man über die radikalen Linken wissen muss. Ein junger Angestellter von mir öffnete das heute mit der Post. Man stelle sich nur vor, wenn ein Konservativer so ein ekelhaftes und hasserfülltes Stück über einen Demokraten veröffentlicht worden wäre. Ich hoffe, dies wird vom Secret Service untersucht.

Doch nicht nur aus republikanischem Lager kommt Kritik. Auch der Anwalt Mark Zaid, der den Whistleblower in der Ukraine-Affäre vertritt und keinen Hehl aus seiner Abneigung für den Präsidenten macht, äußerte sich mit deutlichen Worten auf Twitter.

Das ist inakzeptabel, und ich bin eindeutig kein Fan dieses Präsidenten. Aber das überschreitet eindeutig eine Grenze und sollte eine öffentliche Entschuldigung nach sich ziehen. Mit so etwas scherzt man nicht.

Der “Hustler” hat unter anderem der “New York Post” bestätigt, dass die Karte echt ist, sie allerdings nicht weiter kommentiert.

Larry Flynt, der Gründer des Magazins, ist jedoch bekennender Trump-Gegner. 2017 bot er eine Belohnung von zehn Millionen Dollar für denjenigen, der Informationen bereitstellen könne, die zur Amtsenthebung des Präsidenten führen könnten. Noch vor der Präsidentschaftswahl hatte er eine Million Dollar für kompromittierendes Videomaterial von Trump ausgeschrieben.

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