Dieser Post einer Hospiz-Krankenschwester ist genauso inspirierend wie bewegend

·Freie Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Zu sterben, ist nicht schlimm, das Leben nicht gelebt zu haben, schon. Der Ursprung dieses Zitats ist zwar unbekannt, spricht jedoch vielen Menschen aus der Seele, wie der Post einer amerikanischen Krankenschwester auf TikTok beweist: Die junge Frau begleitete schon viele Menschen beim Sterben und berichtet auf ihrem Account darüber, was die Menschen kurz vor ihrem Tod am meisten bewegte.

In den Gesprächen mit den Sterbenden erlebte Krankenschwester Julie oft dasselbe Bedauern: im Leben falsche Prioritäten gesetzt zu haben. (Bild: Getty Images)
In den Gesprächen mit den Sterbenden erlebte Krankenschwester Julie oft dasselbe Bedauern: im Leben falsche Prioritäten gesetzt zu haben. (Bild: Getty Images)

Auf der Social-Media-Plattform TikTok dreht sich ein Großteil der Posts um spaßige Themen, wie Musik, Mode, Beauty. Doch die junge Krankenschwester Julie, die als Hospiz-Schwester arbeitet, nutzt ihren Account, um über ein Thema aufzuklären, das uns alle betrifft, mit dem sich viele Menschen aber nicht gerne auseinandersetzen: Seit rund einem Jahr teilt sie ihre Erfahrungen während der Arbeit mit Patienten, die bald sterben werden, um mit gängigen Mythen rund um das Thema Tod und Trauer aufzuräumen und den Menschen die Angst zu nehmen.

Was Menschen kurz vor ihrem Tod bereuen

In ihrem neusten Video teilt Julie eine Erkenntnis, die sie aus den Gesprächen mit den Sterbenden mitgenommen hat: "Die meisten Menschen bedauern am Ende ihres Lebens, dass sie ihre Gesundheit nicht zu schätzen gewusst haben", erzählt die Krankenschwester, die in den USA lebt und arbeitet. Zudem würden viele bereuen, dass sie "das Leben nicht zu schätzen gewusst haben – auch die kleinen Dinge".

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Mit Blick zurück auf ihr Leben hätten Viele auch festgestellt, zu wenig Zeit mit ihrer Familie verbracht und der Arbeit eine zu hohe Priorität eingeräumt zu haben.

Inspirierende Lektionen fürs Leben

Der Prozess des Sterbens ist bei den meisten Menschen mit Selbstreflexion und einer intensiven Innenschau verbunden. So traurig und bedrückend die dabei hochkommenden Erkenntnisse oft seien, so inspirierend könnten diese auch sein. Die Lehre, die Julie aus den berührenden Begegnungen zog: "Sei im Moment, lebe im Hier und Jetzt, sei dankbar, halte deine Gesundheit nicht für selbstverständlich, auch nicht die kleinen Dinge des Lebens."

Auch ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Arbeit und Familienzeit hob die Krankenschwester in ihrem Video, das inzwischen bereits mehr als 60.000 Mal angesehen wurde, hervor. "Arbeite nicht dein Leben lang, wenn du es nicht musst, oder sorge dafür, dass du es nicht tun musst", so die Hospiz-Schwester. "Verbringe Zeit mit denen, die du liebst (…) und die dir das Gefühl geben, dass du geliebt wirst."

 

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