Diese 9 Regeln müssen die Royals auf Reisen befolgen

Anna Rinderspacher
Freie Journalistin

Marokko, Fidschi, Südafrika und jüngst Pakistan, die britische Königsfamilie ist viel unterwegs. Wenn die Royals reisen, können sie jedoch anders als wir Normalsterblichen nicht einfach die Beine hochlegen und sich einen Cocktail am Strand gönnen: Vielmehr müssen sie sich an strenge Verhaltensregeln halten.

Prinz William und Herzogin Kate beim Besuch der pakistanischen Hauptstadt Islamabad im Oktober 2019 (Foto: Tim Rooke/Pool/Samir Hussein/WireImage)

Wenn die Royals verreisen, dann meistens nicht, weil sie Urlaub machen, sondern weil sie im Auftrag der Krone und ihres Landes unterwegs sind. Um beides angemessen zu vertreten, müssen sich die Mitglieder der britischen Königsfamilie an einigen Regeln orientieren. Hier sind die neun wichtigsten:

1. Sie müssen mit British Airways fliegen

Schließlich will man die eigene Wirtschaft auch dann unterstützen, wenn man das Land verlässt. Prinz Harry und Herzogin Meghan reisten mit British Airways vor Kurzem nach Südafrika. Prinz William und Herzogin Kate wurden jedoch aus Sicherheitsgründen von der Royal Airforce nach Pakistan geflogen.

2. Ein schwarzes Outfit im Gepäck ist unabdinglich

Der Grund dafür ist ziemlich makaber: Für den Fall, dass ein Angehöriger der Königsfamilie während der Reise stirbt, brauchen die Royals ein Trauergewand. Diese Regel wurde 1952 eingeführt, nachdem der damalige Regent, König George verstarb, während seine Tochter, Queen Elizabeth II. und ihr Gemahl Prinz Philip in Kenia waren. Das Paar brach seine Reise ab und kehrte nach England zurück, doch Elizabeth musste warten, bis jemand ihr ein Traueroutfit gebracht und sie sich umgezogen hatte, ehe sie das Flugzeug verlassen konnte. Schließlich gehört es sich, dass man dem Verstorbenen entsprechend Respekt zollt.

3. Sie müssen zumindest ein paar Sätze in der Landessprache ihres Reiseziels beherrschen

Auf ihren Reisen agieren die Royals als offizielle Vertreter der Monarchie und ihres Landes. Sie müssen also einen guten Eindruck hinterlassen. Dazu gehört auch, dass sie ihren Respekt vor dem Gastland zeigen, etwa indem sie sich mit einigen Sätzen in der Landessprache verständigen können.

4. Ihre Kleidung sollte der Kultur des Gastlandes entsprechen

Auch das Tragen traditioneller Kleidung ist ein Zeichen des Respekts vor der Kultur. Gerade in den östlich gelegenen Ländern des Commonwealths wie Indien und Pakistan sendet die Kleidung der Royals ein starkes Signal. So trug Herzogin Kate während ihres Besuchs einer Cricket-Schule in Lahore ein Salwar-Kamiz: Ein Hemdkleid über einer langen Hose, das mit einem Schal kombiniert wird.

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5. Sie dürfen sich erst in allerletzter Minute umziehen

Habt ihr schon einmal ein Bleistiftkleid auf einem 9-Stunden-Flug getragen? Oder einen Anzug mit Krawatte? Bequem sind diese Outfits sicherlich nicht und noch dazu spätestens bei der Landung durchgeschwitzt und zerknittert vom vielen Umdrehen und Beine überschlagen. Damit die Royals beim Verlassen des Fliegers trotzdem makellos in die Kamera winken können, ziehen sie sich erst kurz vor dem Aussteigen um.

6. Sie müssen Konserven ihres eigenen Blutes einpacken

Die Gesundheit der Königsfamilie muss auch auf Reisen stets gewährleistet sein. Darum reisen Queen Elizabeth und Prinz Charles meistens in Begleitung eines Arztes. Wie der “The Telegraph” berichtet, müssen sie zudem immer einige Konserven ihres eigenen Blutes im Gepäck haben, da manche Länder davon nicht genug auf Vorrat haben.

Auf Reisen haben die Queen und Prinz Philip angeblich immer eine Konserve ihres eigenen Blutes dabei (Foto: REUTERS/Andrew Milligan/Pool)

7. Der ganze Haushalt reist mit

Damit alles glatt geht und kurzfristige Änderungen nicht zum Desaster führen, werden die Royals auf Reisen von ihren Angestellten unterstützt. Prinz William und Herzogin Kate haben auf ihrer Pakistan-Reise ein 14-köpfiges Team an der Seite, darunter einen Friseur, einen Sekretär und einen Kommunikationsexperten.

8. Familienmitglieder sollten nicht zusammen reisen

Dabei handelt es sich um eine veraltete Regel. Um die Thronfolge zu sichern, sind die Royals angehalten, nicht alle mit derselben Maschine zu fliegen. Denn falls es zu einem Unglück kommen sollte, wäre die Zukunft der Krone in Gefahr. Entsprechend dürfte Prinz William nie mit seinen Kindern zusammen verreisen. Das hat er jedoch schon des Öfteren getan, was darauf hindeutet, dass diese Regel nach und nach gelockert wird.

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9. Keine Reise sollte länger als zwei Wochen dauern

Auch der Palast muss sparen. Während royale Reisen früher ohne Weiteres ein paar Monate dauern konnten, sind sie heutzutage meist nach 14 Tagen vorbei. Das bedeutet natürlich, dass die Adligen kaum Freizeit auf ihren Reisen haben und bis zu vier Termine an einem Tag wahrnehmen müssen.

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