Diese Zimtsorte solltest du lieber meiden

Stefica Budimir-Bekan
Freie Autorin

Ist es nicht herrlich, wenn es in der Weihnachtszeit wieder überall nach Zimt duftet? Kaum ein anderes Gewürz lässt die Vorfreude auf das Fest der Liebe so steigen wie das als Fettverbrenner proklamierte Superfood. Doch nicht jede Zimtsorte ist auch gleich gesund.

Zimt ist nicht gleich Zimt (Symbolbild: Getty Images)

Ob im Weihnachtsgebäck oder im heiß begehrten Pumpkin Spiced Latte, Zimt darf in der kalten Jahreszeit nicht fehlen. Schließlich riecht das Gewürz nicht nur wunderbar, ihm wird auch nachgesagt, den Stoffwechsel und die Verdauung anzuregen, aphrodisierend zu wirken und glücklich zu machen. Doch nicht alle Zimtsorten gelten auch gleich als gesundheitlich unbedenklich. Im Gegensatz zu Ceylon-Zimt solltest du Cassia-Zimt beispielsweise lieber nicht in deine Plätzchen mischen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) riet bereits 2006 zu einem "maßvollen Verkehr von Lebensmitteln mit Zimt" und warnte, dass Verbraucher, die viel Cassia-Zimt essen, zu stark mit Cumarin belastet werden, einem Stoff, der unter anderem Leberschäden verursachen kann.

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Cumarin gilt bei Tieren als krebserregend

Versuche an Tieren, die in den 70er-Jahren durchgeführt wurden, zeigten außerdem eine krebserregende Wirkung von Cumarin. In Studien für Menschen konnte dies aber nicht belegt werden. Dennoch empfiehlt das BfR die tägliche Menge von 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilo Körpergewicht nicht zu überschreiten. Das entspricht bei einer Person, die 70 Kilo wiegt, also täglich 7 Milligramm Cumarin. Vorsicht ist aber bei Kleinkindern geboten: Maximal sechs kleine Zimtsterne oder 100 Gramm Lebkuchen am Tag sind erlaubt.

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Cumarin kann zu Kopfschmerzen, Schwindel oder Erbrechen führen. Bei empfindlichen Menschen kann der Stoff sogar Probleme mit der Leber verursachen.

Kommt Cumarin auch in Ceylon-Zimt vor?

Tatsächlich enthält auch Ceylon-Zimt Cumarin. Allerdings kommt der Stoff dort nur in Spuren vor. Die höchsten Werte liegen bei 0,8 Gramm Cumarin pro Kilogramm. Doch wie bei allen anderen Gewürzen heißt es auch hier: Wer nur hin und wieder Zimtprodukte isst, kann dies – vor allem in der Weihnachtszeit – ohne schlechtes Gewissen tun. Gesundheitlich bedenklich ist der Verzehr größerer Mengen von Zimtprodukten, und das über einen längeren Zeitraum hinweg.

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