Diesen Tech-Unternehmer trifft der Krypto-Crash am härtesten

Microstrategy-Chef Michael Saylor (im Bild in der Mitte) hat sich 2020 für ein Investment in Bitcoin entschieden.  - Copyright: Joe Raedle/Getty Images
Microstrategy-Chef Michael Saylor (im Bild in der Mitte) hat sich 2020 für ein Investment in Bitcoin entschieden. - Copyright: Joe Raedle/Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Der Krypto-Crash trifft ein Unternehmen besonders hart, nämlich die Softwarefirma von Michael Saylor, Microstrategy. Der Anbieter von Business Intelligence Software ist herbe Verluste gewöhnt, schon auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase verlor das Unternehmen einst Milliarden US-Dollar. 1999 musste Microstrategy eingestehen, dass es seine Einnahmen überbewertet und fälschlicherweise einen Gewinn ausgewiesen hatte, obwohl es tatsächlich einen Verlust gemacht hatte. Das Fiasko ließ den Börsenwert von Microstrategy an einem einzigen Tag um über elf Milliarden Dollar einbrechen.

Jetzt, mehr als zwei Jahrzehnte später, sieht sich Microstrategy erneut mit Fragen zu einigen seiner Buchhaltungspraktiken konfrontiert: Dieses Mal geht es um die Vier-Milliarden-Dollar-Investition in Bitcoin. Letztere ist derzeit über eine Milliarde Dollar weniger wert, nachdem der Wert der größten Kryptowährung am Dienstag kurzzeitig unter 21.000 Dollar fiel. Investoren fürchten, dass der Krypto-Meltdown Microstrategy nun dazu zwingen könnte, seine Bitcoin-Bestände zu liquidieren. [Mehr bei CNBC]

Auf Gründerszene: Vor über zwei Jahren hat Profisportler Mario Götze einen zweiten Karriereweg eingeschlagen: Investor. Eigenen Angaben zufolge listet sein Portfolio mehr als 20 Tech-Firmen weltweit. Ein Portfolio-Check. [Mehr bei Gründerszene+

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Softbank plant anscheinend, einen Teil seiner Beteiligung am Chipdesigner Arm nun doch an der Londoner Börse zu notieren. Zuvor wollte der japanische Techinvestor die Aktien komplett am US-Markt platzieren. Arm, das 2016 von Softbank übernommen wurde, hat seinen Sitz in Cambridge, England. Vor dem Kauf war es eines der wichtigsten britischen Technologieunternehmen und macht dort nach wie vor den Großteil seines Geschäfts. Ein Börsengang, der nur in den USA gelistet wäre, wäre ein Schlag für die britische Regierung und den britischen Kapitalmarkt gewesen. [Mehr bei Bloomberg und The Strait Times]

Coinbase entlässt fast ein Fünftel seiner Belegschaft. Der Schritt folgt auf den Einbruch bei den Kryptowährungen sowie auf den Absturz der Aktien der Kryptobörse. Die Firma wird rund 18 Prozent der Vollzeitstellen abbauen – bei den rund 5000 Vollzeitbeschäftigten betrifft dies rund 1100 Mitarbeiter. CEO Brian Armstrong wies auf eine mögliche Rezession hin und darauf, dass die Firma die Effizienz steigern müsse. Er sagte auch, dass das Unternehmen während eines Bullenmarktes „zu schnell“ gewachsen sei. [Mehr bei CNBC und Bloomberg]

Sea, der südostasiatische E-Commerce- und Online-Spiele-Konzern, wird ebenfalls Stellen abbauen. Laut „Bloomberg“ will die Firma Mitarbeiter in den ShopeeFood- und ShopeePay-Einheiten in Südostasien sowie in Mexiko, Argentinien, Chile und Spanien entlassen. Die Kürzungen seien eine Folge des abnehmenden E-Commerce-Geschäfts, wie es in dem Bericht hieß. Der Spielemarkt sei weiterhin stark. Der Aktienkurs von Sea ist in den letzten zwölf Monaten um etwa 75 Prozent gefallen. [Mehr bei Bloomberg]

Investition: Die Wonder Group, ein US-amerikanisches Startup-Unternehmen für Lebensmittellieferungen unter der Leitung von Jet.com-Gründer Marc Lore, hat 350 Millionen US-Dollar gesammelt. Damit soll das Geschäft weiter ausgebaut werden, obwohl sich der Risikokapitalmarkt gerade abkühlt. Das in New York ansässige Wonder erhöht den Gesamtbetrag an Fremd- und Eigenkapital damit auf 900 Millionen Dollar. [Mehr bei Wall Street Journal]

Tesla-Chef Elon Musk wird am Donnerstag an einer Mitarbeiterversammlung von Twitter teilnehmen. Es ist das erste Mal, dass der Milliardär direkt mit der Belegschaft des Kurznachrichtendienstes sprechen wird, seit er die Übernahme angekündigt hat. Twitter-CEO Parag Agrawal hat das Treffen am Montag in einer E-Mail an die Mitarbeiter verkündet und geschrieben, die Angestellten könnten vorab Fragen für Musk schicken. [Mehr bei Wall Street Journal]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Der halbstaatliche High-Tech Gründerfonds (HTGF) setzt einen neuen Fonds auf, seinen vierten und bislang größten: Über 400 Millionen Euro sind nach eigenen Angaben im First Closing zusammengekommen. [Mehr bei Gründerszene]

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