Diese Tierarten sind 2018 ausgestorben

Der Spix-Ara ist in der freien Wildbahn ausgestorben (Bild: Rüdiger Stehn / cc-by-sa-2.0)
Der Spix-Ara ist in der freien Wildbahn ausgestorben (Bild: Rüdiger Stehn / cc-by-sa-2.0)

Traurige Jahresbilanz in der Tierwelt: Mehrere Arten sind 2018 gänzlich ausgestorben – und es ist nur eine Frage der Zeit, bis weitere Lebewesen ausgelöscht werden.

Knapp 27.000 Tierarten standen Ende 2018 auf der roten Liste gefährdeter Arten – 10.000 mehr als noch Ende 2008. Für einige Arten ist es nun bereits zu spät: 2018 sind drei Vogelarten endgültig ausgestorben.

Die Tierschützergruppe “Bird Life International” erklärte in einer Studie, dass der hawaiianische Po’ouli, ein insektenfressender Waldvogel, der auch unter dem Namen Weißwangen-Kleidervogel bekannt war, ausgestorben ist. Auch zwei brasilianische Vogelarten gibt es nun offiziell nicht mehr: Der Dunkelkopf-Blattspäher und der Alagoas-Blattspäher sind ebenfalls ausgestorben. Der Spix-Ara, vielen bekannt als Charakter aus dem Animationsfilm “Rio”, ist der bekannteste Vertreter dieser Liste: Er gilt nun in der freien Wildbahn als nicht mehr existent.

Rasantes Aussterben

Die Ausbeutung der Natur durch den Menschen zollt hier ihren Tribut – das Aussterben der Arten schreitet rasant voran. Heute sterben Tierarten 100 bis 1000 mal schneller aus, als es die natürliche Sterberate vorsehen würde. “Der Mensch verursacht gerade das größte, globale Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier. Wir sägen am Ast, auf dem wir sitzen. Ohne vielfältige, vitale Ökosysteme können wir nicht überleben”, warnte der Vorstand der Umweltstiftung WWF, Eberhard Brandes, zum Jahreswechsel in der “HAZ”.

Diesen Anblick wird es bald voraussichtlich nicht mehr geben: Der Vaquita ist kurz vor dem Aussterben. (Bild: Paula Olson/NOAA via AP Photo)
Diesen Anblick wird es bald voraussichtlich nicht mehr geben: Der Vaquita ist kurz vor dem Aussterben. (Bild: Paula Olson/NOAA via AP Photo)

Das waren die bewegendsten Tierrettungen 2018

Diese Tiere könnten 2019 aussterben

Auch 2019 geht das Aussterben aller Voraussicht nach weiter. Besonders gefährdet ist der Kalifornische Schweinswal, auch Vaquita genannt, von dem es in freier Wildbahn noch rund 30 Exemplare gibt. “Wir sind knapp davor, ihn zu verlieren”, erklärt der Ökologe Trond Larsen auf der Website der Non-Profit-Organisation “Conservation International”.

Ein ähnliches Schicksal steht wohl dem Nördlichen Breitmaulnashorn bevor: Das letzte männliche Exemplar starb letztes Jahr in Kenia, weltweit gibt es noch zwei Weibchen.

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