Im Dienste der Wissenschaft: Eine Superyacht für Meeresforscher

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Diejenigen, die sich im Lockdown hauptsächlich durch Social Media auf dem Laufenden halten, sind schlechter über die Pandemie informiert. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie.

Darin zeigte sich, dass vor allem diejenigen weniger über Covid-19 Bescheid wissen, deren primäre Nachrichtenquelle Facebook ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Studienteilnehmer Fragen über das Virus falsch beantworteten, lag höher als bei anderen Gruppen.

"Der Anstieg der Social-Media-Nutzung bei Menschen weltweit zu einer Änderung des Nachrichten-Konsums geführt", weiß Dr. Robert P. Lennon, der die Studie als Professor für Familien- und Gemeinschaftswesen am Penn State College durchgeführt hat. "Bis zu 66 Prozent aller Amerikaner verlassen sich auf Social Media."

Das sei Anlass zur Sorge, denn Fehlinformationen und Missverständnisse über Covid-19 und dessen Verbreitung haben die Pandemie angefacht. Weltweit sind dem Coronavirus bis zum heutigen Tag über 2,5 Millionen Menschen zum Opfer gefallen.

Im Rahmen der Studie, die im Fachmagazin 'Current Medical Research & Opinion' veröffentlicht wurde, hatte man im Zeitraum von 25. bis zum 31. März 2020 5.948 Erwachsenen eine Reihe von Fragen gestellt.

Unter anderem wollten die Forscher wissen, woher die Menschen ihre Nachrichten bezogen und welcher Nachrichtenquelle sie am ehesten vertrauten. Anschließend wurden sie mit 15 Behauptungen konfrontiert, die sich auf das Virus bezogen, die Teilnehmer mussten beurteilen, ob diese richtig oder falsch waren. Diejenigen, die vor allem auf die Nachrichten vertrauten, die sie auf Facebook lasen, machten dabei die meisten Fehler.

Die Studie zeigte auch, dass offizielle Regierungsseiten die meisten Nutzer mit Vertrauen erfüllten, auf sie fielen 42,8 Prozent der Stimmen, gefolgt von TV mit 27,2 Prozent.

"Effektive Kommunikation spielt eine entscheidende Rolle, wenn man eine Pandemie erfolgreich in den Griff bekommen will. Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, muss die Bevölkerung den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden Folge leisten", so Lennon. Der erst Schritt sei es, die Empfehlungen überhaupt zu verstehen. Es sei daher enorm wichtig, dass die entsprechenden Stellen "verstehen, wie die Bevölkerung an Informationen gelangt und entsprechende Plattformen beobachtet, um Fehlinformationen zu korrigieren, wenn diese auftauchen."