Diffuser: Ätherische Öle sind oft giftig für Haustiere

·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Angenehmes Raumklima: Diffuser befeuchten die Luft und sorgen mit zugesetzten ätherischen Ölen für Wohlbefinden. Für Haustiere kann das aber gefährlich werden.

Für Hunde können ätherische Öle gefährlich werden. (Bild: Getty Images)
Für Hunde können ätherische Öle gefährlich werden. (Bild: Getty Images)

Gerade im Herbst und Winter sind Diffuser allgemein beliebt. Wenn Heizungen die Luft austrocknen, sorgen die Geräte mit Wasserdampf für Ausgleich und ein besseres Raumklima. Wer zusätzlich ein paar Tropfen ätherisches Öl mit ins Wasser gibt, verwöhnt sich mit angenehmem Duft.

Je nach Sorte versprechen die Hersteller unterschiedliche Wirkung. Mal soll ein Öl beruhigend wirken, mal belebend. Sogar schmerzstillende, krampflösende oder hautpflegende Wirkung wird einigen dieser Produktezugesprochen.

Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen, Depressionen

Doch für Haustiere können ätherische Öle zur echten Gefahr werden, wie Deine Tierwelt berichtet. Kommen Hunde und Katzen mit den Duftstoffen zum Beispiel über das Fell oder die Pfoten in direkten Kontakt, könne das zu gesundheitlichen Problemen wie Gleichgewichtsstörungen, Depressionen und geringer Körpertemperatur führen.

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Oral eingenommen, etwa durch Putzen des Fells oder versehentliches Auflecken, können ätherische Öle bei Haustieren ebenfalls Erbrechen, Durchfall und Depressionen auslösen, so das Magazin. Dafür müssen Hunde und Katzen nicht mal in direkten Kontakt mit dem Öl kommen. Manchmal reicht es schon aus, wenn sich der Wassernebel mit dem Duftstoff im Fell absetzt.

Wer Diffuser verwendet, sollte deshalb sicherstellen, dass die Haustiere nicht mit den Geräten in Berührung kommen.

Dosis macht das Gift

Wie das US-amerikanische Institut Animal Poison Center (APCC) berichtet, sind einige Öle schädlicher als andere. Aber auch die Dosis macht das Gift. „Zum Beispiel können konzentrierte Formen von Teebaumöl (Melaleucaöl) mit nur sieben oder acht Tropfen bei Ihren Haustieren Probleme verursachen, während ein anderes Öl mehr oder weniger benötigt. Aufgrund der Variabilität in Konzentration, Formulierung und möglicher Qualität ätherischer Öle ist es am besten, die direkte Anwendung bei Ihrem Haustier vollständig zu vermeiden. Sie sollten auch alle Öle oben und außerhalb der Reichweite der Pfoten aufbewahren, um eine mögliche Einnahme zu verhindern“, raten die Experten.

Wann man auf Diffuser gänzlich verzichten sollte

Neben Teebaumöl sind unter anderem auch Nelken-, Eukalyptus-, Pfefferminze-, Thymian- und Wacholderöl meist unverträglich für Tiere.

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Leiden Haustiere bereits unter Atemproblemen sollten ihre Besitzer lieber auf Vernebler verzichten. Insbesondere gelte das auch, wenn Vögel gehalten werden. Da deren Atemwege besonders empfindlich sind, sollten in ihrer Nähe keine Diffuser genutzt werden, so APCC. Auch für andere Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster gelten Bedenken bezüglich ätherischer Öle, so das Institut.

Tierbesitzer, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten also Diffuser für Tiere unzugänglich aufstellen und Duftöle nur sparsam verwenden.

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