Diese Lebensmittel sollten nicht in die Heißluftfritteuse

In vielen Haushalten mausert sich die Heißluftfritteuse zum Lieblingsküchenhelfer. Denn schließlich lässt sich darin alles fettarm zubereiten – oder? Ganz so universell einsetzbar ist der Air Fryer leider nicht, wie Experten warnen.

Ein Gerät für alles? Auch die Heißluftfritteuse hat ihre Grenzen (Bild: Getty Images)
Ein Gerät für alles? Auch die Heißluftfritteuse hat ihre Grenzen (Bild: Getty Images)

Heißluftfritteusen, auch Air Fryer genannt, liegen voll im Trend. Kein Wunder, denn die Zubereitung damit ist eine deutlich gesündere Alternative zum herkömmlichen Frittieren mit Öl. Denn frittiert im klassischem Sinne wird hier nicht – eine Heißluftfritteuse arbeitet stattdessen mit Umluft, ähnlich wie der Backofen, erhitzt sich allerdings deutlich schneller.

Wer Zeit, Energie und Kalorien sparen will, wirft also mit Vorliebe alles in greifbarer Nähe in die Heißluftfritteuse. Ganz so wahllos sollte man hierbei nicht sein. Denn so sehr Hersteller auch damit werben mögen: Es eignen sich nicht alle Lebensmittel dafür.

Burger

Wie gerne würde man Sünden wie Fast Food fettarmer machen. Doch wenn man seine Burger nicht gerade richtig gut durch mag, sollte man sie nicht in der Heißluftfritteuse zubereiten, wie Testköchin und Kochbuchautorin Anna Vocino "HuffPost" erklärt: "Rotes Fleisch eignet sich nicht so gut für den Air Fryer. Selbst wenn man das Innere halbgar hinbekommt, wäre die Außenseite nicht angebraten, wie man es bei Burgern mag. Außerdem ist es eine ziemliche Sauerei."

Ausgebackenes

Gerade hier ließe sich jede Menge Fett einsparen, das der Ausbackteig nur so in sich aufsaugt. Doch, wie diverse Experten gegenüber der "HuffPost" betonen, ist eine Heißluftfritteuse trotz der Bezeichnung keine Fritteuse. Und überbackenes Gemüse sei ein perfektes Beispiel. In der heißen Luft wird der feuchte Teig nicht fest und schon gar nicht knusprig. Das Ergebnis: Statt leckerer Zwiebelringe oder überbackenen Pilzen hat man eine klebrige Pampe.

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Besser eignet sich paniertes Fleisch oder Gemüse, das auch bei Heißluft kross und lecker wird.

Käse

Ähnlich verhält es sich mit Käse. "In der Fritteuse bekommt ein Mozzarella-Stick oder Ähnliches sofort eine schöne Kruste", erklärt Koch Yankel Polak dem Portal. "In der Heißluftfritteuse ist das nicht möglich. Stattdessen hat man am Ende eine klebrige Masse."

Grünes Blattgemüse

So viele Gemüsesorten eignen sich hervorragend für die Heißluftfritteuse, vor allem Wurzel- oder Knollengemüse. Fettfreie Kartoffelspalten aus dem Air Fryer sind besonders beliebt, und Chefkoch Mike Sheerin empfiehlt in der "HuffPost" Rosenkohl, der darin seine frische Farbe und viele Nährstoffe behalten würde.

Blattgemüse wie Grünkohl oder Spinat machen sich dagegen weniger gut in der heißen Umluft. Polak zufolge würden sie nicht etwa gleichmäßige, gesunde Chips werden, sondern "wild durch die Gegend fliegen und ungleichmäßig backen". Deswegen sollte man für solche Projekte lieber den Backofen verwenden.

Speck

Frühstücksspeck ist selbst schon fettig genug. Es liegt also nahe, weiteres Fett im Vergleich zur Pfanne sparen zu wollen. Doch gerade der Fettgehalt macht Speck ungeeignet für die Zubereitung im Air Fryer. "Das Fett tropft dann herunter und kann Fettspritzer und Rauchbildung zur Folge haben", warnt Rezepteentwicklerin Brenda Peralta in der "HuffPost". "Dadurch brät der Speck nicht gleichmäßig, und der Rauch und Geruch sind ebenfalls wenig appetitlich."

In diesem Fall ist es besser, zu akzeptieren, dass Speck einfach nicht kalorienarm ist. Und allgemein sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass ein Air Fryer eben keine Fritteuse ist.

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