Diego Maradona packt aus: Drogen, Sex und eine Alien-Entführung

Ben Barthmann
Sports Editor

Diego Maradona ist ohne Frage ein mehr als faszinierender Mann. Seine neuesten Enthüllungen gegenüber TyC Sports dürften aber auch dem treuesten Fan ein paar Fragezeichen ins Gesicht schreiben.

Diego Maradona ist Trainer bei Gimnasia in Argentinien. (Bild: Getty Images)

“Einmal hatte ich ein paar Drinks zu viel gehabt. Ich kehrte für drei Tage nicht heim. Als ich schließlich doch nach Hause kam, fragte man mich, wo ich war. Da erklärte ich ihnen, dass mich ein UFO entführt hätte. Die haben mich geholt, aber ich darf nichts darüber erzählen”, erklärte der aktuelle Trainer von Gimnasia La Plata.

Zugegebenermaßen waren die Fragen des Interviews auch geradezu eine Vorlage für den gut aufgelegten Maradona. Angesprochen auf seine Entjungferung hielt Maradona nicht lange hinter dem Berg: “Das war mit 13 in einem Keller mit einer älteren Dame. Sie hat Zeitung gelesen und ich lag auf ihr.”

Wen er auf eine einsame Insel mitnehmen würde? Natürlich drei Landsmänner: “Carlos Tevez, Lionel Messi und Gabriel Heinze.” Und was er heute zum Tor mit der Hand Gottes sagt? “Ein normaler Kerl, der ein Tor gegen die Engländer erzielt hat, die unsere Kinder im Falkland-Krieg getötet haben.”

Maradona berichtet von Drogen: “War wie ein Zombie”

Deutlich ernster wurde das Interview, als das Thema Drogen zur Sprache kam. “Ich sage meinen Jungs, dass sie Finger davon lassen sollen. Wenn ich mal keine Drogen zur Hand hatte, war ich wie ein Zombie. Man verliert den Anschluss zur Gesellschaft und zur Familie.”

2000 wäre Maradona fast an einer Überdosis gestorben. Er lag lange im Koma. Tochter Dalma habe ihn damals aus seiner Sucht geholt. Sie habe ihm davon erzählt, wie sehr sich die zwei Jahre jüngere Tochter Giannina ein Leben ohne die Sucht des Vaters gewünscht hätte: “Jedes Mal wenn sie in die Schule ging und mich im Koma sah, sagte sie: ‘Papa, ich möchte das leben, was du mit Dalma gelebt hast, deshalb will ich, dass du aufwachst.’ Danach habe ich ‘Nie wieder’ gesagt.”