Diebstahl in einer Tankstelle: "Melonenköpfe" schlagen zu

Zwei Männer haben in den USA eine Tankstelle bestohlen. Soweit nicht ungewöhnlich. Wie sie während der Tat aber ihre Identität verborgen haben, ist durchaus besonders.

Wenn Masken derzeit knapp sind, müssen auch Kriminelle kreativ werden. Foto: Louisa Police Department Virginia

Die Corona-Krise setzt den Menschen zu. Auch manche Kriminelle zeigen derzeit ein seltsames Verhalten. Zumindest legen das zwei Männer nahe, die vor zwei Wochen in der Stadt Louisa, im US-Bundesstaat Virginia gelegen, eine Tankstelle ausrauben wollten. Wie ein Video der Tat, das in sozialen Medien gerade viral geht, zeigt, haben sie sich etwas Besonderes einfallen lassen, um ihre Identitäten zu verbergen: Sie trugen auf ihren Köpfen ausgehöhlte, mit Gucklöchern versehene, Wassermelonen.

Anklage: Diebstahl und Tragen einer „Maske“

Wie CNN berichtet, fand die Tat der beiden „Melon-Heads“ („Melonenköpfe“), so hat sie die Polizei getauft, bereits am 5. Mai statt. Demnach seien sie an diesem Tag um halb zehn am Abend in einem gestohlenen schwarzen Toyota Tacoma vor einer Tankstelle der Kette Sheetz vorgefahren.

Das Video zeigt, dass die beiden dabei normale Kleidung trugen. Pullover, bequeme Hosen und auf dem Kopf eben Wassermelonen. Die beiden konnten in der Folge unerkannt fliehen. Ob sie bei der Tat Geld erbeuten konnten oder es beim Versuch blieb, ist aus den Berichten nicht ersichtlich. Die Meldung der zuständigen Polizei in Louisa, auf die sich CNN bezieht, ist online nicht mehr auffindbar.

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Vermutlich, weil es am vergangenen Freitag eine Verhaftung gab. Wie der leitende Ermittler Tom Leary CNN bestätigte, konnte ein tatverdächtiger 20-jähriger Mann festgenommen werden. Ihm werde Diebstahl, sowie Vermummung mithilfe einer Maske in der Öffentlichkeit während eines Diebstahls vorgeworfen.

„Das ist so dumm“

Leary sagte zu der Tat: „Sowas sieht man in Louisa nicht alle Tage. Das ist eigentlich eine sehr ruhige Stadt, in der viele hart arbeitende Menschen leben. So ein Diebstahl ist also ungewöhnlich.“

Etwas andere Worte fand Candice Wendt, sie arbeitet am Ort des Geschehens, der Sheetz-Tankstelle. Sie beschrieb die Verwendung von Wassermelonen als Gesichtsmasken im Interview mit dem Regionalfernsehsender WRIC als „lächerlich“. Weiter sagte sie „Der Aufwand, den man betreiben muss, um eine Wassermelone auszuhöhlen, damit man seinen Kopf reinstecken kann – das ist doch verrückt. Warum sollte man sowas tun? Das ist so dumm.“

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