Schminken im Gefängnis: Dieses Make-up-Tutorial solltet ihr auf keinen Fall nachmachen

Jennifer Caprarella
Freie Autorin

Make-up-Tutorials auf Youtube sind normalerweise dafür gedacht, dass Zuschauer die Schminktipps nachstylen können. Die Youtuberin Christina Randall hingegen betont: “Macht das nicht zuhause nach!” Der Grund: Sie hat ihre skurrilen Tricks im Gefängnis gelernt.

Was, wenn weder Puder noch Mascara vorhanden sind? Dann tut's auch Kaffee. Und das ist nicht der seltsamste Tipp aus einem viralen Youtube-Video (Symbolbild: Getty Images)

Denn je nach Sicherheitsstufe ist Make-up in US-Gefängnissen entweder ganz verboten oder nur sehr schwer zu bekommen. Wenn die Insassinnen Besuch bekamen oder einen Gerichtstermin hatten, wollten sie sich dennoch gerne schminken, wie Christina Randall in ihrem Video erklärt. Sie selbst verbrachte der “New York Times” zufolge drei Jahre in New Yorker Gefängnissen, unter anderem wegen Raub. Dabei hat sie sich einige Tricks angeeignet, sich unter schwierigsten Umständen zu schminken.

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Kaffee als Wimperntusche, Nachos statt Lippenstift

Hochgeladen hat sie das Video bereits im April, doch zum großen Internet-Hit wurde es erst diesen Monat und sammelte rasch knapp 800.000 Klicks an. Denn die Schminktipps sind, gelinde gesagt, schräg.

Statt Mascara mischt Christina etwas Instantkaffee mit Wasser und trägt die Paste mit einer Zahnbürste auf die Wimpern auf. Als Lippenstift kann entweder buntes Instantlimonadenpulver verwendet werden, wie Christina erklärt, oder Nachos. Das gelbliche Paprika-Pulver färbt nämlich nicht nur die Finger ein, sondern auch die Lippen, wenn man sie ordentlich darüber reibt.

Für Farbakzente wird ein Deoroller über die Druckerfarbe einer Zeitschrift gerieben, bis die Farbe abgeht. Das gefärbte Deodorant wird dann auf Augenlider oder Wangen gerieben. Als Eyeliner muss ein Bleistift herhalten.

Ein Tutorial als warnendes Beispiel

Hygienisch ist das Ganze nicht. Immer wieder klagt Christina während des Tutorials über brennende Augen und prophezeit, dass ihre Haut mit Reizungen auf das Reserve-Make-up reagieren wird.

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Kein Wunder also, dass Christina Randall ihre Zuschauer darum bittet, ihre Tipps nicht selbst auszuprobieren, während sie sich mit Bleistift die Augen nachzieht. “Aber wenn doch, schickt mir ein Foto auf Instagram.”

Zwischendurch fallen aber auch Kommentare wie: “Wenn sie mich so erwischt hätten, wäre ich bestimmt in Einzelhaft gelandet.” Je nach Laune der Wachmänner sei auch schon der Besitz von harmlosen, aber verbotenen Gegenständen wie Kosmetikartikel schwer bestraft worden. Ein Verweis darauf, dass der Gefängnisalltag kein Zuckerschlecken ist. Zwischen Video-Blogs und Lifestyle-Videos erzählt die Amerikanerin ihren 400.000 Abonnenten immer wieder offen von ihren Erlebnissen hinter Gittern und will damit als warnendes Beispiel für ihre jungen Fans fungieren.

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