Digital Aging: Wie krank macht die Display-Beleuchtung wirklich?

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Der technische Fortschritt scheint so schnell voranzugehen, dass unsere Gesundheit nicht mehr hinterherkommt. (Bild: Valerio Berdini/REX/Shutterstock)

Schlechte Nachrichten für Smartphone-Fans: Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die kleinen Endgeräte vielleicht bald nicht mehr unsere liebsten Begleiter sein sollten. Flachbildschirme und Handys sondern nämlich blaues Licht ab, das Hautschäden, Pigmentflecken und Krebs verursachen kann.

Die technischen Neuerungen der letzten Jahrzehnte haben allerlei gesundheitliche Folgen für uns, die wir noch nicht richtig abschätzen können. Was sich in vielen Studien allerdings bisher schon abzeichnet, ist, dass die Bildschirme, die die meisten Menschen fast den ganzen Tag vor dem Gesicht haben, ungesund sind: Das sogenannte „High Energy Visible Light“, die blaue Strahlung, die von fast allen hochwertigen Endgeräten mit Flachbildschirmen ausgesandt wird, ist schädlich für Haut und Augen. Bis in die unteren Hautschichten können die Strahlen vordringen und sie durch dort entstehende freie Radikale schädigen. Das kann wiederum zu vorzeitiger Hautalterung führen. Stichwort: Digital Aging.

Das mit den vielen Selfies müsste man dann bald überdenken. (Bild: Mito Images/REX/Shutterstock)

Große Mengen an Strahlung, der manche Menschen beispielsweise an einem Tag im Büro ausgesetzt sind, können zu Pigmentflecken, Falten und trockener und geröteter Haut führen. Auch die Augen könnten betroffen sein, so glauben Forscher, dass sie Grauen Star begünstigen. Vor allem die Langzeitschäden sind noch nicht absehbar, da die Leuchtmittel mit ca. zehn Jahren noch relativ neu in den Geräten eingebaut sind.

Wie kann ich mich schützen?

Die logische Konsequenz ist natürlich – und Digital Natives müssen jetzt ganz stark sein – so wenig Zeit wie möglich am Handy, Tablet, Fernseher oder Laptop zu verbringen. Funktioniert natürlich nur für die Wenigsten, allein schon berufsbedingt.

Mittlerweile gibt es aber auch Brillen mit Blaulichtschutz, Displayfilter für die Geräte oder spezielle Apps für Handys, die das Licht herausfiltern, das ist zumindest schon ein Anfang. Ein großer Abstand zu den Geräten soll ebenfalls eine bessere Alternative für die Haut und die Augen sein. Auch von innen heraus lässt sich aber vorsorgen: Sekundäre Pflanzenstoffe – wie z.B. in Gemüse, Obst, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen sowie Vollkornprodukten–, Vitamine und Mineralstoffe schützen die Haut und stärken das Immunsystem. So haben freie Radikale oder Krebszellen erst gar keine Chance, im Körper zu überleben.