Diese Kunst ist nur unter dem Mikroskop zu sehen

Antonia Wallner
Freie Autorin

Seine Kunstwerke sind so klein, dass sie durch ein Nadelöhr passen: Der britische Bildhauer Willard Wigan ist ein Meister der Skulpturen in Millimeter-Größe.

Für diese Darstellung von “Schneewittchen und die sieben Zwerge“ braucht der Betrachter ein Mikroskop. (Bild: Caters News)

Für eines seiner Miniatur-Kunstwerke braucht Willard Wigan Monate. In mühevoller und detailgetreuer Handarbeit stellt der 1957 geborene Künstler kleine Versionen berühmter Sehenswürdigkeiten, bekannter Persönlichkeiten oder ganz alltäglicher Dinge her. So sind unter seinen Werken etwa die Familie Obama, die Erlöser-Statue aus Brasilien oder auch Albert Einstein zu finden.

Die kleinste “Alice im Wunderland“, die Sie je gesehen haben. (Bild: Caters News)

Jedes Kunstwerk ist weniger als 0,005 Millimeter groß und nur unter dem Mikroskop zu sehen. Wigans Werke sind weltberühmt, für eines zahlen Liebhaber bis zu 50.000 Euro.

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Mini-Superman im Nadelöhr. (Bild: Caters News)

In der Schule hatte es der unter Lernschwierigkeiten leidende Wigan nicht leicht, seine Lehrer prophezeiten ihm nicht gerade eine glänzende Zukunft.

Willard Wigan wurde 1957 geboren. (Bild: Caters News)

Seine Mutter erklärte ihm, dass es oft die kleinen Dinge sind, die den Unterschied machen. “Das inspirierte mich dazu, Dinge sehr, sehr klein zu machen. Und jetzt kann ich wunderschöne Miniaturen erschaffen, die oft kleiner sind als ein Punkt in einem Zeitungstext“, schreibt Wigan auf seiner Webseite.

Willard Wigans Kunstwerke sind mit bloßem Auge nicht zu sehen. (Bild: Caters News)

2008 wurde Wigan von Queen Elizabeth II in den “Order of the British Empire“ aufgenommen, einem Ritterorden für besondere Verdienste um Kunst und Kultur für Großbritannien. Darüber hinaus erreichte er zwei Weltrekorde für die kleinste von Menschenhand gemachte Kunst.

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