Diletta Leotta spricht über Sexismus und gestohlene Nacktbilder

Die Sport-Moderatorin Diletta Leotta machte kürzlich Schlagzeilen, als sie von Fans des SSC Neapel sexistische Rufe ertragen musste. Sie verteidigte die Fußball-Fans nun und sprach auch über Nachtbilder, die ihr gestohlen wurden.

Diletta Leotta ist für die italienische Abteilung des Streaming-Anbieters DAZN tätig. (Bild: Getty Images)

“Das war ein Missverständnis. Die Napoli Fans haben mich während des ganzen Spiels unterstützt, nach dem Sieg wollten sie noch einen Schritt weitergehen, aber es war nur ein Witz”, sagte Leotta der britischen Boulevard-Zeitung The Sun. Ein Video hatte die Moderatorin, aktuell im Dienst des Streaming-Anbieters DAZN, im Stadion gezeigt. Im Hintergrund skandierten Fans: “Pack deine Ti**** aus!”

Leotta gestikulierte daraufhin in Richtung Tribüne mit einem Daumen nach unten: “Das war der Ironie der Situation geschuldet.” Insgesamt habe sie das Gefühl, dass jede ihrer Handlungen früher oder später “viral gehe.” Sie merkte an: “Egal ob ich im Fitnessstudio bin oder in einem Club tanze. Deshalb hat mich diese Geschichte auch nicht mehr überrascht.”

Diletta Leotta: Unbekannter stellte Nacktbilder ins Netz

Angesichts von fünf Millionen Fans auf Instagram verwundert die weltweite Aufmerksamkeit nicht. Leotta ist eine der beliebtesten Moderatorinnen Italiens und geizt auf ihren sozialen Kanälen auch nicht mit nackter Haut. Das zieht Fußball-Fans durchaus an - wenngleich das nicht immer positiv verläuft.

Vor wenigen Jahren wurde der iCloud-Account der Moderatorin gehackt. Ein Unbekannter erbeutete damals mehrere Nacktfotos Leottas und stellte diese ins Internet. “Ich habe Anzeige gestellt. Nicht nur, um meine Privatsphäre zu schützen, sondern auch, um mich für die vielen Frauen einzusetzen, die ähnliche Vorfälle erleben mussten.”

Diletta Leotta träumt von Interview mit Lionel Messi

Unterstützung erhielt Leotta damals unter anderem von Mario Balotelli. Der Ex-Nationalspieler Italiens verteidigte die Moderatorin in einem emotionalen Statement: “Ich habe diese Geste und seine Hilfe sehr gerne gesehen. Ich habe mich damit nicht mehr alleine gefühlt und realisiert, dass das Problem viel gewöhnlicher ist, als ich jemals angenommen hätte.”

Bei aller Aufmerksamkeit abseits ihrer Arbeit will sich Leotta doch auf ihre Karriere als Journalistin konzentrieren. Seit 2010 arbeitete sie bei verschiedenen Stationen in Italien: “Das war immer ein Kindheitstraum.” In Zukunft will sie auch international in Erscheinung treten und Größen wie “Lionel Messi, Sergio Ramos, Mohamed Salah, Harry Kane oder Neymar” an das Mikro bekommen.

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