Diskussion um Zukunft von DB Schenker hält an

BERLIN (dpa-AFX) - Aus Sicht der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG verbieten sich Überlegungen zu einem möglichen Verkauf der Bahntochter Schenker vor einem Ende des Kriegs in der Ukraine. "Tafelsilber kann man nur einmal verkaufen - deshalb muss der Eigentümer hier sehr sorgfältig abwägen und die Folgen eines möglichen Verkaufs von Schenker sehr genau überlegen", sagte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Martin Burkert der Deutschen Presse Agentur. "So lange der Krieg in der Ukraine dauert, darf ein Verkauf aus Sicht der EVG überhaupt kein Thema sein."

Neben der Deutschen Bahn selbst habe auch Schenker auf dem Straßenweg große Hilfslieferungen in die Ukraine transportiert, argumentierte Burkert. Das heute zur Deutschen Bahn gehörende Logistikunternehmen wird 150 Jahre alt. Der Schweizer Gottfried Schenker gründete seine Firma am 1. Juli 1872 in Wien. In der Ampelkoalition hat es zuletzt mehrfach Überlegungen gegeben, ob ein Verkauf sinnvoll sein könnte.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Thorsten Herbst, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich glaube, dass sich die Deutsche Bahn auf den Schienenverkehr konzentrieren sollte." Er halte es für sinnvoll, dass Schenker veräußert werde.

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