Diese fünf Unternehmen tragen am meisten zur Umweltverschmutzung bei

Ann-Catherin Karg
Freie Journalistin

Die globale Bewegung Break Free From Plastic will die Menschen auf das immer größer werdende Problem der Umweltverschmutzung durch Plastik aufmerksam machen. Jetzt hat die Organisation eine Erhebung veröffentlicht, die die größten Umweltsünder in puncto Plastik klar benennt. Das ist die Top 5:

Jeder ist mittlerweile auf die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll aufmerksam geworden - manche Konzerne hinken jedoch noch hinterher (Symbolbild: Getty Images)

Coca-Cola ist nicht nur der größte Getränkehersteller, sondern auch der größte Müllproduzent der Welt. Das geht aus einer Erhebung hervor, die die Organisation Break Free From Plastic anlässlich des “World Clean-Up Days“ am 19. September veröffentlicht hat. An diesem Tag sammeln Freiwillige auf der ganzen Welt Plastikmüll ein, zählen die gefundenen Stücke und ordnen sie einer Marke zu. In diesem Jahr fanden die mehr als 72.000 Freiwilligen insgesamt rund 476.000 Plastikteile, von denen 11.732 von der Coca-Cola Company hergestellt worden waren.

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Gefunden wurden sie in 37 Ländern auf vier Kontinenten. Damit landete Coca-Cola zum zweiten Mal in Folge auf dem unrühmlichen ersten Platz der Negativrangliste. Der US-Getränkehersteller ist demnach für mehr Plastikmüll verantwortlich als die drei Unternehmen zusammengenommen, die auf den Plätzen zwei bis vier landeten. Mit 4846 in 31 Ländern gefundenen Plastikteilen ist das Nestlé auf dem zweiten Platz, der dritte Platz geht an Pepsico mit 3362 Plastikstücken, die u. a. an Stränden in 28 verschiedenen Ländern gefunden wurden. Von Unilever wurden über 3300 Plastikstücke gefunden und von Mondelēz International knapp 1100.

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So will Coca-Cola das Problem angehen

Vom Nachrichten-Portal “The Intercept“ mit dem Ergebnis konfrontiert, antwortete Coca-Cola: “Wann immer unsere Verpackungen in die Ozeane gelangen – oder irgendwohin, wo sie nicht hingehören – ist das für uns nicht akzeptabel. Zusammen mit anderen arbeiten wir daran, die globalen Probleme anzugehen, sowohl um in Zukunft zu verhindern, dass Plastikmüll in die Ozeane gelangt, als auch um die bisherige Verschmutzung wettzumachen.“ In einer Pressemitteilung hat sich das Unternehmen zudem dazu verpflichtet, bis 2025 dafür zu sorgen, dass mindestens 50 Prozent des Materials der Einweg-Plastikflaschen aus Recyclingmaterial stammen.

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